
Value Pricing mit KI: Warum Zeit gegen Geld als Modell bricht
Kunden fordern Rabatte, weil du mit KI schneller arbeitest — das ist ein Denkfehler, der dich Honorar kostet. TJ erklärt, warum das Stundenmodell mit KI endgültig kippt und wie Value Pricing nicht nur als Antwort taugt, sondern als echte Einkommenschance. Mit Hormozi Nutzen-Formel und Alan Weiss' Ansatz bekommst du konkrete Werkzeuge an die Hand — hör rein, bevor deine Kunden die Preisdebatte für dich führen.
Warum der Rabatt-Reflex deiner Kunden ein Denkfehler ist
Das Argument klingt auf den ersten Blick logisch: Du arbeitest mit KI, bist schneller fertig, also soll es weniger kosten. TJ nennt das klar beim Namen — ein Zeit-gegen-Geld-Mindset, das auf der falschen Einheit aufbaut. Wer Stunden verkauft, wird durch Effizienzgewinne bestraft. Wer aber Nutzen verkauft, wird durch dieselbe Effizienz belohnt. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern in der Kommunikation: Was entsteht beim Kunden durch deine Leistung — und was ist das wert? Genau diese Frage trennt künftig Berater, die wachsen, von denen, die unter Preisdruck geraten.
Das Stundenmodell bricht — und zwar mathematisch
TJ rechnet es nüchtern vor: Wer weiter nach Zeit abrechnet und gleichzeitig durch KI schneller wird, braucht das 10- bis 20-fache an Kunden, um denselben Umsatz zu erzielen. Das ist kein theoretisches Problem, das ist ein Skalierungsbruch. Das Modell funktioniert schlicht nicht mehr. Drei Jahre predigt TJ diesen Punkt bereits — und jetzt bestätigt es eine aktuelle Studie: Abrechnung nach Zeit verliert an Relevanz, Value Pricing wird zur Notwendigkeit. Wer das jetzt versteht, positioniert sich neu. Wer wartet, verliert Marktposition an die, die schneller umdenken.
Hormozi Nutzen-Formel — auf Beratung übertragen
Alex Hormozi hat in seinem Buch *100 Million Dollar Offers* (2021) eine Nutzen-Formel beschrieben, die TJ nach eigener Aussage gut 20 Mal gehört hat — weil sie so präzise sitzt. Auf Beratung übertragen bedeutet das: Du machst dem Kunden klar, dass deine Leistung durch KI schneller fertig ist, qualitativ hochwertiger ausfällt und er weniger Aufwand mit dem Ergebnis hat. Dazu kommt die fast garantierbare Ergebnissicherheit. Drei Argumente, die nicht für einen Nachlass sprechen, sondern für einen höheren Preis. Der Nutzen steigt — also steigt der Wert. Das ist die Logik, die du in Preisgesprächen brauchst.
Ausführung verliert, Einordnung gewinnt — die neue Beraterrolle
Wenn KI Recherche, Datenanalyse und Ausführung übernimmt, verschiebt sich das, wofür Kunden zahlen. Nicht mehr für das Erstellen, sondern für das Bewerten, Priorisieren und Verantworten von Empfehlungen. TJ beschreibt das so: Kunden werden zunehmend danach fragen, wie du in der Lage bist, mit KI belastbare Ergebnisse hervorzubringen — und wer die Verantwortung dafür trägt. Das ist strategische Arbeit, keine Ausführungsarbeit. Wer diese Verschiebung früh versteht, schützt sein Honorar. Wer weiter als Umsetzer denkt, macht sich durch KI selbst ersetzbar.
Alan Weiss und die Bibel des Value Based Pricing
Als Pflichtlektüre empfiehlt TJ ein Buch von Alan Weiss — einem Autor, der über 50 Bücher zum Thema Beratung geschrieben hat. Konkret geht es um *How to Write a Proposal That's Accepted Every Time*: ein Werk, das beschreibt, wie du Angebote so formulierst, dass sie fast immer angenommen werden. Das Prinzip dahinter ist konsequentes Value Based Pricing — du stellst nicht deine Zeit in den Vordergrund, nicht das Ergebnis, sondern den Nutzen, der durch deine Leistung beim Kunden entsteht. Matthias Kolbuser gilt laut TJ als sein Vertreter im deutschsprachigen Raum. Fazit: Wer Value Pricing wirklich verstehen will, fängt hier an.
Das nimmst du mit
- Wer weiter nach Stunden abrechnet, braucht durch KI das 10- bis 20-fache an Kunden — das Modell bricht mathematisch zusammen.
- KI macht deine Leistung schneller und qualitativ besser: Das ist dein Argument für höhere Preise, nicht für Nachlässe.
- Hormozys Nutzen-Formel zeigt drei konkrete Hebel — Geschwindigkeit, Qualität, geringerer Aufwand — mit denen du Value Pricing im Kundengespräch verankern kannst.
- Die Beraterrolle verschiebt sich von Ausführung zu Einordnung: Wer bewertet, priorisiert und Verantwortung übernimmt, schützt sein Honorar.
- Eine aktuelle Studie bestätigt, was TJ seit drei Jahren sagt: Abrechnung nach Zeit verliert an Relevanz — wer jetzt wartet, verliert Marktposition.
- Alan Weiss' Ansatz liefert das Handwerk: Angebote, die konsequent den Kundennutzen in den Vordergrund stellen, werden häufiger und zu besseren Konditionen akzeptiert.
Kapitel
- 00:00 Warum Kunden Rabatte fordern — und warum das falsch gedacht ist
- 00:44 Das Zeit-gegen-Geld-Modell und warum es mit KI kippt
- 01:56 Hormozys Nutzen-Formel auf Beratung angewendet
- 03:57 Studienergebnis: Value Pricing wird zur Notwendigkeit
- 04:57 Ausführung verliert, Einordnung gewinnt — die neue Beraterrolle
- 06:14 Alan Weiss und die Bibel des Value Based Pricing
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Das Transkript zum Nachlesen
dass, wenn du Zeit für Geld verkaufst durch KI, du das zehn- oder zwanzigfache an Kunden brauchst, wenn du daran festhältst, sondern ergebnisorientiert oder nutzenorientiert abrechnest. Du musst dem Kunden klarmachen, dass durch KI deine Leistung schneller fertig ist, qualitativ hochwertiger, dass er weniger Aufwand hat mit dir und dem Ergebnis und dass du fast schon garantieren kannst, dass das Ergebnis entsteht. Wir haben ein Zeit-für-Geld-Mindset, weil sie kommen daher, dass sie sagen, du schaffst ja mit KI, also wird es doch billiger, weil du bist ja schneller fertig. Und ich darf nur allen zurufen und wir werden das in der nächsten KI-Strategieberater-Ausbildung, die jetzt am 8. September starten wird mit dem Kick-off, ihr werdet davon alle noch erfahren, spätestens nächste Woche, werden wir da ein Augenmerk darauf legen, wie wir nämlich in der Lage sind, bei uns als Berater ein anderes Mindset an den Tag zu legen, nämlich nicht mehr Zeit für Geld abzurechnen. Da habe ich schon immer, seit drei Jahren ist das meine Rede, dass, wenn du Zeit für Geld verkaufst durch KI, du das zehn- oder zwanzigfache an Kunden brauchst, wenn du daran festhältst, sondern ergebnisorientiert oder nutzenorientiert abrechnest. Du musst dem Kunden klarmachen, dass durch KI deine Leistung schneller fertig ist, qualitativ hochwertiger, dass er weniger Aufwand hat mit dir und dem Ergebnis und dass du fast schon garantieren kannst, dass das Ergebnis entsteht. Das sind die vier Hebel. Das war übrigens die Nutzenformel von Alex Formosy, zu dem ich jetzt mal wieder fahre, der hier in diesem Buch 100-Million-Dollar-Offers kann man mögen, muss man nicht. Also ihr müsst es nicht mögen, ich mag es, weil da geile Konzepte drin sind. In dem Buch hat er die Nutzenformel beschrieben, das ist jetzt schon, wann war das, 2020, 2021, irgendwann ist das Ding entstanden. Und ich habe mir das Kapitel mit der Nutzenformel, ich weiß nicht, ich habe mir das zehnmal angehört, zwanzigmal angehört, 2021 war es geschrieben, zwanzigmal angehört, weil das so geil ist. Und dann mit der KI vor drei Jahren so eminent war, dass der Nutzen deutlich steigt durch den Einsatz von KI. Vielleicht zeige ich das gleich nochmal, wie das Ganze zusammenhängt. Aber das, was wir hier sehen, ist, dass die Kunden Preisnachlässe wollen, weil ihr mit KI arbeitet. Sag mal, wo sind wir denn gelandet? Ja, so stärkere Orientierung am Kundennutzen, Value Pricing, ganz genau da macht man hin, Abrechnung nach Zeit verliert an Relevanz. Endlich steht es mal in der Studie, seit drei Jahren erzähle ich das hier. Ja, also und schon darüber hinaus. So, ein vermehrter Einsatz alternativer Preismodell. Geil, Thomas Brunner, und danke KI, dass du mir das hier so geil aufbereitet hast, noch zehn Minuten vorm KI-Café, mega. Ja, ich gucke mal, ob ich das euch irgendwie zur Verfügung stellen kann, weil das jetzt hier aktuell nur bei mir lokal, lokal zur Verfügung steht. Warte mal, ich mache das mal so, ich werde euch nämlich diese HTML-Datei, dann könnt ihr das nämlich, die werde ich mal hier reinposten in den Chat. Warteraum unterstützt keine Nachricht, wieso soll ich in den Warteraum was schreiben? So, hier rein, hier habt ihr die HTML-Datei, das bereitet das nochmal alles auf, könntet ihr euch unterladen. Genau, jetzt seht ihr hier meine, da mein Zeugs. So, Kernaussage, Vertraulichkeit bleibt die rote Linie. Gefragt nach den größten Nachteilen des KI-Einsatzes dominiert ein Thema, unabhängig von der Unternehmensgröße, Datenschutz und Vertraulichkeitsrisiken. Ganz genau typisches deutsches Dilemma. Aufwand für Qualitätssicherung von KI-Ergebnissen steigt. Risiko, fehlerhaft nicht nachvollziehbare Ergebnisse, Druck auf Honorare und Preisstrukturen und Kosten für Lizenzen und technische Infrastruktur steigen natürlich. Kernaussage Nummer 8, also 7 müsst ihr euch wirklich anschauen. Das ist das, wo es bitzelt, das ist das, wo es brennt, aus meiner Sicht, sowohl auf Kundenseite als auch bei uns. Kein Branchenrückgang, aber ein Kleinkundenproblem. Für die KI-Beratungsbranche insgesamt erwartet niemand einen sinkenden Bedarf durch KI. Die Ausnahmen sind Kleinstunternehmen als Kunden. Okay, warum auch immer, kann man später nochmal aufschauen. Die langfristige Wirkung von KI auf die gesamte Branche ist die Stimmung gespalten. Positiv, negativ und neutrale Auswirkung. Und ich glaube, da ist einfach ein gehöriges Maß Ahnungslosigkeit drin. Weil in ein bis zwei Jahren werden wir hier über ganz andere Themen sprechen. Werden wir über ganz andere Themen sprechen als über die heute, so wie es vor zwei Jahren auch schon der Fall gewesen ist. So, was das bedeutet? Die Ausführung verliert, Einordnung gewinnt. Also es geht weniger darum, was beim Kunden auszuführen, sondern es geht um die Einordnung. Das heißt, hier auch strategischer zu arbeiten. Da, wo KI-Recherche und Datenanalyse übernimmt, verschiebt sich das Honorar auf Bewertung, Priorisierung und die Verantwortung für die entsprechenden Empfehlungen. Also man wird mehr euch in die Verantwortung nehmen, wie ihr in der Lage seid, mit der KI auch solche Ergebnisse hervorzubringen und für das Ergebnis selber. Value-Pricing wird zur Notwendigkeit. Das müsst ihr verstehen. Das müsst ihr checken, wie Value-Pricing geht. Ich kann nur jedem ans Herz legen, ein Buch von Alan Weiss zu lesen, von den 50, die er geschrieben hat. Das ist der Godfather of Value-Based Pricing. Alan Weiss schreibt euch das auf. Der hat ein richtig geiles Buch geschrieben. Das findet man, glaube ich, nicht mehr. Ich habe es hier. Für die, die am 24.7. da sind, ihr dürft mal blättern. Ihr dürft es mal anfassen. Das heißt hier, How to write a proposal that's accepted every time. Macht euch davon einen Screenshot. Ich mache das mal so wie Steve Jobs. Mit meinem Gesicht, wenn er drauf ist. So. How to write a proposal that's accepted every time. Versucht, das noch zu kriegen. Das ist noch eins der Bücher, wo hinten eine CD drin ist. Hier wird genau beschrieben, wie ihr in der Lage seid, ein Angebot zu schreiben, was immer akzeptiert wird. Und zwar unter einer Maßgabe. Moin, Gerd. Unter einer Maßgabe, nämlich wertebasiert, value-based. Ihr nehmt den Nutzen in den Vordergrund. Und nicht eure Zeit und nicht das Ergebnis, sondern der Nutzen, der durch eure Leistung entsteht. Das ist das Buch, das ist die Bibel. Der Typ hat 50 andere Bücher geschrieben. Hier unten. So schreibt er sich. 50 Bücher geschrieben. Der Matthias Kolbuser ist sein Stadthalter hier in Europa oder in Deutschland. Er hat die Beraterbibel beschrieben. Ein Riesenschinken, 600 Seiten dick. Ich habe es nicht mehr gefunden. Ich habe die auch mal gekauft, aber ich glaube, die ist auf einem Haufen gelandet, den ich aussortiert habe, weil ich die nicht mehr rumschleppen wollte. Aber das ist eine andere Geschichte. Das ist das. Nehme ich gleich mit rein. Halt die Hand oben. Markus, deine Einschätzung ist mir ganz wichtig. Also value-based Pricing, das ist so eine Notwendigkeit. Tempo schlägt größer. Mittelgroße Häuser mit kurzen Entscheidungswegen behaupten sich aktuell besser als die Großen. So, ganz kurze Unterbrechung. Du hast vielleicht schon diese Podcast-Folge oder auch andere Podcast-Folgen von uns gehört. Vielleicht hast du uns auch im KI-Café kennengelernt. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, einfach tiefer einzusteigen in die Welt der KI, es ernst zu meinen oder auch den nächsten Schritt zu gehen und dann vielleicht mit uns, mit einer der führenden Plattformen und Communities für angewandte KI-Transformationen zusammenzuarbeiten. Und dann kannst du dir einen Termin buchen unter www.curtin-institut.com slash Termin und dann können wir über dein Anliegen, deine Herausforderungen, deine Ziele sprechen und wie wir oder die KI unterstützen und wir freuen dich an dieser Stelle, dich kennenzulernen bzw. weiter zu begleiten. Und jetzt geht's weiter mit dem Podcast. Wenn ihr das mal runterbrecht, wer behauptet sich wirklich, wenn ihr mal einen Auftrag bekommt in diese Richtung? Nämlich die Kleinen. Ihr seid noch viel schneller. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell wir hier unseren Laden disruptieren. Da können die manchmal gar nicht schnell genug gucken, Thorsten. Da ist zack, ist schon wieder was Neues am Start, ganz genau, ist wieder was Neues am Start und das natürlich auch in Richtung der Kunden und der Vermarktungsrückstand ist die größte offene Flanke. 78 Prozent der Beratungen setzen KI zwar selbst ein, bieten aber keine eigene KI-Leistung an, obwohl Kunden das Thema längst in Preisverhandlungen mit einbringen. Das ist das, wo ihr euch alle hin entwickeln müsst, um am Markt noch eine Relevanz zu haben oder wieder eine größere Relevanz zu bekommen. Untertitel von Stephanie Geiges