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Folge 557: Extreme Task Switching: Wie KI deine Arbeitszeit neu definiert
#557 28.08.2026 · 7:13 min

Extreme Task Switching: Wie KI deine Arbeitszeit neu definiert

In einem einzigen Sechs-Stunden-Block fünf Projekte gleichzeitig voranbringen – TJ hat es getan, und es funktioniert nur, weil KI die Ausführung übernimmt, während du bereits am nächsten Thema denkst. Extreme Task Switch

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In einem einzigen Sechs-Stunden-Block fünf Projekte gleichzeitig voranbringen – TJ hat es getan, und es funktioniert nur, weil KI die Ausführung übernimmt, während du bereits am nächsten Thema denkst. Extreme Task Switching ist kein Multitasking, sondern ein grundlegend anderes Arbeitsmodell. Wie du damit startest und deinen Alltag Schritt für Schritt umbaust, erfährst du in dieser Folge.

Fünf Projekte, sechs Stunden – wie das rechnerisch aufgeht

TJ beschreibt einen konkreten Arbeitstag: sechs Stunden, fünf Projekte, alle deutlich nach vorne gebracht. Das klingt nach Stress, ist aber das Gegenteil. Der entscheidende Unterschied zum klassischen Arbeiten liegt darin, dass die KI nach einer klaren Anweisung bis zu 30 Minuten am Stück selbstständig arbeitet. In dieser halben Stunde sitzt du nicht wartend vor dem Bildschirm, sondern startest beim nächsten Projekt. Wer früher auf die nächste KI-Rückmeldung gewartet hat – TJ sagt, er hat das vor sechs Wochen noch selbst so gemacht – verschenkt genau die Zeit, die jetzt produktiv nutzbar ist.

Was Extreme Task Switching vom klassischen Multitasking unterscheidet

Der Begriff klingt nach Chaos, meint aber etwas Präzises. Du arbeitest nicht gleichzeitig an mehreren Dingen. Du denkst zehn Minuten konzentriert, formulierst einen klaren Auftrag, gibst ihn ab und wechselst erst dann das Thema. Das ist sequenzielles Denken mit paralleler Ausführung durch die Maschine. TJ vergleicht es mit laufenden Prozessen in einer App: links in der Oberfläche laufen mehrere „Knötzel" gleichzeitig. Du schaust reihum, welcher davon dich wieder braucht – und arbeitest so lange am nächsten Thema, bis der erste Prozess eine Eingabe von dir verlangt. Das Gehirn muss dabei das schnelle Umschalten zwischen Themengebieten lernen – etwas, für das es evolutionär nicht gebaut wurde.

Warum dein Browser-Setup plötzlich strategisch wird

Wer zwischen fünf Projekten wechselt, merkt schnell: Das größte Hindernis ist oft nicht das Denken, sondern das Orientieren. TJ empfiehlt deshalb, Browser-Tabs in Gruppen zu sortieren und Cloud-Anwendungen so einzurichten, dass ein Projektwechsel in Sekunden funktioniert. Das klingt nach einem technischen Detail, ist aber eine Voraussetzung dafür, dass Extreme Task Switching im Alltag nicht zur Hektik wird. Wer fünf Sekunden sucht, wo Projekt drei steckt, verliert nicht nur Zeit, sondern auch den kognitiven Faden. Die Infrastruktur muss dem Arbeitstempo folgen – nicht umgekehrt.

Nachts denken lassen, morgens ernten

Ein konkretes Beispiel aus der Folge: Ein KI-gestützter Lebenslauf-Check, der sich selbst aktualisiert. Der Trigger läuft nachts – die KI prüft, was sich in den letzten 24 Stunden im HR-Bereich verändert hat, bewertet die Relevanz, setzt Änderungen um und liefert morgens einen fertigen Bericht. Du wachst auf, liest die Zusammenfassung, validierst und entscheidest. TJ hat diesen Ablauf bereits mehrfach an echten Beispielen getestet und optimiert. Das Prinzip dahinter ist simpel: Rechenzeit und Schlafzeit überlappen sich. Wer das nutzt, gewinnt produktive Stunden, ohne den eigenen Biorhythmus zu verbiegen.

Fazit: Ein Schritt, nicht fünf auf einmal

TJ gibt einen klaren Einstiegsweg: Prozessschritte auflisten, einen einzigen identifizieren, bei dem die KI übernehmen kann, dort anfangen. Nicht alle vier Schritte gleichzeitig umstellen. Nicht auf Agentic-Frameworks oder Multi-Agenten-Systeme warten. Das funktioniert mit Bordmitteln – einfachen Prompts, Cloud-Tools, einer strukturierten Ordnung im Browser. Wer diesen ersten Schritt gemacht und das Ergebnis geprüft hat, sieht schnell, wo der nächste sinnvoll ist. So wächst das System von innen, bis Prozesse vollständig automatisiert laufen. Der Anfang ist bewusst klein gehalten – damit er wirklich passiert.

Das nimmst du mit

  • Wenn die KI 30 Minuten an einem Auftrag arbeitet, kannst du in dieser Zeit zwei weitere Projekte anstoßen – statt zu warten.
  • Extreme Task Switching ist kein Multitasking: Du denkst konzentriert für zehn Minuten, gibst den Auftrag ab und wechselst dann erst das Thema.
  • Dein Browser und dein Cloud-Setup sind keine Nebensache mehr – sie entscheiden, wie schnell du zwischen Projekten umschalten kannst.
  • Wer KI nachts arbeiten lässt und morgens den Bericht liest, gewinnt produktive Stunden ohne Mehraufwand.
  • Den Einstieg nicht überkomplizieren: Einen einzigen Prozessschritt identifizieren, KI dort einsetzen, Ergebnis prüfen – dann den nächsten.
  • Agentic-Frameworks brauchst du dafür nicht – der beschriebene Lebenslauf-Check läuft vollständig mit Bordmitteln.

Kapitel

  • 00:00 Hook: 5 Projekte in 6 Stunden
  • 00:45 Warum klassisches Warten auf die KI ein Fehler ist
  • 01:45 Das Modell: Auftrag geben, Thema wechseln, zurückprüfen
  • 03:15 Was Extreme Task Switching vom Gehirn verlangt
  • 04:15 Schritt-für-Schritt-Einstieg ohne Agentic-Overhead

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Das Transkript zum Nachlesen

Ich habe gestern im Laufe des Tages an fünf Projekten gleichzeitig gearbeitet, über sechs Stunden hinweg. Ich hatte einen sechs-Stunden-Slot, weil es ist der einzige Slot in dieser Woche, wo ich richtig was nach vorne bringen konnte. Sechs Stunden und habe an diesen sechs Stunden fünf Projekte deutlich nach vorne getrieben. Warum? Wir müssen uns wieder anders orientieren. Wir müssen wieder anders uns zusammen, also hier oben, verknoten. Mit der KI bist du nicht mehr in der Lage, zwei Stunden an einem Thema zu arbeiten, sondern du gibst der KI, nachdem du zehn Minuten gehirnt hast, gibst du der KI einen Auftrag und dann ist die erst mal eine halbe Stunde beschäftigt. Gerade mit diesem gelben Knötzel da unten links, Hendrik. Du musst hinten alle drei Minuten gucken, klappt das noch, klappt das noch. Da würde man daneben sitzen und sagen, okay, ich warte nicht, bis sie wieder was fragt. So saß ich da vor sechs Wochen noch. Ich warte, bis sie mich wieder was fragt. Jetzt weiß ich, die ist erst mal eine halbe Stunde beschäftigt. Am Stück. So, was heißt das? Ich habe es irgendwann erst mal aufgemalt. Du gibst den Auftrag und dann wendest du dich einem anderen Thema zu. Und beginnst dort etwas, dann hast du dort den Auftrag gegeben, dann wendest du dich dann im anderen Thema zu, hast den Auftrag gegeben und dann spätestens fängst du an zu gucken, ist das erste Thema schon an einem Punkt, wo es dich wieder braucht. Ah, noch nicht. Dann guckst du bei Thema zwei, auch noch nicht. Thema drei, auch noch nicht. Bei mir laufen links in der neuen App, laufen links diese Knötzel alle. Na, jetzt nicht, weil sonst wäre ich abgelenkt. Ich will mich hundert Prozent auf euch fokussieren. Und dann laufen teilweise drei, vier. Ich habe gestern im Laufe des Tages an fünf Projekten gleichzeitig gearbeitet, über sechs Stunden hinweg. Ich hatte sechs Stunden in diesem Slot, weil es ist der einzige Slot in dieser Woche, wo ich richtig was nach vorne bringen konnte. Sechs Stunden und habe an diesen sechs Stunden fünf Projekte deutlich nach vorne getrieben. Warum? Weil ich überall mit KI, also an fünf, sechs verschiedenen Projekten mit KI gearbeitet habe. Und das erfordert etwas von uns, wofür unser Brain nicht gemacht ist, nämlich dieses schnelle Adaptieren auf das nächste Thema. Das werdet ihr sehen und ihr dürft euch darauf einlassen, wenn ihr es ernst meint, ihr dürft euch darauf einlassen. Natürlich müsst ihr euch die Frage stellen, wollt ihr das? Ihr könnt natürlich auch in der halben Stunde, wo die KI denkt, rausgehen und den Baum umarmen. Könnt ihr gerne machen. Könnt ihr Kaffee trinken. Ihr könnt irgendwie einen Lego-Baustein auf den nächsten klemmen und warten, bis da was durch ist. Könnt ihr alles machen. Nur die acht Stumpfen dürfen oder zwölf oder sechzehn, wie viel es bei euch auch sind, die dürfen in meiner Welt wertvoll gefüllt werden. Das heißt, ich lerne gerade dieses Extreme-Task-Switching, mich so zu organisieren, dass das Wechseln zwischen Themengebieten, dass ich das da oben hinkriege. Und das wird es bei euch auch brauchen, dass ihr dort eine Organisation braucht. Ihr werdet euch anfangen, Tabs oben im Browser zu gruppieren. Ihr werdet schauen, dass ihr Cloth oder mit welcher Applikation ihr auch immer arbeitet, so einzurichten, dass euch ein Projekt-Switching leichter fällt, um euch dieses Einlassen auf neue Themen zu ermöglichen. So, ganz kurze Unterbrechung. Du kennst vielleicht noch nicht das KI-Café des Curtin-Instituts, eines der führenden Formate im deutschsprachigen Raum. Mit über 400 Teilnehmern kommen wir jede Woche Mittwoch von 8.30 Uhr bis um 10 Uhr zusammen und lassen uns inspirieren. Wir geben neue Impulse mit dazu. Wir haben spannende Anwendungsfälle, die wir live auf der Bühne lösen. Wir haben Experten mit am Start, die wir interviewen, die uns Einblicke hinter die Kulissen geben und vieles, vieles mehr und das in einer spannenden Community. Und du kannst kostenlos dabei sein. Melde dich gerne an unter curtin-institut.com slash ki-café und wir sehen uns nächste Woche Mittwoch um 8.30 Uhr. Bis dann. Bei Claudia, das wäre so ein Gedanke für dich. Was sind die einzelnen Schritte? Und dann gucken, wo kann dich bei dem einen oder anderen Schritt die KI unterstützen und wo braucht es dich? Und dann wechselst du nicht alle vier Schritte, die wir jetzt hier hatten, auf einmal, sondern machst mal den ersten. Wie bist du in der Lage zu recherchieren, was sich da verändert hat? So ein erster Schritt und das nachts um drei Uhr anzustoßen, damit du morgens, wenn du aufwachst, das Ergebnis hast oder was auch immer in deinen Biorhythmus passt. Und dann zu gucken, abgleich, wie mache ich das? Mental, weil ich weiß, wie meine Anwendung entwickelt ist und identifiziere da was, was ich drin haben will. Gut. Und dann gibt es der KI den Auftrag. Das wäre so ein erstes Ranrom. Und so kannst du oder sind wir in der Lage, einen Schritt nach dem anderen zu KI zu sehen, bis du dahin kommst, dass es voll automatisiert läuft. Weil das hier ist ein geiler Gedanke, weil da suche ich die ganze Zeit schon nach, also auch in unseren Welten, dass sich die KI selbst optimiert über Nacht entwickelt. Und du hast einen geilen Case, weil der Trigger ist, was hat sich in der Welt der KI im HR verbessert, optimiert, verändert, was jetzt in meine Reflexion rein muss. Und dann könntest du dann als Garantie schreiben, mein Avatar, mein Ding ist immer auf dem neuesten Stand. So, das ist dann der Ablauf. Checken, was da ist, validieren, Relevanz, umsetzen. Du wachst morgens auf und dann kriegst du einen Bericht. Folgende Änderungen haben in der Nacht oder in den letzten 24 Stunden in der Welt stattgefunden. Daraus kam das Feature Set. Aus dem Feature Set habe ich die und die Aktivitäten oder die und die Veränderungen als relevant erachtet und habe sie hier umgesetzt. Das ist dein neuer Lebenslaufcheck, wenn du ihn testen willst. Ich habe ihn schon viermal getestet, weil das Testen kommt auch noch danach. Ja, ich habe ihn schon dreimal getestet an Beispielen, die du mir gegeben hast, an denen wir uns orientieren können, habe danach noch mal ein bisschen was optimiert. Hier ist dein neuestes Ding. Ist schon live. Das kannst du ohne Agentik, Henrik, ohne multi-agentisches Geduld und Paperclip und was weiß ich. Brauchst du alles nicht. Das machst du alles mit Bordmittel. Schau her. Gut. Passt soweit. Erstmal habt ihr viel geschätzt. Passt für euch. Gut dann. Danke. Cool. Danke. Danke, Uwe. Jetzt gucken wir mal auf euch drauf. Wenn ihr Fragen habt, Hinweise, Impulse, immer mit der elektronischen Hand nach oben. Und ich teile jetzt, also Fernall immer dazwischen. Ich nehme euch ja dann mit rein. So, ich teile jetzt was mit euch und zwar habe ich hier ein Konzeptpapier. Dieses Konzeptpapier werdet ihr jetzt beim Bildschirm nicht sehen.