
Von ahnungslos zu transformativ: Die sieben Räume im Umgang mit KI
Von ahnungslos zu transformativ: Die sieben Räume im Umgang mit KI
Künstliche Intelligenz ist längst fester Bestandteil unseres beruflichen Alltags – und verändert, wie wir arbeiten, entscheiden und Mehrwert schaffen. Doch nicht jeder reagiert gleich auf diese Entwicklung. Manche nutzen KI bereits produktiv, andere stecken noch in Ablehnung oder Schock. Entscheidend ist zu verstehen, in welchem „Raum" man selbst – und sein Umfeld – steht, um den nächsten Schritt bewusst zu gehen.
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Die klassischen vier Räume reichen nicht mehr aus Das bekannte Modell von Claes Janssen beschreibt Veränderung mit den Phasen Schock, Verneinung, Verwirrung und Akzeptanz. Für die rasanten Umbrüche durch KI ist das zu kurz gegriffen. Denn bevor Menschen überhaupt schockiert sein können, müssen sie erst mitbekommen, dass etwas passiert – und genau hier setzt der Raum der Ahnungslosigkeit an. Umgekehrt reicht Akzeptanz nicht aus, um KI gewinnbringend zu nutzen. Deshalb gehören zwei weitere Räume dazu: Integration und Transformation. Die sieben Räume der KI-Nutzung In der erweiterten Sichtweise verläuft der Weg so: Ahnungslosigkeit, Schock, Verneinung, Verwirrung, Akzeptanz, Integration und Transformation. Erst in den letzten beiden Phasen beginnt die echte Wertschöpfung: KI wird im Tagesgeschäft erprobt, optimiert und bewusst in zentrale Geschäftsprozesse eingebettet. Das Qualitätsbewusstsein wächst – und damit die Fähigkeit, Fehler und „Halluzinationen" der KI zu erkennen und zu korrigieren. Den eigenen Standort kennen – und andere mitnehmen Wer weiß, in welchem Raum er selbst steht, kann gezielt voranschreiten. Noch wichtiger: Das Verständnis für die Position der Kunden, Kollegen oder Mitarbeiter. Wer im Schock oder in der Verneinung steckt, braucht Orientierung, nicht komplexe KI-Strategien. Erst ab der Verwirrung sind Menschen aufnahmebereit für konstruktive Auseinandersetzung und konkrete Anwendungsideen. Fazit: Der Weg zur transformativen Nutzung KI ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein strategisches Werkzeug. Der Schritt von Integration zu Transformation entscheidet darüber, ob sie ein nettes Hilfsmittel oder ein echter Wettbewerbsvorteil wird. Wer den eigenen Standort kennt und gezielt Räume durchläuft, kann KI nicht nur produktiv, sondern auch qualitativ hochwertig einsetzen – und so die Chancen dieser Technologie voll ausschöpfen.
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Das Transkript zum Nachlesen
Ahnungslöse müsst ihr erst mal zeigen, was das alles ist und was da alles passiert. Denen im Schock müsst ihr Ängste nehmen, Herausforderungen adressieren. Ihr müsst ihr noch mal zeigen, was damit möglich ist, was ihnen, die im Raum des Schocks sind, helfen kann. Denen in der Verneinung, die brauchen noch ein bisschen Zeit, die brauchen noch ein bisschen Einordnung, die brauchen noch ein bisschen Sensibilisierung. Und das ist unsere Halle Aufgabe. Die KI, die mittlerweile seit circa zwei Jahren in unserem Feld ist, in unser aller Feld, für die einen kürzer, für die anderen länger, und hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie wir agieren. Das sind wir als Menschen da im Zentrum. Und die KI hat Einfluss auf uns und auf unser Wirken. Gehen wir mal in die Bereiche der Selbstständigen und Unternehmer hinein. Dort ist die KI, viele sagen, ja, wir sind jetzt irgendwie produktiver geworden. Also Produktivität ist ein Wort. Auch man könnte sagen, Effizienz ist das andere. Und ich schreibe das hier richtig. Effizienz ist das andere. Dann natürlich auch die Qualität, wenn man die KI, speziell wenn der Mensch zum Zuge kommt, wird die Qualität dessen, was wir hervorbringen durch die künstliche Intelligenz, sicherlich deutlich besser. Und sicherlich hat jeder Einzelne hier auch noch verschiedene andere Bereiche, die auf ihn einwirken als Selbstständiger, als Unternehmer, aber natürlich auch auf die Angestellten. Da haben wir hier auch schon sehr ausführlich darüber gesprochen, dass für die Angestellten auch ein maßgeblicher Einfluss herrscht, entweder weil die Unternehmen sich in diese Richtung hinbewegen oder eben nicht. Und ich rede speziell von den Angestellten, die mittlerweile in den Räumen der Veränderung, die wir hier auch immer wieder mit einbringen, sich schon weiterentwickelt haben. Was sind die Räume der Veränderung? Vielleicht kurz zur Erinnerung. Wir kennen Klaas Jansen und Klaas Jansen hat die vier Räume der Veränderung mal hervorgebracht. Das ist so 50 Jahre her oder es ist aus den 50er Jahren. Und das wird immer von Beratern, zu denen wir ja auch gehören, immer wieder zu Rate gezogen. Nämlich diese vier Räume der Veränderung. Dann, wenn eine Veränderung in einem Unternehmen auf Mitarbeiter trifft, dann haben wir die Mitarbeiter, die erst mal im Schock sind. Ich schreibe das vielleicht mal aus, dann könnt ihr das mitschreiben, im Schock sind. Und erst mal überlegen, ach du lieber Gott, was passiert denn da jetzt mit mir, wenn irgendwelche Mitarbeiter entlassen oder eine große Umstrukturierung findet statt? Ja, dann sind sie im Schock. Nach dem Schock kommt der Raum der Verneinung. Ja, wir gehen in die Ablehnung. Wir sagen, das kann doch nicht sein. Es hat doch nichts mit mir zu tun. Das kann doch nicht sein, dass sie das jetzt so implementieren. Und wieso muss das Werk geschlossen werden? Wieso wird der Vorstand jetzt dort irgendwie ausgetauscht? Und dann nach der Verneinung kommt die Verwirrung. Wir denken darüber nach, was das Ganze mit uns und mit einem selber zu tun hat. Und wenn wir da sind, im Raum der Verwirrung, dann werden wir auf einmal bewusster, was die ganze Wahrnehmung angeht. Und durch das Bewusste fangen wir an, über die Veränderung, die notwendig ist, in unserer Welt nachzudenken. Und dann kommt die Akzeptanz. Dann sagt man so, die Mitarbeiter, die haben das jetzt verdaut und sie sind in der neuen Welt, könnte man sagen, angekommen. Und in der KI, davon habe ich immer wieder darüber gesprochen, in der KI ist dieses Modell unzureichend, unzulänglich, weil die Entwicklung so schnell geht, dass wir gerade im November 2022 die KI mehr oder weniger für die Gesellschaft das Licht der Welt erblickt hat. Nämlich Open AI hat JGPT vorgestellt, 30. November 2022, dass einigen die Kinnlade runtergefallen. Und da zu dem Zeitpunkt und viele Monate danach, wahrscheinlich bis zum heutigen Zeitpunkt, gibt es den Raum der Ahnungslosen. Ja, das sind diejenigen, die von dieser ganzen Veränderung noch nichts mitbekommen haben. Und der war zur damaligen Zeit noch Monate nach dem 30. November, war der noch proppenvoll. Spiegel hatte damals im Juni 2023 getitelt, dass in Deutschland von der KI über 60 Prozent noch gar nichts mitbekommen haben. Also die hier vorne noch alle im Raum der Ahnungslosen standen. Das ist jetzt nicht repräsentativ in dem Sinne und ist jetzt auch nicht das schlechte Signal für Deutschland. Aber 60 Prozent nach sechs Monaten, okay, kann man noch mal verdauen. Es sind deutlich weniger jetzt geworden. Also bevor du überhaupt in den Schock kommen kannst, musst du erst mal mitbekommen, was da überhaupt passiert. Du musst es mal erlebt haben, um damit aus diesem Raum der Ahnungslosen so rüber zu schwappen, um überhaupt mal schockiert werden sein zu können. So eine ganz kleine Unterbrechung. Wenn du uns mal persönlich kennenlernen willst und mit über 300 Teilnehmern die KI noch deutlicher, stärker durchdringen möchtest, du einzelne Impulse haben möchtest, praxisnahe Anwendungsfälle, die wir lösen, Experten zu den unterschiedlichsten KI-Teams auf der Bühne erleben möchtest, du Einblicke haben möchtest, was in der Welt der KI passieren wird und gerade aktuell passiert, dann komm gerne in unser KI-Café. Es findet mittwochs statt, 8.30 Uhr bis um 10.00 Uhr unter www.curtin-institute.com slash ki-café kannst du dich anmelden, kostenlos dabei sein und nicht nur uns kennenlernen, sondern dich in der Welt der KI weiterentwickeln. Viel Spaß und jetzt gehen wir weiter in der Folge. So, dann gibt es hier hinten zwei Räume, die in meiner Welt zwingend notwendig sind, die auch bei Klaas Janssen in diesen vier Räumen der Veränderung gar nicht vorkommen, denn in meiner Welt reicht Akzeptanz für und mit einer KI oder um eine KI, reicht nicht aus. Wir dürfen sie zum einen integrieren. Was heißt integrieren? Wir dürfen anfangen, sie zu nutzen. Wir dürfen anfangen, uns auf die Spielwiese der KI zu bewegen und sie anzuwenden, sie auszuprobieren und besser kennenzulernen, um dann im weiteren Verlauf sie transformativ zu nutzen. So, transformativ, transformativ heißt, dass wir anfangen, sie produktiv und auch mit einem gewissen Qualitätsbewusstsein in unsere zentrale Anwendungsgebiete, welche das auch immer sein mögen, zu integrieren. Ob das jetzt Marketing ist, ob das Vertrieb ist, ob das Leistungserbringung ist, ob als Angestellter, Selbstständiger oder auch, ich nehme dich gleich mit rein, Brigitte, einen Augenblick noch, dass wir diese KI dort so anwenden, dass wir ein Bewusstsein dafür entwickeln dürfen, dass Qualität am Ende entscheidend ist. Was heißt Qualität? Eine KI hat Unzulänglichkeiten, sie hat Halluzinationen, sie hat Alzheimer, sie erfindet Informationen, sie macht ein X für ein U vor, sie trommelt sich stolz auf die Brust, dass sie hier den besten Output hat, aber wenn wir dann nochmal nachfragen bzw. in die wahre Recherche gehen, stellen wir fest, dass das doch von starken Unzulänglichkeiten geprägt ist und im Raum der Integration fällt uns das noch nicht auf, im Raum der Transformation, also da, wo wir transformativ die KI nutzen, wird uns das bewusster. Also wenn ihr anfangt, KI dafür zu nutzen, LinkedIn-Beiträge zu schreiben oder eben gerade auch in Beratungskontexten einzusetzen, wir kommen da noch drauf, in Beratungskontexten einzusetzen, da könnt ihr euch Halluzinationen, Alzheimer oder Erfindungsreichtum nicht leisten und ihr guckt, bevor ihr da irgendwas an einen Kunden schickt, bevor ihr irgendwas an einen anderen Stakeholder schickt, schaut ihr da anders drauf, wenn ihr dort transformativ unterwegs seid. Natürlich wird die KI besser, qualitativ wird sie besser, aber sie hat immer noch ihre Unzulänglichkeiten und erst im Raum dieser transformativen Nutzung wird uns das bewusst und wir erkennen, das simpelste Beispiel ist der, wir erkennen, dass in einem Bild eine Figur, welche das auch immer sein mag, eine Person, die wir darauf abbilden lassen durch die KI, sechs Finger hat anstatt nur fünf. Kommt heute noch vor, auch bei den besten Bildgenerierungsprogrammen, die KI unterstützt sind, kommt das vor. So und im Raum der Transformation schauen wir halt anders auf die KI. Wir gucken mit einem Qualitätsbewusstsein drauf. Ja, wir wollen, dass also in unserer Welt die Wahrheit dort drinstehen haben, das Echte, das, was wir auch nach außen hin gut vertreten können. So mit dem Bild bin ich oft durch die Welt gereist. Man wandert hier so durch die Räume, kommt irgendwann da hinten dann im Raum der Transformation an und eines Morgens bin ich irgendwie, bin ich geflogen über einen großen Teich von Atlanta zurück nach Frankfurt und bin dann im Raum der Ahnungslosen aufgewacht, beziehungsweise habe das Handy angestellt und dann hat irgendwie OpenAI was Neues vorgestellt. So und da war ich dann auch ahnungslos. Und das passiert eigentlich permanent, dass wir in diesem Raum mit den Ahnungslosen dort unterwegs sind. Hier ab dem Raum der Verwirrung sind wir überhaupt aufnahmebereit für etwas, um dann damit konstruktiv uns auseinanderzusetzen. Und das wichtige Botschaft für euch, wenn ihr beratend unterwegs seid, wenn ihr irgendwo auch als Angestellte in Unternehmen unterwegs seid, wenn ihr Menschen um euch rum habt, die nicht ab dem Raum der Verwirrung unterwegs sind, sondern die hier so links von dieser blauen Linie unterwegs sind, dann kommt ihr noch nicht an die ran. Also Ahnungslose müsst ihr erstmal zeigen, was das alles ist und was da alles passiert. Denen im Schock müsst ihr Ängste nehmen, Herausforderungen adressieren. Ihr müsst ihr nochmal zeigen, was damit möglich ist, was ihnen, die im Raum des Schocks sind, helfen kann. Denen in der Verneinung, die brauchen noch ein bisschen Zeit, die brauchen noch ein bisschen Einordnung, die brauchen noch ein bisschen Sensibilisierung. Und das ist unsere Halleaufgabe. Also auch hier im KI-Café, wir haben ja jetzt hier auch gesehen, waren zwei, drei, die noch im Raum des Schocks oder auch auf der linken Seite sind. Wir haben natürlich mittlerweile nach zweieinhalb Jahren KI, sind alle schon zumindest auch in unserem Kontext und in der Bubble durchaus ein Stück weit nach rechts gewandert. Aber wenn ihr, das ist alles hier eine Bubble. Wir sind hier in einem eigenen Kosmos-KI-Café unterwegs und ihr werdet auch in euren Bubbles sein. Aber wenn ihr mal aus der KI-Bubble rausgeht, werdet ihr feststellen, dass da noch ganz viele links auf der Seite sind. Ihr müsst euch nur mal in irgendwelche auf Tennisturniere gehen oder in euren Rotterie-Club oder BVMW, IHK. Ihr müsst einfach mal in diese Veranstaltungen dort gehen. Da sind noch ganz viele, die alle noch links davon sind. Und deswegen haben wir dieses KI-Café auch mit untergeschaffen, um mal ein bisschen einzuordnen, zu sensibilisieren, zu zeigen, um Menschen zumindest mal in den Raum der Verwirrung oder weiterzubringen, damit sie überhaupt offen sind, sich mit der KI konstruktiv auseinanderzusetzen. Deswegen habe ich schon lange davon abgesehen, rauszugehen in irgendwelche Räume, wo nur ahnungslose Schockierte oder Vermeiner drin sind. Es sei denn, ich werde dafür bezahlt, um dort zu sensibilisieren, sondern ich sage, kommt mal zu uns, schaut euch das mal an und dann entscheidet ihr irgendwann, wann ihr soweit seid, dass wir irgendwie ein bisschen ernsthafter miteinander arbeiten.