
KI-Beratung in der Praxis: Warum du nur so schnell bist wie das langsamste Glied
** KI-Beratung in der Praxis: Warum du nur so schnell bist wie das langsamste Glied
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Wer KI in Unternehmen einführt, stößt früher oder später auf eine Wahrheit, die sich anfühlt wie eine Betonwand: Nicht das Modell, nicht der Prototyp, nicht das Wissen bremst dich, sondern Menschen, Strukturen und Entscheidungen auf dem Weg dorthin.
Torsten Koerting auf LinkedIn: LinkedIn - https://www.linkedin.com/in/torstenkoerting/
Drei Bremsklötze, die du kennen musst In der KI-Strategieberatung gibt es eine typische Abfolge von Widerständen. Zuerst warten viele Berater monatelang darauf, dass Entscheider überhaupt grünes Licht geben, obwohl Technologien wie Microsoft Copilot längst ausgerollt sind, aber niemand sie nutzt. Dann folgt die zweite Hürde: die Beharrlichkeit von Mitarbeitenden, die ihr Verhalten schlicht nicht ändern wollen. Am Ende kommen häufig externe Systempartner, die mit Pflichtenheft, Lastenheft und Testteam die gesamte Dynamik wieder auf Schritttempo bringen. Der 35 Jahre alte Trick, der KI-Demos unschlagbar macht Torsten teilt in dieser Episode einen Entwickler-Hack aus einer IBM-OS/2-Konferenz in Colorado, der heute direkt auf KI-Prototypen übertragbar ist: Antizipiere den nächsten Klick des Nutzers und starte den API-Aufruf im Hintergrund, bevor die Person überhaupt auf den Knopf drückt. Das Ergebnis wirkt gefaked, weil die komplexeste Berechnung bereits fertig ist, wenn der Nutzer auf "Absenden" klickt. Tokens kosten Geld, werden aber stetig günstiger; die Wirkung auf potenzielle Kunden ist hingegen unbezahlbar. Was das für deine Beratungspraxis bedeutet Wenn du Unternehmen mit starken Prototypen begeisterst, erzeugst du Momentum und genau dieses Momentum wird an jeder Engstelle gebremst, die du nicht eingeplant hast. Als KI-Strategie-Berater ist deine Aufgabe nicht nur, Lösungen zu bauen, sondern auch die Bremsklötze im Voraus zu identifizieren und gezielt anzugehen. Wer das versteht, berät nicht nur technisch, sondern führt Veränderung. Fazit: Disruption braucht Geduld und Strategie Die Geschwindigkeit einer KI-Einführung wird nicht vom Modell bestimmt, sondern vom schwächsten Glied in der Kette. Wer das frühzeitig einplant, von der Entscheider-Ebene bis zum Dienstleister, ist nicht nur technisch stark, sondern strategisch souverän. Das ist der Unterschied zwischen einem Prototypen-Bauer und einem echten KI-Strategieberater.
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Das Transkript zum Nachlesen
Die Veränderung findet immer nur so schnell statt wie das langsamste Glied in der Kette. Habt ihr vielleicht irgendwie schon mal gehört. In einer Disruption wird genau das extrem sichtbar. Es wird sichtbar und auch richtig erlebbar, dass wir nur so schnell vorankommen wie das langsamste Glied. Am Anfang, das werdet ihr spüren, am Anfang, ich mach da nochmal neues Folie auf, am Anfang sind es die Entscheider. Die Entscheider, und das kann die Lehmschicht sein oder die, die wirklich was zu sagen haben, die Entscheider, die entscheiden, dass ihr kommt. Also, dass du derjenige bist, der mit neuen Gedanken und mit neuen Ansätzen ins Unternehmen kommst und das Unternehmen durch KI nach vorne bringst. Das ist die erste Blockade und der eine oder andere wird damit zu kämpfen haben, boah, wieso machen die nix? Ja, die haben jetzt Co-Pilot ausgerollt, aber keiner arbeitet damit. Ich könnte ihnen erklären, wie es geht. Du bist ständig an diesen Entscheidern dran, dass die endlich mal entscheiden, dass du kommen sollst. Das ist Schritt Nummer eins. Nummer zwei ist, dass du Lösungen implementierst und dann die Resistenz und die Veränderungs-, naja Beharrlichkeit, das ist genau das richtige Wort, das haben wir früher immer geprägt, die Beharrlichkeit von Mitarbeitern, von Mitarbeitern zu durchbrechen ist, also was heißt das? Das Verhalten zu verändern. So und das ist vielleicht nicht ganz der richtige zweite Punkt jetzt hier, aber das entsteht auch gerade Verhalten zu verändern. In unserer Welt, wenn wir hier sowas zeigen, ich weiß nicht, Michael Schmidt, wenn du noch dabei bist, du wirst das bestätigen, wenn wir das zeigen, was möglich ist, wir haben heute Mittag uns einen Prototypen angeguckt, den wir am Mittwochabend bei einem Fireside Chat, so nennen wir das erste Workshop Setting, wenn wir mit Corporate Kunden arbeiten, da zeigen wir immer einen Prototypen und dieser Prototyp, den wir uns heute Nachmittag angeguckt haben, der ist so krass, was das Antwortzeitverhalten angeht, also die Responsezeit, die ist nicht mehr im Millisekundenbereich, die ist instant, die ist sofort, das habt ihr noch nie erlebt, das habt ihr noch nie gesehen, dass wenn eine KI aufgerufen wird in irgendeinem Rechenzentrum, die arbeitet fünf Sekunden, zehn Sekunden, 20 Sekunden, 50 Sekunden, manchmal auch ein paar Minuten, ihr kennt das, wenn ihr mit Opus 4.8 irgendwie eine Frage stellt, wie wird das Wetter morgen, dann denkt die zwei Minuten nach, habt ihr alles schon gesehen und wir haben die Applikation, diesen Prototypen so gebaut, dass der eine Antwort sofort gibt bei Knopfdruck. Wie machen wir das? Das ist ein Hack, den habe ich vor 35 Jahren gelernt bei einer OS2 IBM, OS2 Entwicklerkonferenz in Keystone, Colorado. Da saß der Paul Giangara, einer der Top-Superentwickler zum damaligen Zeitpunkt, wie gesagt 35 Jahre her, vielleicht sind es auch nur 30 Jahre, also in den Bergen von Colorado, zweieinhalb Tausend Meter hoch, da sind die Japaner mit der Sauerstoffflasche lang gefahren, weil die nicht wussten, wie man atmet, wenn man auf zweieinhalb Tausend Meter ist und dort war die Entwicklerkonferenz mit ein paar Tausend Softwareentwicklern und ich bin da damals auch hingeflogen und habe mir das angeschaut und habe viel gelernt in der Woche und der Paul Giangara hat erzählt, wie du eine Anwendung entwickelst, die mehr oder weniger vorausdenkt und hört da genau zu, also für die, die solche Apps bauen und Kunden zeigen, Prototypen sind ein mega Hack, der sagt, du musst der KI, die Fähigkeit, also nicht der KI, der Anwendung, damals ja alles programmiert mit C, C++, objektorientierte Programmierung ist damals gerade aufgekommen, du musst die Anwendung so programmieren, dass sie vorausdenkt und den nächsten und den übernächsten Schritt des Users, also der, der vor dem Anwendung sitzt, antizipiert und voraussetzt. Das heißt, was heißt das für Prototypen? Also, oder was heißt das für die Anwendung? Die Anwendung geht auf, es gibt irgendeinen Dialog und du musst schon antizipieren, welchen Knopf drückt jetzt der Kunde und du musst diesen Schritt vorausnehmen, du musst den voraus berechnen, du machst vorher den Aufruf, damit das Ergebnis schneller da ist, weil was das heute KI an Zeit verbraten, haben damals die Algorithmen, haben damals die Programmierung, haben damals die Schnittstellen in irgendwelche Bestandssysteme genauso verbraten. Also, was haben die gemacht? Die haben das vorausgebaut und sie haben diese Aufrufe, die API-Aufrufe und die Schnittstellen-Aufrufe, haben die ausgeführt, immer dann, wenn sich irgendwas auf dieser Maske verändert hat, um das Ergebnis schon vorzuberechnen, damit das Antwortzeitverhalten dieser Anwendung schneller ist. Damals waren die gleichen Herausforderungen wie heute. Es braucht einfach zu lang zum Denken, bis das Ergebnis kommt und wir werden ruhig gestellt, indem man uns Ergebnisse so ausgibt, dass wir mitlesen können. Erlebt ihr heute alles bei ChattGPT, bei Claude und was weiß ich? Oder vor zwei, drei Jahren war es noch besser zu erkennen. Da konntest du mitlesen. Das hat uns die Zeit kurzweilig gemacht. So, ganz kurze Unterbrechung. Du kennst vielleicht noch nicht das KI-Café des Curtin-Instituts, eines der führenden Formate im deutschsprachigen Raum. Mit über 400 Teilnehmern kommen wir jede Woche Mittwoch von 8.30 Uhr bis um 10 Uhr zusammen und lassen uns inspirieren. Wir geben neue Impulse mit dazu. Wir haben spannende Anwendungsfälle, die wir live auf der Bühne lösen. Wir haben Experten mit am Start, die wir interviewen, die uns Einblicke hinter die Kulissen geben und vieles, vieles mehr und das in einer spannenden Community. Und du kannst kostenlos dabei sein. Melde dich gerne an unter curtin-institut.com slash ki-café und wir sehen uns nächste Woche Mittwoch um 8.30 Uhr. Bis dann. Was haben wir bei den Prototypen eingebaut? Wir haben so 10, 15 unabhängige Features, die wir in jeden Prototypen einbauen, weil sie prototypenunabhängig sind und jede Anwendung schneller und in der gesamten Usability besser machen. Und wir haben reingebaut, dass mit jeder Veränderung, die du vorne an der Maske machst, im Hintergrund das API zur KI aufgerufen wird. Was verbraucht das? Tokens. Ist egal, weil Tokens werden immer billiger. Man hat damals in meiner Entwicklungszeit, als ich Softwareentwickler war vor 30, 40 Jahren, hat man immer gesagt, kümmere dich nicht um die Schnelligkeit der Software, die du entwickelst, weil das machen die MIPSe für uns. So hat das mal mein Chef, Chef, Chef zu mir gesagt. Das machen die MIPSe für uns. Und MIPS war die Einheit, in der du die Rechenkapazität oder also die Rechenleistung, die Prozessorleistung, messbar gemacht hast. Ich glaube Million Intersections Per Second oder irgendwie, weil keine Ahnung, wie das hieß. Das machen die MIPSe für uns und, keine Ahnung, also machen die MIPSe für uns. Und das heißt, nach dem Murschen-Gesetz alle anderthalb Jahre wird die Rechenleistung, verdoppelt sich. Und wir haben das Doppelte an Rechenleistung zur Verfügung. Sprich, das, was heute eine Minute dauert, dauert in anderthalb Jahren nur noch eine halbe Sekunde, wenn wir rein mal die CPU, also den Rechenkern voraussetzen und nicht irgendwelche anderen Optimierungen. Das heißt, die Thematik war damals schon gleich und heute verbraucht es halt Tokens. Tokens werden billiger. Es gibt immer schnellere und bessere Modelle. Das heißt, man muss einfach nur das Modell tauschen, dann werden die Tokens schon billiger und das Modell wird schneller. Jedes Mal, wenn sich vorne auf der Eingabemaske was ändert, läuft hinten der Aufruf und der berechnet das Ergebnis vor. Wenn vorne sich was ändert, dann cancelt er den Aufruf, macht den neuen. So dass, wenn der Nutzer nachdenkt und guckt, jetzt habe ich das eingegeben, wo muss ich hier noch ein Häkchen setzen, wo muss ich da, bis der klickt, ist das Ergebnis im Hinter schon fertig. Und wir haben das heute gesehen, Michael, falls du hier bist oder Selina oder Thomas oder Philipp, wir haben das heute gesehen. Das sieht total gefakt aus. Das glaubst du nicht. Wir zeigen es euch gleich nächste Woche. Das sieht total gefakt aus. Warum? Weil du drückst auf den Knopf und im Hintergrund sind schon die komplexesten Berechnungen zu Preismodellen, zu Angebotsstrukturen, zu Auswahlprozessen, sind alle schon passiert, wo du normalerweise 15, 20 Sekunden warten müsstest, ist schon passiert und zack, ist da. Und das heißt, wenn du sowas baust, wenn du sowas machst, so war ich ja eigentlich stehen geblieben, dann wollen das Kunden haben. Jetzt ist die Frage, wenn so ein Prototyp entsteht und die sagen, ist das geil, das hat bei uns früher nie möglich, wann können wir das haben? Du sagst, naja, wir können morgen die Lego-Platte bei euch in die IT-Infrastruktur reinrollen. Dann sagt auch auf einmal der IT-Leiter, ne, bei mir in die Infrastruktur, da kommt keiner ran. Das müssen sie mal genau erklären. Da brauchen wir jetzt ein Pflichtenheft, Lastenheft, wir brauchen hier die Policy-Überprüfung, da müssen wir was, da müssen wir Datenschutzbeauftragten holen. Auf einmal wird der gesamte Prozess langsam. Oder du vergibst das an ein Systemhaus. Du sagst, also Curtin, super, wie ihr das gemacht habt, richtig geil, mega, aber wir haben hier einen Systempartner, dem wollen wir das gerne übertragen. Lassen wir den mal die Anwendung entwickeln. Dann kommt der Systempartner, naja, so schnell geht das auch nicht. Da brauchen wir natürlich ein paar Manntage, wir brauchen einen Projektleiter, wir brauchen das Pflichtenheft, Lastenheft, wir müssen natürlich auch testen, brauchen wir ein Testteam. Viele leben ja noch in dieser alten Welt. Also ist es da auch wieder langsam. Wenn du jetzt den Durchbruch hast und du sagst, du hast es jetzt technisch implementiert, dann kommen die nächsten Herausforderungen. Ja, da sind die Mitarbeiter, die sagen, nee, das nutze ich nicht, weil das nicht meins, mein Arbeitsplatz geht verloren. Und du merkst richtig, dass diese Disruption, die Dynamik, die ihr auch alle in der Lage seid aufzubauen, im Rahmen eurer Beratungsleistungen bei den Kunden, beziehungsweise dort, wo und wie ihr arbeitet, dass ihr aufpassen dürft, dass hier zwischen bei der Disruption und auch bei der Revolution ihr nur so schnell seid, wie das schwächste oder das langsamste Glied in der gesamten Kette. Und das ist früher zwar auch schon sichtbar geworden, aber nicht in dieser Form, weil egal an welche Schwelle ihr kommt, ob das der Entscheider ist, ob das die Resilienz oder die Beharrlichkeit der Mitarbeiter ist, ob es Dienstleister sind, natürlich sind das ja auch Mitarbeiter in einer gewissen Form, Dienstleister sind, die auf einmal die Disruption weiter vorantreiben dürfen oder wer auch immer da in der Kette ist, irgendeine Einzelperson, irgendeiner, der da den Riegel vorschiebt will, aus welchen Gründen auch immer. Das fühlt sich an, wie wenn du mit 200 gegen eine Betonwand fährst, die sich keinen Millimeter bewegt. So wird die gesamte Dynamik, die ihr dort mit reingebracht habt, mit euren Prototypen, mit eurer Wissenskompetenz, mit eurer gesamten Begleitung, die ihr macht und dann kommt einer und sagt, da müssen wir jetzt erst mal, das müssen wir ganz anders machen, das haben wir hier ganz anders gemacht, nicht so wie sie sage jetzt gerade. Und dann fährst du mit einer Brachialität in diesen Rambock hinein und dann wird, weil sich das so anfühlt, weil du mit so einer hohen Geschwindigkeit unterwegs bist und das zu antizipieren, das vorauszusehen, das ist das, worauf es jetzt bei euch auch bei solchen Beratungsleistungen, wenn ihr sie macht und sowas dem Kunden anbietet und auch vermittelt, dürft ihr darauf entsprechend achten.