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← Staffel 03
Folge 2 · 27 Min.

Zehn Game Changer für die KI-Strategieberatung

Vor zwei Jahren war Deep Research noch kein Begriff, Simulationen mit Mirofish undenkbar, und eine BPMN-konforme Prozessnotation per Interview und KI klang nach Science-Fiction. Das ist heute Standard – zumindest für die, die drangeblieben sind. Torsten hat diese Entwicklung gestern vor 60 ausgebildeten KI-Strategieberatern aufgerollt, 20 davon live im Basecamp, 40 online zugeschaltet. Was dabei herauskam, teilt er hier.

Die zehn Game Changer, die er beschreibt, wirken alle nach außen – also direkt an der Kundenschnittstelle. Tiefenrecherche, die in dreiviertel Stunde Markt- und Wettbewerbsanalysen liefert. Szenario-Simulationen, die zeigen, wie Betriebsrat, Führungskräfte und Mitarbeiter auf ein Veränderungsprojekt reagieren würden – noch bevor es läuft. Eine Realtime-Meeting-Assistenz, die live transkribiert und SWOT-Analysen durch eine externe Perspektive ergänzt. Miro mit KI über die API angebunden, nicht nur mit der eingebauten Funktion. Anwendungen, die in einer Stunde stehen. Prozesse, die aus einem Interview heraus als BPMN-Notation entstehen. Und ein KI-Strategie-Sprint, der einen klassischen 12- bis 16-wöchigen Prozess in ein bis zwei Tage verdichtet.

Fachkompetenz allein reicht nicht mehr. Wer als Berater wirklich Abstand zum Markt gewinnen will, braucht drei Dinge zusammen: Fachdomänkompetenz, Transformationskompetenz – und KI-Kompetenz. Letztere besteht aus Ressourcen, die der Kunde nicht hat; dem Wissen, wie man das Beste aus einem Modell herausholt; der Fingerfertigkeit, das unter Zeitdruck am Kunden umzusetzen; und dem Mut, es überhaupt anzuwenden. Wer noch nicht weiß, wo eine Datei auf dem Rechner liegt, aber ein multiagentisches System bauen will – der sollte bei den Grundlagen anfangen. Das sagt Torsten so direkt, wie es gemeint ist.

Noch nicht erwähnt: Erfahrung in Kultur, Ethik, Datenschutz und Compliance – also das, was zwei Jahre Reallabor hinterlassen haben. Und der EU-AI-Act, der mittlerweile konkrete juristische Auslegungen produziert, die Berater kennen müssen. Das alles zusammen ergibt einen unfairen Vorteil – nicht durch Ankündigung, sondern durch das, was du beim nächsten Kunden-Workshop wirklich abrufst.

Sneak Preview

In einer der nächsten Folgen erklärt Torsten, was KI-Kompetenz als Berater wirklich ausmacht – und wie du daraus zusammen mit Fachdomäne und Transformationskompetenz einen echten Wettbewerbsvorteil bündelst.

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1 Kommentar

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Dr. Harald Geißler 30. Juli 2026 um 12:21 Uhr

Echt klasse dein Input. Bezüglich deiner Frage, welchen Game Changer ich bisher nutze, kann ich sagen, dass ich den Zusammenhang von Fachkompetenz, Transformationskompetenz und KI-Kompetenz vermutlich etwas anders nutze als ihr. Denn ich habe KI-Agenten entwickelt, die zentrale Bereiche meiner Fachkompetenz (--> Problemdiagnostik) beherrschen und anwenden. Das ist etwas anderes als das Hochladen von Aufsätzen o.ä. Ich habe euch das vor 1.5 Jahren mal vorgestellt. Habt ihr das aufgenommen? Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.

Torsten Koerting Institute 30. Juli 2026 um 17:00 Uhr

Hey Harald .. danke für deine Resonanz .. wir gehen da mittlerweile anders dran .. und nehmen die KI als triadischen partner (danke für diese Terminologie damals) mit rein und beziehen sie aktiv in die Workshop Situation mit ein .. entweder sichtbar oder unsichtbar ... das kommt ganz auf die Situation drauf an .. In deinem Buch, gehst du dort auf die Agenten noch weiter ein ?

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