
KI-Regeln für deinen Chatbot: Was du ab 2026 beachten musst - mit Philipp Hacker
KI-Regeln für deinen Chatbot: Was du ab 2026 beachten musst
Was muss ich beachten, wenn ich einen Chatbot nutze oder selbst einen entwickle? Diese Frage wird in Zukunft immer wichtiger... nicht nur technisch, sondern auch rechtlich. Der AI Act bringt ab 2026 klare Pflichten mit sich. Manche betreffen die Anbieter, andere auch dich als Betreiber. In dieser Episode sprechen wir darüber, worauf du dich vorbereiten solltest, wie du Haftungsfallen vermeidest und was das alles mit Fake-Bildern von Kühen und portugiesischen Stränden zu tun hat.
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Anbieter vs. Betreiber: Wer muss was Der AI Act unterscheidet zwischen Pflichten für Anbieter (A) und Betreiber (B) von KI-Systemen. Als Anbieter musst du z. B. sicherstellen, dass klar erkennbar ist, dass Nutzer mit einer KI interagieren... und nicht mit einem Menschen. Die Illusion eines „menschlichen Daseins" muss aufgebrochen werden. Als Betreiber bist du zwar nicht direkt verpflichtet, kannst aber trotzdem haftbar gemacht werden. Empfehlung: Weise klar und sichtbar darauf hin, dass es sich um einen KI-gestützten Chatbot handelt z. B. mit einem Label wie „AI-Pod" oder „Powered by KI". Deepfakes im Marketing: Kennzeichnung ist Pflicht Besonders im Marketing lauert eine neue Herausforderung: KI-generierte Inhalte, die täuschend echt aussehen, sogenannte Deepfakes – müssen klar als solche gekennzeichnet werden. Und das gilt nicht nur für manipulierte Reden oder Fake-Promis. Auch ein KI-generiertes Bild deiner Wasserflasche am Strand fällt darunter. Ob du dich selbst oder ein Produkt zeigst: Sobald der Eindruck entsteht, es handle sich um eine reale Aufnahme, musst du es kennzeichnen z. B. mit einem Hinweis wie „KI-generiert" oder „Created with AI". Unsichtbare Wasserzeichen: Was ab 2026 auf dich zukommt Ab August 2026 müssen Anbieter von KI-Modellen zusätzlich sicherstellen, dass generierte Inhalte unsichtbar markiert sind... etwa durch Wasserzeichen im Bild selbst. Diese Markierungen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar, können aber von Behörden ausgelesen werden. Auch wenn du als Betreiber nicht direkt verpflichtet bist, solltest du ab diesem Zeitpunkt nur noch Modelle nutzen, die diese Kennzeichnung unterstützen. Das senkt dein rechtliches Risiko und zeigt, dass du verantwortungsvoll mit KI umgehst. Fazit: Jetzt handeln statt später haften Auch wenn viele der kommenden Pflichten erst ab 2026 greifen: Es lohnt sich, jetzt schon auf der sicheren Seite zu sein. Weise transparent auf KI-Einsatz hin, vermeide täuschende Inhalte und achte bei der Modellauswahl auf technische Kennzeichnungsmöglichkeiten. So schützt du nicht nur dich, sondern auch deine Kunden und deine Marke.
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Das Transkript zum Nachlesen
Es ist eigentlich alles, was täuschend echt wirkt. Immer dann, wenn ein Ereignis, ein Gebäude, eine spezifische Landschaft vorgekaukelt wird, so als ob die echt authentisch wäre, es aber nicht ist, dann haben wir schon ein Deepfake. Das muss ich denn berücksichtigen, wenn ich ein Chatbot mache, wenn ich den sozusagen einsetze. Und da werden wir sehen, es gibt in dem Artikel 50 unterschiedliche Pflichten. Manche richten sich an Anbieter, die sind hier mit A gelabelt und andere an Betreiber, die sind mit B gelabelt. Der Anbieter muss das Ding so programmieren, dass offengelegt wird, dass mit KI interagiert wird und nicht mit Menschen. Dass nicht die Oma denkt, die Mitarbeiterin hier, die ist aber im Dauereinsatz hier, 24-7. Diese Illusion des menschlichen Demos muss gebrochen werden. Eigentlich eine Anbieterpflicht, ich würde euch sehr empfehlen, das aber auch als Betreiber, selbst wenn der Anbieter es nicht gut gelöst hat, zu machen, damit ihr da einfach nicht in Probleme reinkommt und einfach AI-Power, Chatbot oder sowas da drauf zu schreiben. Ist ja auch nicht verkehrt, können die einen Leute ja wissen, dass da keine Idee dahintersteckt. Interessant ist, dass ihr als Betreiber, also auch wenn ihr es nur nutzt, auch gewisse Pflichten habt. Die Textproduktion, da habt ihr zum Glück kaum Pflichten. Also ihr müsst nicht labeln, wenn ihr KI für Textproduktion einlässt. Aber bei Deepfakes, die müsst ihr als solche kennzeichnen. Frage in die Runde, auch die Leute, die vor Ort sind und im Chat, was sind denn Deepfakes? Schwepper von Arnold Schwarzenegger mit unserem Gesicht. Genau, richtig. Tja, der Papst in der Bomberjacke und so diese Dinger, Papst mit meiner Stimme, genau, sehr gut. Worauf ich hinaus will, was uns einfällt typischerweise, sind immer Sachen mit Menschen. Aber, hier Michaela, sehr gut, es ist eigentlich alles, was täuschend echt wirkt. Immer dann, wenn ein Ereignis, ein Gebäude, eine spezifische Landschaft vorgekaukelt wird, so als ob die echt authentisch wäre, es aber nicht ist, dann haben wir schon einen Deepfake. Und der muss als solches kennzeichnet werden. Das heißt, ganz wichtig im Marketing, wenn ich jetzt nicht, wenn ich Marketing für hier diese Wasserflasche, was ist das für eine Firma, Nava, die bei mir steht, ja, mache und ich sagen will, die ist jetzt auch von Portugal, wird die viel getrunken an der schönen portugiesischen Westküste, ich aber keine Lust habe, da extra hinzufliegen, ich hab da immer Lust hinzufliegen, aber ich will das vielleicht aus Kostengründen nicht machen oder aus ökologischen Gründen und die dort in den Strand rammen und dann ein Foto machen, sondern ich will einfach das generieren lassen, mir so die portugiesische Westküste, den Strand von, beispielsweise von Arrifana, ja, dann ist das ein Deepfake und muss als solches kennzeichnet werden. Es kommt also sehr viel aufs Marketing zu. Da wird es sicherlich auch noch Richtlinien geben, die vielleicht bestimmte Sachen wieder ausnimmt, aber momentan ist die Rechtslage so, dass man sagen muss, auch im Marketingbereich, alles was da sozusagen täuschend echt ist, jedes nachgeahmte Bild, genau, ist ein Deepfake und muss als solches kennzeichnet werden, also im Sinne von, muss da oben so was klein stehen, KI generiert, ja, zum Beispiel, oder made by AI oder sowas. Seht ihr manchmal jetzt auch schon und das macht meiner Ansicht nach auch Sinn, die grundlegende Idee ist ja, dass wir sozusagen nicht überflutet werden von Fake-Content, dass das entsprechend gelabelt wird. Jetzt wird man sagen, naja, also welcher russische Trollpack denn tatsächlich da KI generiert drauf, ne, die lachen sich doch da ins Fäustchen. Ja, ist richtig, aber man wird halt nie alle erwischen, aber es ist schon mal ganz gut, wenn man ein paar erwischt und wenn man dann am Ende das nachweisen kann, das ist so ein bisschen wie bei Erke Pony, der dann halt wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde, dann kann man wenigstens sagen, ihr habt ja ein Erekt hier gebrochen und kann die ordentlich mit Bußgeldern belegen, genau, Social-Media-Plattformen zum Teil auch, Bilder von dir selber auch, das ist völlig egal, ob es man selber ist oder andere, ja, muss man alles, muss man labeln, es soll ja eben gerade nicht der Eindruck entstehen, das sei ein reales Bild, wenn es gar nicht real ist. Noch eine ganz kurze Unterbrechung mit einem wichtigen Hinweis. Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, es ist ein Tool und dieses Tool setzen wir häufig ein für die Symptombehandlung. Das heißt, du hast vielleicht ein konkretes Problem im Marketing, im Vertrieb oder wie du deine Leistung lieferst und glaubst, dass die künstliche Intelligenz damit dein Problem löst. Nur häufig sitzt das Problem deutlich tiefer und das sind die Ursachen und da kann dir möglicherweise eine KI nicht helfen, sondern möglicherweise wir und auch unser Inner Circle. Der Inner Circle ist ein intensives Menti-Programm über ein Jahr hinweg, wo wir den gestandenen selbstständigen Unternehmern Licht ans Fahrrad machen, wie sie ihr Marketing, Vertrieb und auch die Leistungserbringung deutlich optimieren und das mit ganz klassischen Ansätzen, die dazu führen, dass du wachsen kannst, dass du deinen Freiraum erweiterst und möglicherweise und das ganz sicher deine Umsätze deutlich erhöhst, als auch die Gewinne, die damit verbunden sind. Und wenn du darüber etwas erfahren möchtest, Interesse hast, da einzusteigen, dann buch dir gerne einen Termin unter www.d-kirtings.com. Unverbindliches Gespräch, wir schauen mal, ob das Ganze für dich stimmig und passend ist und ob wir die Richtigen sind für dich. Und wenn du dafür Mut hast und Lust hast, mit Birgit oder mir zu sprechen, dann buch dir einen Termin www.d-kirtings.com. Und jetzt weiter mit der Folge. Danke dir. Jetzt kommt das Letzte noch. Labeling der Inhalte. Was ist das denn jetzt? So, da geht es um Wasserzeichen. Da geht es also nicht darum, dass so ein Sticker drauf gepackt wird, wo gut lesbar draufsteht, KI ist generiert, sondern geht es um Wasserzeichen. Also viel kleinere Möglichkeiten, KI generierten Content als solchen sichtbar zu machen. Das ist eine Pflicht für Anbieter. Jetzt habe ich hier euch mal diese schöne Kuh mitgebracht und ihr könnt euch jetzt mal überlegen, diese Kuh, hier, die hat eine linke und eine rechte Seite, dieses Bild, vor dem wunderschönen Motron. Das ist alles KI generiert, aber nur eine Seite, links oder rechts, ist mit einem Watermark versehen. Jetzt guckt mal genau hin. Würdet ihr sagen, ist die linke oder rechte Seite? Im Chat bitte mal abstimmen bei drei und ihr vorne könnt sozusagen die Hand heben, wenn ihr denkt, es ist die linke Seite und wenn ihr denkt, es ist die rechte, dann hebt ihr nicht die Hand. Alles klar? Also, bei drei. Eins, zwei, drei. Im Chat bitte einmal los, links oder rechts. Ähm, und, ähm, da gibt es die Ersten, die... Hier gibt es viel Zweifel, viel Zweifel in der Gesichtsausgabe. Sieht man nicht, die haben wohl nicht richtig hingeguckt hier. Ähm, okay, sehr gut. Manche sehen keins. Jetzt muss man sagen, die linke Seite, die ist KI generiert, aber in der Tat, manche hatten schon recht, haben es schon angemerkt, man sieht es in der Tat nicht. Insofern ein bisschen gemein. Die Frage, man kann es nicht sehen, denn, das ist der Witz an diesem Watermarking, rechts wegen der Schatten, auch lustig, aber Schatten sind auch links, es ist eben nicht so ein fettes Kartoffelstempel-Label, wo man denkt, meine Oma, die macht das ja mit Photoshop wieder raus, sondern, das handelt sich um ganz feine Veränderungen nach bestimmten statistischen Mustern, man kann sich vorstellen, so jedes zehnte Pixel ist ein klein bisschen mehr in Richtung Blau verschoben, so einfach ist es natürlich nicht, und das ist etwas, was man nur mit einem Auslese-Algorithmus letztlich auslesen kann. Fragt man sich, wer macht denn sowas? Ja, das ist eben für Behörden, oder für, also für, sozusagen, Bisinforcement, oder für NGOs und andere, die dann da wirklich ein Interesse dran haben. Und dann auch solche Produkte, die eben nicht gelabelt werden, freiwillig, als KI generiert entlarven können, denn das ist eine Pflicht der Anbieter. Die müssen Modelle verwenden, oder rausbringen ab 2026, August, die gelabelt sind, also die FASA-Zeichen verwenden, sofern das technisch möglich ist, bei Bild und Video ist das möglich, und ihr umgekehrt, als Betreiber, würde ich immer sagen, nutzt bitte ab August 2026 Modelle, die gelabelt sind, es ist zwar keine spezifische Betreiberspflicht, aber die Gerichte können durchaus auf die Idee kommen, zu sagen, es gibt da eine Auswahlpflicht, ihr müsst dann schon, wenn es die Pflicht auf Anbieterseite gibt, müsst ihr schon Modelle nehmen, die das auch können, ihr könnt nicht sehenden Augens rechtswidrige Modelle nutzen, was heißt da sehenden Auges? Naja, ihr müsst eben gucken, das steht dann typischerweise in der Produktbeschreibung, dass das Modell in der Lage ist, zu labeln und Wasserzeichen zu verwenden, das wird ab 2026, würde ich denken, totaler Standard sein, weil der AI das eben verlackt. Untertitel der Amara.org-Community