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Folge 548: KI-Projekte richtig starten:  KISB-Launch SHE Serie - Folge 3
#548 31.07.2026

KI-Projekte richtig starten: KISB-Launch SHE Serie - Folge 3

Sechs W-Fragen entscheiden, ob ein KI-Projekt vom ersten Tag an Richtung hat oder im Nebel stochert. In Folge 3 der KISB-Launch SHE Serie stellt Birgit den KI-Innovationsrahmen vor – ein strukturiertes Werkzeug, das Waru

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Sechs W-Fragen entscheiden, ob ein KI-Projekt vom ersten Tag an Richtung hat oder im Nebel stochert. In Folge 3 der KISB-Launch SHE Serie stellt Birgit den KI-Innovationsrahmen vor – ein strukturiertes Werkzeug, das Warum, Wen, Welche Lösungen, Wann, Wo und Woran wir Erfolg messen in einen klaren Projektauftrag übersetzt. Wer das Reality Gap zwischen KI-Möglichkeiten und Unternehmensrealität schließen will, findet hier den Einstieg.

Warum Klarheit vor dem ersten Prompt kommt

Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technologie, sondern daran, dass niemand zu Beginn die entscheidenden Fragen stellt. Der KI-Innovationsrahmen setzt genau hier an: Bevor ein einziger Algorithmus trainiert oder ein Tool lizenziert wird, braucht das Projektteam einen gemeinsamen Auftrag. Sechs W-Fragen liefern diesen Rahmen – strukturiert, wiederholbar, auf jedes Unternehmen übertragbar. Das klingt simpel. In der Praxis ist es oft das, was fehlt.

Die sechs W-Fragen im Überblick

Der Rahmen gliedert sich in sechs Dimensionen: Warum wollen wir KI einsetzen – was ist das strategische Ziel? Wen betrifft die Lösung – Kunden, Mitarbeiter, Partner? Welche Lösungen kommen konkret in Frage? Wann soll was umgesetzt sein – welche Meilensteine sind realistisch? Wo im Unternehmen findet die Transformation statt? Und schließlich: Woran messen wir Erfolg – welche KPIs zeigen, dass das Projekt geliefert hat? Wer diese sechs Felder ausfüllt, hat keinen Fahrplan für alles – aber einen klaren Auftrag für den nächsten Schritt.

Das Reality Gap – und warum es so hartnäckig ist

KI entwickelt sich exponentiell, das Bewusstsein in den meisten Unternehmen wächst linear. Diese Lücke – das Reality Gap – sorgt dafür, dass Führungsteams die tatsächlichen Möglichkeiten systematisch unterschätzen oder überschätzen, je nachdem, wo sie gerade stehen. Der KI-Innovationsrahmen ist ein Werkzeug, um diese Lücke zu schließen: Er zwingt Stakeholder, konkret zu werden, statt in abstrakten Szenarien zu denken. Wer das Gap ignoriert, riskiert entweder Lähmung durch Überforderung oder blinden Aktionismus ohne strategische Grundlage.

Facilitation als Erfolgsfaktor – nicht als Nebensache

Ein Rahmen ist nur so gut wie die Gespräche, die er auslöst. Die sechs W-Fragen funktionieren deshalb nur dann, wenn jemand die Stakeholder mit starker Facilitation durch den Prozess führt. Das bedeutet: Widersprüche sichtbar machen, konkurrierende Prioritäten moderieren und am Ende einen Konsens herausholen, den alle mittragen. Ohne diese Führungsarbeit bleibt der schönste Rahmen ein leeres Dokument. Mit ihr wird er zum gemeinsamen Auftrag, auf den sich das Projektteam in schwierigen Momenten berufen kann.

Fazit: Struktur schlägt Bauchgefühl

Folge 3 der KISB SHE Serie liefert kein Versprechen, dass KI-Projekte einfach sind. Sie liefert ein Werkzeug, das blindes Experimentieren durch strukturierte Klarheit ersetzt. Sechs Fragen, ein gemeinsamer Auftrag, eine realistische Grundlage – das ist der Unterschied zwischen einem Projekt, das irgendwann startet, und einem, das von Anfang an weiß, wohin es will. Wer den KI-Innovationsrahmen konsequent anwendet, gibt seinem Team die beste Ausgangsposition für eine Transformation, die auch hält.

Das nimmst du mit

  • Sechs W-Fragen (Warum, Wen, Welche Lösungen, Wann, Wo, Woran messen wir Erfolg) schaffen einen klaren Projektauftrag – bevor das erste Tool angerührt wird.
  • Das Reality Gap entsteht, weil KI exponentiell wächst, während das Unternehmensbewusstsein linear bleibt – der Innovationsrahmen hilft, diese Lücke aktiv zu schließen.
  • Starke Facilitation ist keine Kür, sondern Voraussetzung: Ohne geführte Stakeholder-Gespräche bleibt jeder Rahmen folgenlos.
  • Struktur schlägt Bauchgefühl – ein gemeinsam erarbeiteter Auftrag gibt dem Projektteam in schwierigen Momenten eine belastbare Referenz.
  • Der KI-Innovationsrahmen ist auf jedes Unternehmen übertragbar und funktioniert als Einstieg in jede KI-Transformation, unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.

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Das Transkript zum Nachlesen

Wir sind gerade mitten in den Vorbereitungen zur nächsten Ausbildung zum KI-Strategieberater. Im September geht es wieder los mit der nächsten Kohorte und hier sind einige Ausschnitte aus den Vorbereitungen, die wir extra für euch zusammengestellt haben. Viel Spaß und gute Impulse. Herzlich willkommen zurück, die Birgit hier vom Coerting-Institut. Ich freue mich riesig, dass du weiter dabei bleibst und mit mir gemeinsam auf die Reise in die KI-Strategieberatung und in die KI-Transformation gehst. Im letzten Video habe ich dir erklärt, wie die Architektur unserer Ausbildung ist, das Framework, was wir dort aufgebaut haben, die verschiedenen Ebenen und was eben dazu notwendig ist, um ein Unternehmen durch die KI-Transformation zu führen. Ähnlich wie Utzon, der Architekt, 1957 eine Vision hatte für die Sydney Opera, aber keinen fertigen Bauplan, so geht es heute vielen, vielen Unternehmen in Deutschland. Sie spüren, dass die KI ihr Business maßgeblich verändern wird, sie hören von Tools, sie hören von Möglichkeiten, sie hören von exponentiellen Veränderungen, aber ihnen fehlt die Struktur, um diese Vision in konkrete Schritte zu übersetzen und genau da kommst du ins Spiel. Denn das, was gerade dort passiert, ist das, was wir das sogenannte Reality-Gap nennen. Und zwar haben wir auf der einen Seite das Bewusstsein über die Möglichkeiten und auf der anderen Seite haben wir die KI. Und während die KI exponentiell wächst, Wachstum, Möglichkeiten der KI, verändert sich das Bewusstsein, vor allem auch in Deutschland, das ist sehr stark europäisches, deutsches Phänomen, eher linear. Ja, und was entsteht dadurch? Dadurch entsteht ein riesiges Vakuum, eine riesige Lücke über die Möglichkeiten. Also wir sind so weit abgehängt zu dem, was möglich ist und in diese Lücke darfst du hineingehen und deine Kunden mitnehmen und von der Anbahnung bis hin zur eigentlichen Umsetzung dorthin führen. Und das, was es dafür braucht, ist Einordnung und Orientierung. Und deshalb möchte ich dir jetzt eines unserer wichtigsten Frameworks mitgeben, dich dort hineinführen, was relativ am Anfang steht, nämlich dann, wenn du deinen Kunden gewonnen hast, ihn für das Projekt gewonnen hast und eben die Einordnung vornehmen darfst, damit ein Rahmen entsteht, in dem KI-Transformation möglich wird. Und dieses Modell, dieses Framework, was wir dort verwenden, nennt sich KI-Innovationsrahmen. Und das sieht eigentlich ganz leicht aus, denn in dem KI-Innovationsrahmen stellen wir eigentlich nur sechs W-Fragen. Und die W-Fragen sind so strukturiert, dass am Ende ein sogenannter Innovationsrahmen entsteht, der den Auftrag definiert für das KI-Projekt. Und die erste Frage, die wir uns immer stellen dürfen, gibt es im Englischen auch im Buch davon, start with why. Also warum überhaupt KI? Was ist das übergeordnete Ziel, das diese KI-Transformation verfolgt? Die zweite Frage, das zweite W, wen, also für wen soll KI überhaupt einen Nutzen bringen? Wer profitiert davon? Sind es das Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden, Partner? Das dritte W, ganz wichtig, welche Lösungen? Welche Lösungen? Und das ist ein W, wo man sich ganz doll verzetteln kann, denn die Frage ist, wie wollen wir innovieren und KI in das Unternehmen einführen? Wollen wir eher evolutionär, also das Vorhandene optimieren, oder wollen wir revolutionär vorgehen, also schon das ein oder andere wirklich total verändern, oder nutzen wir die maximalen Möglichkeiten der KI und wollen disruptiv KI einführen? Und disruptiv verwenden wir natürlich in einem positiven Sinne, also nicht, dass man alles kaputt haut und alles, was bisher passiert ist, keinen Wert hat, sondern, dass wir einfach die Dinge komplett neu denken, weil wir so viele neue Möglichkeiten haben, dass wir, wie vielleicht noch nie zuvor, auf der grünen Wiese anfangen können. Das nächste W. Wann? Also welchen realistischen Zeitrahmen stecken wir uns für die KI? Bis wann soll was erreicht werden? Und ich kann dir garantieren, wenn die Unternehmen erst mal gesehen haben, was alles möglich ist, dann kann es bei den Fragen dazu kommen, dass sie sagen, ich will alles, disruptiv und zwar sofort. Und das ist natürlich eine der wichtigsten Fähigkeiten und Skills, die du aus dem Workshop-Master-Facilitator mitnimmst, denn die Fragen sind erst mal ganz leicht. Aber wenn du diese sechs Fragen nicht so moderierst, dass am Ende ein realistischer und umsetzbarer Innovationsrahmen dabei herauskommt, dann sind sie eigentlich das Papier nicht wert, auf dem die Antworten stehen. So, also in welchem Zeitrahmen soll KI eingeführt werden? Die nächste Frage, wo soll KI eingeführt werden? Und das ist auch wie eben, überall und sofort sind häufig die Antworten, die kommen. Aber definiere genau, für welche Bereiche und Prozesse dieses erste Innovationsvorhaben Geltung haben soll. Also wir reden hier über Bereiche und Prozesse. Prozesse. Ansonsten wird der Scope viel zu groß, wie man so schön im Projektmanagement sagt. Ja, und dann eine der wichtigsten Fragen, die letzte Frage, woran messen wir Erfolg? Also was sind unsere, was sind die KPIs, was ist der ROI, was ist das, was wir definieren, was wir am Ende sagen, qualitativ wie quantitativ, dieses KI-Vorhaben war ein Erfolg? Ja, und diese sechs Fragen klingt einfach, ist es manchmal aber gar nicht, denn was braucht es dafür? Es braucht unfassbar gute Fassilitierungsfähigkeiten, um durch diese sechs Fragen zu führen und wirklich fundierte Ergebnisse zu bekommen. Diese Fähigkeiten bekommst du im Workshop Master Facilitator und natürlich auch ganz viele Inputs dafür, wie du einen, ja, einen besonders inspirierenden Rahmen gestaltest, wie du, weil wir machen das natürlich auf der Geschäftsleitungsebene, wie du die Menschen dahin bringst, dass sie dort nicht irgendwie gelangweilt oder mit den Händen auf den Tisch klopfen, sondern dass sie wirklich inspiriert werden, dass sie das Gefühl haben, dass sie eine Einordnung hier vornehmen, dass sie sich auf Augenhöhe austauschen und ein gemeinsames Fundament schaffen, um diese KI-Transformation voranzubringen. Diese sechs Fragen verhindern auch, dass Unternehmen einfach nur blind rum experimentieren, was ja im Moment auch gerade passiert. Sie schaffen Klarheit, statt sich in irgendwelchen Wagen Ideen zu verlieren und sie sind genau, wie die coolen Strukturen bei der Sydney Opera, dazu gedacht, Struktur zu geben. Und wenn du diesen KI-Innovationsrahmen den Anfang deines Projektes stellst, dann garantiere ich dir, wirst du nicht nur als Orientierungsgeber wahrgenommen, sondern schaffst tatsächlich damit den Rahmen für ein erfolgreiches KI-Projekt. Ja, das war eines der wichtigsten und vielleicht auch einfachsten Frameworks. Sieht einfach aus und manchmal ist das, was einfach aussieht, gar nicht so einfach. Wie gesagt, wir sind hier auf Top-Management-Ebene unterwegs, die Top-Stakeholder, die du durch diese Fragen führen darfst und eben die Ergebnisse rausbekommst, die dazu führen, dass ein Rahmen entsteht, in dem diese Innovation möglich ist. Ja, das war ein kleiner Einblick in die KI-Strategieberatung. Ich hoffe, es hat dir einen Einblick einfach auch gegeben und ich freue mich, wenn du das nächste Mal wieder dabei bist. Bis dahin, liebe Grüße, die Birgit.