
Von Social Media zu Interest Media: Warum Follower egal werden
Reichweite neu gedacht: TJ erklärt, warum die Followerzahl als Erfolgskennzahl ausgedient hat – und was Interest Media stattdessen bedeutet. Aus 20–25 Stunden wöchentlichem Videomaterial baut sein Team automatisiert Podcasts, Workbooks und LinkedIn-Posts. Wer versteht, wie sich das Konsumentenverhalten verschoben hat, kann diesen Hebel sofort nutzen.
Der Rohstoff, den du schon hast – aber noch nicht nutzt
Wer regelmäßig Calls, Workshops oder Gruppenformate abhält, produziert bereits enormes Content-Volumen. Im Koerting Institute sind es allein im KI-Café zwei Stunden pro Woche; über alle Gruppen-Calls summiert sich das locker auf 20 bis 25 Stunden Videomaterial pro Woche. Das Problem ist selten der fehlende Stoff – es ist die fehlende Pipeline, um daraus mehr zu machen. TJ zeigt, wie sein Team aus diesen Tonspuren und Aufzeichnungen innerhalb eines einzigen Tages fertige Akademie-Videos, Workbooks, Podcast-Episoden und LinkedIn-Beiträge ableitet. Kein zusätzliches Redaktionsteam, kein manuelles Nachbearbeiten jedes Formats – sondern eine automatisierte Weiterverarbeitung, die den vorhandenen Rohstoff endlich vollständig ausschöpft.
Warum der Shift plötzlich kommt – und was Facebook 2012 damit zu tun hat
TJ erinnert sich an eine Zeit, in der Facebook echte soziale Funktion hatte. Von 2009 bis etwa 2018 verknüpfte er dort Menschen aus New York, Australien und aller Welt – nicht um Umsätze zu generieren, sondern um Verbindungen zu pflegen. Er druckte seine Jahrgänge bei mysocialbook.com als Bücher: Die Bände wurden bis 2015 immer dicker, dann immer dünner, bis er aufhörte. Das Soziale war schlicht verschwunden. Was folgte, war die Follower-Ära: Reichweite aufbauen, Inhalte pushen, Menschen über den Link in der Bio in den Funnel führen. Viele Plattformnutzer klagen heute noch darüber, dass LinkedIn die soziale Komponente verliere. TJ bringt es auf den Punkt: Diese Komponente spielt ohnehin keine Rolle mehr.
Interest Media: Was Alex Hormozi in Las Vegas auf den Punkt gebracht hat
Der entscheidende Augenöffner kam für TJ auf einer Veranstaltung in Las Vegas, wo Alex Hormozi den Begriff Interest Media prägte. Die Kernthese: Menschen suchen heute nicht mehr nach Beziehungen, wenn sie Plattformen öffnen. Sie suchen nach Informationen, Weiterentwicklung und Antworten auf konkrete Fragen – ähnlich wie bei einer YouTube-Suche. Das verändert die Spielregeln fundamental. Wer Content mit dem Ziel produziert, Follower anzusprechen, die ihn bereits kennen, denkt in der alten Logik. Wer Content produziert, der aktiv gesucht wird, spielt das neue Spiel. Die Konsequenz für Unternehmer: Nicht die Abonnentenzahl entscheidet, sondern wie tief und wie lange Menschen mit den Inhalten interagieren – also echte Konsumtiefe statt oberflächliche Reichweite.
Was Unternehmen gerade verpassen – und warum das deine Chance ist
Viele Unternehmer optimieren noch auf Follower, Kommentare und sichtbare Interaktionen – Metriken, die aus der Social-Media-Ära stammen. Die Plattformen selbst haben sich längst weiterentwickelt: Algorithmen bevorzugen Inhalte, die Menschen aktiv suchen und lange konsumieren, nicht Inhalte, die nur im bestehenden Netzwerk zirkulieren. Wer das noch nicht eingepreist hat, verliert organische Reichweite an Anbieter, die spezifische Fragen spezifischer Zielgruppen beantworten – egal wie groß deren Community ist. Die Chance liegt darin, jetzt auf suchgetriebene, tiefe Inhalte umzuschwenken: Formate, die echten Wissensbedarf bedienen, und Pipelines, die diesen Content effizient in mehrere Kanäle übersetzen, bevor der Rest des Marktes aufgewacht ist.
Fazit: Nicht Follower, sondern Tiefe ist die neue Währung
Der Shift von Social Media zu Interest Media ist kein Trend, sondern eine strukturelle Verschiebung im Konsumentenverhalten. TJ fasst es klar zusammen: Follower sind irrelevant, Konsumtiefe entscheidet. Wer gleichzeitig erkennt, dass er bereits auf einem Berg ungenutzten Content-Rohstoffs sitzt, und wer eine KI-gestützte Pipeline aufbaut, die diesen Rohstoff automatisch in mehrere Formate übersetzt, kombiniert beide Erkenntnisse zu einem echten Wettbewerbsvorteil. Das Flywheel dreht sich – die Frage ist nur, ob du es anwirfst.
Das nimmst du mit
- Nicht die Followerzahl zählt, sondern wie tief und wie lange Menschen deine Inhalte konsumieren – das ist die Kernmetrik im Zeitalter von Interest Media.
- Wer regelmäßig Calls, Workshops oder Gruppenformate abhält, produziert bereits 20–25 Stunden Rohstoff pro Woche – der richtige Aufbau macht daraus Podcasts, Workbooks und Posts, ohne zusätzliches Team.
- Der von Alex Hormozi in Las Vegas beschriebene Shift ist real: Menschen öffnen Plattformen heute, um aktiv nach Informationen zu suchen, nicht um Beziehungen zu pflegen – wer Content noch in der alten Logik produziert, verliert Reichweite.
- Eine KI-gestützte Content-Pipeline kann aus einer einzigen Aufzeichnung innerhalb eines Tages mehrere fertige Formate erzeugen – das ist der entscheidende Effizienz-Hebel für Unternehmer mit begrenzten Ressourcen.
- Die soziale Komponente auf LinkedIn und anderen Plattformen ist nicht verschwunden – sie war schlicht nie der eigentliche Wachstumstreiber für Unternehmer, die suchgetriebene Zielgruppen erreichen wollen.
Kapitel
- 00:00 Content-Pipeline: Was aus Calls automatisch entsteht
- 01:24 Die Shift-These: Von Social Media zu Interest Media
- 01:56 Facebook 2012 – als soziale Verbindung noch der Kern war
- 04:59 Followerzahl ist irrelevant – Tiefe der Interaktion zählt
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Das Transkript zum Nachlesen
Schaut mal, wie ihr konsumiert, wie euer Konsumentenverhalten sich verändert hat. Nämlich hin dazu, dass ihr nicht mehr nach Beziehungen sucht, sondern ihr sucht auf einmal nach Inhalten. Diese Inhalte entstehen und durch die Inhalte sind wir jetzt in der Lage, unterschiedliche Möglichkeiten der Weiterverarbeitung zu initiieren, was wir schon tun, nämlich die Videos in unserer Akademie. Riesenmehrwert für unsere Kunden, weil wir können alles sofort innerhalb jetzt, wir sind gerade so ein bisschen lahmgelegt, weil ich die Pipelines umgestellt habe, aber sonst sind wir in der Lage innerhalb von einem Tag euch jegliche Aufzeichnung von jeglichen Formaten zur Verfügung zu stellen. Wir sind in der Lage, daraus Workbooks zu machen und auch dieses Mal wird es wieder das Workbook geben. Für diesen Workshop, den wir hatten, können wir Workbooks machen und wir sind in der Lage, Podcasts zu erstellen. Ich habe euch vorhin die Pipeline schon gezeigt, Podcasts zu erstellen und wir sind natürlich auch in der Lage, Marketing-Materialien wie LinkedIn und irgendwelche Newsletter und Posts aus diesen Inhalten abzuleiten, weil die Inhalte, die sind ja alle da, in acht Stunden, wo wir Inhalte teilen, wo Inhalte entstehen. Im KI-Café sind es zwei Stunden, in den anderen Gruppencalls über die Woche hinweg locker 20 bis 25 Stunden, die wir Inhalte produzieren. Und wenn wir jetzt mal, ich mache das Flywheel gleich fertig, und wenn wir nun in der Lage wären, aus diesem Videomaterial was entsteht oder aus den Tonspuren mehr zu machen als nur unsere Gruppencalls, die wir also unsere Akademie zu befüllen, Workbooks zu machen, Podcasts zu schneiden und vielleicht auch LinkedIn-Beiträge zu machen, dürfen wir uns einen Aspekt ganz wichtig für euch in Erinnerung rufen, wie sich nämlich gerade Kommunikation verändert. Das ist das, was ich auch jetzt noch mal nachhaltig mitgenommen habe aus Las Vegas. Nämlich wie war es früher? Früher hieß das Ganze Social Media. Social Media, ich kann mich noch erinnern, so 2012 bis 2018 oder 2009 bis 2018 war für mich Facebook der Kanal, über den ich in den Austausch gegangen bin und mich mit Menschen verknüpft habe, die ich aus unterschiedlichen Kontexten heraus kannte. Ich habe in New York gearbeitet, ich habe in Australien gearbeitet, ich war irgendwo immer wieder in der Welt unterwegs, habe überall Leute kennengelernt und wir waren alle auf Facebook verbunden. Und ich habe dort mein Leben offengelegt. Ich habe da jeden Tag irgendeinen Post gemacht und zwar nicht, weil ich Umsätze generieren wollte, sondern weil ich Verbindungen schaffen wollte zwischen mir und den Menschen, die mich in irgendeiner Form kennengelernt haben. Und das habe ich dann, ich weiß nicht, wer das kennt, mysocialbook.com, das ist ein Service, wo du Instagram oder auch Facebook in der Lage bist, daraus ein Buch zu drucken. So, ganz kurze Unterbrechung. Du kennst vielleicht noch nicht das KI-Café des Curtin-Instituts, eines der führenden Formate im deutschsprachigen Raum. Mit über 400 Teilnehmern kommen wir jede Woche Mittwoch von 8.30 Uhr bis um 10 Uhr zusammen und lassen uns inspirieren. Wir geben neue Impulse mit dazu. Wir haben spannende Anwendungsfälle, die wir live auf der Bühne lösen. Wir haben Experten mit am Start, die wir interviewen, die uns Einblicke hinter die Kulissen geben und vieles, vieles mehr und das in einer spannenden Community. Und du kannst kostenlos dabei sein. Melde dich gerne an unter curtin-institut.com slash ki-café und wir sehen uns nächste Woche Mittwoch um 8.30 Uhr. Bis dann. Und dein Jahr, also du hast so zwei Termine eingegeben, 1. Januar 2012 und 31. Dezember 2012 und dann hast du dein Buch, also das, was du da rausgegeben hast und was da kommentiert wurde, hast du als Buch bekommen. Und diese Bücher wurden von 2009 bis 2015, 16, 17, wurden die immer dicker. Ich habe das jedes Mal gemacht. Die stehen bei mir noch zu Hause. Und dann wurden sie irgendwie dünner und dann habe ich das irgendwo aufgehört, weil ich überhaupt nicht mehr auf Facebook gepostet habe, weil das Social Media, das Social, irgendwie weggegangen ist. Und natürlich habe ich mich weiterentwickelt, haben wir uns weiterentwickelt und auf LinkedIn und wo auch immerhin kommuniziert. Und was mir damals dann wichtig war, ist Follower zu bekommen und diese Follower durch meine Inhalte zu inspirieren, dass sie dann irgendwie, den Link findest du in der Bio, hol dir hier das Buch, kauf dir da den Workshop, dazu zu bringen, dass es Interessenten werden beziehungsweise dann auch Kunden. Und dadurch ist dieser, und das ist das, was viele eben noch nicht gecheckt haben, weswegen bemängeln sie das alles auf LinkedIn, dass ja die soziale Komponente weggeht. Die spielt ohnehin keine Rolle mehr, sondern das, was entstanden ist aus Follower, aus ihr Kommentieren, um in Beziehung zu gehen. Ja, wir führen Menschen vom Online ins Offline. Mensch, lass uns doch mal persönlich treffen. Das war damals auf Xing, in Anfangsjahren von LinkedIn und von Facebook, war das ja die Fragestellung. So, sind wir hingekommen, und das war nochmal ein Augenöffner jetzt auch mit Alex Hormosi, to Interest Media. Schaut mal, wie ihr konsumiert, wie euer Konsumentenverhalten sich verändert hat. Nämlich hin dazu, dass ihr nicht mehr nach Beziehungen sucht, sondern wir suchen auf einmal nach Inhalten. Wir suchen nach Informationen. Wir suchen auf YouTube, zumindest wird das, glaube ich, euch auch teilweise so gehen, auf Weiterentwicklung. Und dadurch, dass sich das verändert, ist die Anzahl der Follower überhaupt nicht mehr wichtig, sondern wie viel und wie lange und wie tief Menschen mit euren Inhalten interagieren, will ich nicht sagen, sondern sie konsumieren. Untertitel von Stephanie Geiges