
Die taktische KI-Ebene: KISB Launch - Folge 04
Die taktische KI-Ebene: Wie aus Analyse umsetzbare Anwendungsfälle werden
Nachdem wir uns mit der operativen Ebene beschäftigt haben, wird jetzt klar, warum sie allein nicht reicht. Wenn du KI nicht nur einsetzen, sondern sinnvoll nutzen willst, brauchst du eine Ebene dazwischen. Die taktische Ebene ist genau der Ort, an dem entschieden wird, was wirklich umgesetzt werden soll. Hier entsteht Klarheit darüber, welche Themen Substanz haben und welche reine Beschäftigungstherapie sind.
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Prozesse, Produkte und Kundenerlebnisse gezielt analysieren Auf der taktischen Ebene geht es darum, systematisch hinzuschauen. Drei Perspektiven sind dabei besonders wirkungsvoll: Prozesse, Produkte beziehungsweise Dienstleistungen und Kundenerlebnisse. In Prozessen erkennst du Engpässe, Wiederholungen und Reibungsverluste. Bei Produkten und Services prüfst du Nutzen, Wertversprechen und Wirtschaftlichkeit. In der Customer Journey wird sichtbar, wo Vertrauen entsteht – oder unnötig verspielt wird. Diese Analysen sind kein Selbstzweck. Sie schaffen ein gemeinsames Verständnis und legen offen, wo echter Handlungsbedarf besteht. Erst wenn klar ist, was heute gut läuft und was nicht, kann KI sinnvoll unterstützen. Vom Chaos zur Klarheit: Anwendungsfälle richtig ableiten Aus der Analyse entsteht zunächst Vielfalt. Ideen, Möglichkeiten und potenzielle Anwendungsfälle schießen gleichzeitig hoch. Genau das ist normal. Entscheidend ist, wie du damit umgehst. Ein sauber formulierter Anwendungsfall folgt einem einfachen Kern: Welches Problem soll gelöst werden, welchen Nutzen soll es bringen und welches Ergebnis wird erwartet? Anschließend braucht es Bewertung und Entscheidung. Aufwand versus Nutzen, Komplexität versus Wirkung. Nicht jeder Anwendungsfall ist sofort umsetzbar, manche müssen zerlegt werden, andere bewusst warten. Taktische Arbeit heißt hier: priorisieren, strukturieren und vorbereiten… damit die operative Ebene später liefern kann. Fazit: Taktik entscheidet über Wirkung oder Spielerei Die taktische Ebene ist der Ort, an dem aus Ideen echte Vorhaben werden. Ohne sie bleibt KI entweder Theorie oder hektisches Ausprobieren. Mit ihr entsteht ein klarer Übergang von Analyse zu Entscheidung und von Entscheidung zu Umsetzung. Wenn du KI wirksam einsetzen willst, dann starte nicht beim Tool, sondern bei der taktischen Klarheit. Sie sorgt dafür, dass operative Umsetzung nicht zufällig passiert, sondern gezielt Wirkung entfaltet. Im nächsten Schritt wird genau dieser Rahmen strategisch abgesichert, denn ohne Leitplanken verliert auch die beste Taktik ihre Richtung.
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Das Transkript zum Nachlesen
So, willkommen zurück. Thorsten hier. Nächste Folge. Und in dieser Folge geht es um die taktische Ebene und wie du in der Lage bist, die Themen zu identifizieren, die dann auf der operativen Ebene umgesetzt werden. Denn wir haben ja bei der operativen Ebene angefangen. Warum auch immer. Wir haben bei der operativen Ebene angefangen und dafür gab es Gründe. Und bei dieser operativen Ebene die Realisierung stattfindet unter Berücksichtigung aller flankierenden Aspekte und Elemente. Ob das jetzt Kultur, Ethik oder Veränderung ist. Ob es die rechtlichen, die Datenschutz und auch die Compliance Herangehensweisen oder Anforderungen sind. Aber auf der taktischen Ebene, da hits the rubber the road, wenn es um die Themen geht, die es umzusetzen gilt. Und ich habe es eben schon mal angekündigt. Wenn wir da jetzt mal drauf schauen, haben wir auf der taktischen Ebene drei verschiedene Aspekte. Wir haben zum einen die Prozesse. Vielleicht kennst du das. Marketingprozesse, vielleicht gibt es Vertriebsprozesse, vielleicht irgendwelche Back-Office-Operations-Prozesse, also da wo Leistung geliefert wird. Und diese Prozesse gilt es vielleicht zu analysieren. Vielleicht gibt es in diesen Prozessen Schwachstellen. Vielleicht gibt es in diesen Prozessen auch Chancen der Verbesserung. Vielleicht gibt es in diesen Prozessen auch Herausforderungen, denen es zu begegnen gibt. Vielleicht gibt es Schwächen, die auszumerzen sind. Oder vielleicht gibt es Stärken, die man weiter hervorholen kann. Du weißt schon, in welche Richtung das geht. Vielleicht in eine Betrachtung, die genau das hervorholen. Nämlich eine SWOT-Analyse könnte dabei helfen, aber das ist jetzt schon zu zu detailliert. Aber wir gucken mal rein, denn diese Prozesse ist nur ein Aspekt, den wir betrachten können. Wir haben hier vielleicht eine Prozess-Swimlane. Dann gibt es hier so ein paar Richtungen, in die das Ganze dann geht. Und am Ende haben wir dann hoffentlich ein Ergebnis, was den Anforderungen entspricht. Und bei dieser Prozess-Analyse sind wir in der Lage, zu reflektieren, was ist denn gut in diesen Prozessen. Was läuft gut? Was ist das, was vielleicht eine Herausforderung ist, um das mal so zu beschreiben. Und dann geht man so prozessweise durch und guckt, hier ist was, da ist was, da ist was, da ist was, hier ist was, da ist was. Oder eben auch die positiven Aspekte, die hervorgehoben werden dürfen, die es vielleicht zu verstärken gilt. Also eine Prozessbetrachtung. Das gleiche kann ich durchführen auf der Produkt- und Dienstleistungsebene. Denn dort haben wir Produkte oder Dienstleistungen, die bestimmten Preiskosten, die ein Ergebnis hervorrufen, die einen Nutzen bringen, die ein bestimmtes Werteversprechen haben. Und auch diese Produkte und Dienstleistungen kann man entsprechend reflektieren, so wie wir das hier auch schon für die Prozesse gemacht haben. Und dann kennst du gleich das Konzept der Kundenerlebnisse oder wie man im Englischen sagt, die Customer Journey. Auch dort lässt sich sehr gut auftragen, welche Reise erlebt der Kunde mit uns. Was ist das, wo wir gute Erlebnisse schaffen oder weniger gute? Ja, wenn ich mir überlege, ein Kunde kauft bei uns, wie ist der Prozess, dass er gleich danach informiert wird? Bisher war es so, ja, dann denkst du dir, alter, alles klar. Ja, bisher war es so, du hast gekauft, KI Masterclass, hast einmalig bezahlt, hast inklusive Mehrwertsteuer über 5000 Euro ausgegeben und dann kriegst du keine Benachrichtigung. Das, was du kriegst, ist das abgezogene Geld auf deiner Kreditkarte oder auf deinem Konto. Und was du kriegst, ist eine Rechnung. So, und dann, wenn du an einem Freitagnachmittag gekauft hast, bekommst du auf einmal Montagfrüh von einem unserer Mitarbeiter oder Mitarbeiterin bekommst du eine E-Mail, sagt, hey, danke, großartig, übrigens dein Onboarding ist heute um 12. Und dann so, hä? Drei Tage höre ich nichts von euch und jetzt ist in zwei Stunden mein Onboarding, Curtin, alles klar, Curtin Institut. Also dürfen wir da einen Prozess etablieren, der sofort nach dem Kauf nochmal eine kleine Kampagne startet, vielleicht eine Willkommens-E-Mail, vielleicht auch mit einem Video, was automatisch generiert ist, wo ich sage, du, sorry, wir sind gerade alle unterwegs für Kunden oder im Wochenende oder an anderer Stelle. Und ich möchte trotzdem, liebe Lisa, wenn wir sie mal so nennen, liebe Lisa, die neue Kundin, eine Willkommensgruß und eine Willkommensbotschaft. Danke, dass du das Vertrauen uns schenkst. Danke, dass du dir dieses Produkt zugänglich machst. Du wirst möglicherweise Anfang nächster Woche in den nächsten 24 Stunden oder am nächsten Werktag, wirst du was von uns hören und wir werden dich dann begrüßen. Hab dafür Verständnis. Und hier kriegst du schon mal alle Informationen. Und übrigens, wir haben dich auch in die Akademie schon eingeladen. Du kannst dich schon mal umtun. Du bist auch schon Teil der WhatsApp-Gruppe. Da haben wir dich auch schon eingeladen. Und somit bist du in der Lage, diesen Prozess zu optimieren. Und jetzt bist du hier unten am Prozess, hast das rausgefunden und das Kundenerlebnis betrachtet und bist jetzt in der Lage, Anwendungsfälle zu identifizieren. Und das, was hier nach passiert oder passieren darf, ist, dass hier unterschiedliche Schritte abfolgen. Zumindest in unserer Welt. Und diese Schritte, die dazu führen, dass du hier am Schluss einen Anwendungsfall hast, der ausgestaltet ist. Also einer, für den man sich seitens des Unternehmens oder seitens von euch ausgestaltet ist. Also ein Anwendungsfall, der dann realisiert werden kann, um dann auf der entsprechenden taktischen Ebene dann rauszugehen und operative Ebene hineinzuführen. Und diesen Prozess, den wollen wir uns jetzt noch mal genau anschauen, damit du in der Lage bist, das vielleicht auch auf dich zu übertragen und möglicherweise noch besser zu verstehen, was da notwendig ist. Denn hier passiert, nachdem wir solche oder wenn wir solche Analysen machen, passiert, wir nennen das so in der Fachbesprache, so eine Divergence-Phase. Also etwas, was auffächert, wo Möglichkeiten entstehen, wo vielleicht auch vielleicht ein bisschen Chaos herrscht. Also im ersten Schritt, damit wir das hier überhaupt machen dürfen, brauchen wir einen dokumentierten Prozess. Das heißt, wenn du einen Prozess betrachten möchtest oder ein Produkt oder eine Dienstleistung oder, was hatten wir noch, die Kundenerlebnisse, dann darfst du das dokumentieren. Du darfst alle, mit denen du das erarbeitest, all diejenigen, darfst du an ein Blatt Papier bringen, damit alle vom Gleichen sprechen. Dafür entweder nimmst du eine bestehende Dokumentation und man schaut da drauf, gewinnt ein gemeinsames Verständnis oder du erarbeitest das gemeinsam mit einem Team. Und wenn du das hast und diesen Prozess dokumentiert hast, dann bist du in der Lage, diesen zu analysieren. Und analysieren, wir haben jetzt hier schon ein Beispiel gebracht, das wäre die berühmt-berüchtigte SWOT. Es gibt aber auch noch andere Herangehensweisen, die dich in die Lage versetzen, ein Produkt, ein Prozess oder Kundenerlebnisse oder ein Teil davon, also gehst halt ein bisschen tiefer, diesen zu reflektieren, zu betrachten und damit zu analysieren. Und wenn man so analysiert, dann passiert schon häufig das, dass da auf einmal Anwendungsfälle entstehen. Und in unserer Welt, wenn wir Anwendungsfälle dokumentieren, dann bringen wir das häufig auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ich will damit. Also wenn wir mal bei LinkedIn, das hatten wir schon mal als Beispiel, das ist jetzt so ein Mini-Knitz, Klein-Knötz. Ich will auf LinkedIn sichtbarer werden und eine gewisse Beitragskadenz erreichen, damit meine Autorität wächst, damit ich mehr Follower gewinne und möglicherweise häufiger Anfragen bekomme. Ich will damit. Ich will Ergebnis damit nutzen oder ich will Problem lösen, Bedürfnis befriedigen, Komma, damit Ergebnis, damit nutzen. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner eines Anwendungsfalls. Also wenn du da draußen Strukturen siehst, wie man KI-Anwendungsfälle oder Anwendungsfälle im Grundsätzlichen dokumentiert und betrachtet, ist das der kleinste gemeinsame Nenner. Das ist so diese erste Näherung. Und wenn du die erste Näherung hinter dir hast, dann bist du in der Lage, diese Anwendungsfälle, die entstanden sind, zu bewerten. Weil ich darf dir versprechen, es ist nicht nur ein Anwendungsfall, der daraus kommt, sondern mehrere. Also das heißt, du darfst vielleicht nach Aufwand und nach Nutzen entscheiden, welche Anwendungsfälle umzusetzen sind. Welche Anwendungsfälle sind vielleicht zu groß, um sie gleich in die Realität werden zu lassen. Wenn du den Everest besteigen willst, musst du erstmal nach Kathmandu fliegen. Dann musst du ins Basecamp. Vielleicht läufst du dafür zwei Wochen. Und dann bist du 53 Tage am Berg. Ich kenne einige, die oben waren oder auch mehrfach oben gewesen sind. Habe sie schon interviewt in unserem Podcast. Dann darfst du da Camp für Camp rauf. Und du machst zwei Schritte vor, machst einen wieder zurück. Manchmal auch mehrere Schritte zurück. Du gehst auch manchmal wieder nach Kathmandu. Lässt sich da hinfliegen, also die, die es ein bisschen ernster meinen. Die lassen sich wieder hinfliegen, um das mit den roten und weißen Blutkörperchen und dem ganzen Gedöns wieder auf die Reihe zu kriegen, mal richtig stark zu werden. Dann gehen sie wieder zurück ins Basecamp. Und dann geht es rauf. Und die sind 53 Tage am Berg. Und nach zwei Tagen, wenn sie oben den Gipfelsturm gemacht haben und vielleicht auch überlebt haben, dann hoffentlich, dann sind die in zwei Tagen wieder an ihrem Ursprungsort in Amerika, in Deutschland, in Kanada, wo immer sie hergekommen sind. So, und ein Anwendungsfall kann ja ein Everest sein. Wenn du deine Social-Media-Strategie auf Autopilot stellen willst, ist das für viele der Everest. Manche brauchen überhaupt erstmal Klarheit über ihre eigene Positionierung. Erstmal ein Verständnis dafür, was sie überhaupt, was sie überhaupt da nach außen bringen wollen. Und bei selbstständigen Unternehmern und bei Unternehmen und dort in den Abteilungen, in den Bereichen ist das noch viel krasser. Du musst die erstmal überhaupt da hinführen, aus ihrem Hamsterrad raus, in das Bewusstsein dessen, was sie überhaupt gerade, was gerade bei ihnen dran ist und auf welche Perspektive sie sich vielleicht ausrichten sollten. So, und dafür braucht es diese Bewertung hier. Ja, die Bewertung von Anwendungsfällen. Und der nächste Schritt ist dann, wenn du sie bewertet hast, du merkst, da hinten geht das schon wieder so ein Stück weit zurück, braucht es den Entscheid. Den Entscheid darüber, welchen Anwendungsfall du ausgestalten möchtest. Ja, und das jetzt wirklich mal eine ganz einfache Perspektive oder Variante, nämlich den Prozess zu dokumentieren, dann in die Analyse oder das Produkt, die Dienstleistung oder das Kundenerlebnis zu analysieren, dann die Anwendungsfälle abzuleiten, die Anwendungsfälle zu bewerten, zu überprüfen, welcher ist dran, welchen muss ich vielleicht klein hacken, um dann den Entscheid zu treffen und bei dem Entscheid dann zu überführen, welche weiter ausgestaltet werden. Du kennst das sicherlich, Entscheidungsvorlagen, Business Cases, diese dann zu erstellen, um dann ja auch den Investitionsentscheid herbeizuführen, in die Operative zu gehen und das Ganze Realität werden zu lassen. Und die Frage ist jetzt an dich, bei welchen Anwendungsfällen hast du schon Entscheidungen getroffen? Wo hast du vielleicht Unternehmen schon begleitet, Anwendungsfälle zu erkennen und sich für diese Anwendungsfälle zu entscheiden? Wie bist du dort vorgegangen? Was für Herausforderungen hast du dort erlebt? Denn ich darf dir sagen, der Teufel steckt auch hier im entsprechenden Detail, denn um diesen Prozess zu durchlaufen, darfst du in der Lage sein, und wir haben das hier schon beschrieben, darfst du in der Lage sein, zu moderieren. Du darfst in der Lage sein, diesen Prozess zu fazilitieren. Bevor wir dahin kommen, schauen wir erst mal auf die strategische Ebene, denn die strategische Ebene ist der Rahmen. Der strategische Ebene ist das, sind die Leitplanken, in denen wir uns bewegen. Die strategische Ebene ist das, was den Rahmen vorgibt, ein Stück weit, für die entsprechende taktische Ebene. Und entweder, weil es die bestehende Strategie ist, oder weil es eine ist, die du entwickelt hast. Und mit welchen Modellen du dort arbeiten kannst, wie das Ganze geht, da werden wir uns dann in dem nächsten Video beschäftigen. Aber jetzt erst mal hier, hau mal in die Tasten und lass mich mal teilhaben an deinen Erfahrungen, wie du Anwendungsfälle abgeleitet hast, Unternehmen begleitet und was du dort alles schon erlebt hast. In dem Sinne, wir sehen uns in einem der nächsten Videos. Der Thorsten, bis dahin. Ciao, ciao.