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Folge 404: Bisoziation: Wie Gegensätze zu Ideen werden - Im Gespräch mit Andreas Beckenbach (3min-Impuls)
#404 21.04.2025 · 05:17 min

Bisoziation: Wie Gegensätze zu Ideen werden - Im Gespräch mit Andreas Beckenbach (3min-Impuls)

**Bisoziation: Wie Gegensätze zu Ideen werden**  

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Bisoziation: Wie Gegensätze zu Ideen werden  

Was haben Picasso, Smartphones und Business-Innovationen gemeinsam? In dieser Folge geht es um Bisoziation – das kreative Prinzip, bei dem zwei völlig unterschiedliche Denkrahmen zu einer neuen, überraschenden Idee verschmelzen. Wir zeigen, wie Du dieses Konzept für Storytelling, Business-Entwicklung und sogar Humor nutzen kannst.

Andreas Beckenbach auf LinkedIn: ** LinkedIn - https://www.linkedin.com/in/andreas-beckenbach
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  Zwei Denkwelten, eine neue Idee Bisoziation beschreibt das Aufeinandertreffen zweier eigenständiger Denkwelten, die sich zu etwas Neuem verbinden. Das klingt abstrakt, ist aber hochgradig praktisch. In der Kunst hat Picasso dieses Prinzip eindrucksvoll genutzt, indem er afrikanische Masken mit klassischer Portraitmalerei kombinierte – der Kubismus war geboren. Auch im Alltag begegnet uns Bisoziation ständig: Ein Telefon trifft auf Internet – das Ergebnis ist das Smartphone. Diese Art von Denken ist der Nährboden für echte Innovation.   Geschäftsmodelle mit Tiefgang Auch in der unternehmerischen Praxis lässt sich das Prinzip gewinnbringend anwenden. Wer zum Beispiel wirtschaftliches Denken mit radikaler Ehrlichkeit und Gleichwürdigkeit kombiniert, schafft neue Geschäftsmodelle mit Substanz. Es geht darum, Kontraste nicht zu vermeiden, sondern bewusst zu verschmelzen. Das Ergebnis ist mehr als die Summe der Teile – es entsteht etwas Eigenständiges, das überrascht, berührt und bewegt. Kreative Durchbrüche basieren oft genau auf dieser Form des Perspektivwechsels.   Kreativität als System Ein Beispiel aus der Episode: Nimm einen einfachen Satz wie „Ich mache eine Diät" und zerlege ihn in seine Kernbegriffe. Für jeden Begriff sammelst Du Assoziationen – gern auch mithilfe von KI. Aus diesen Kombinationen entstehen dann Sätze, die überraschen und unterhalten. „Ich bin so dünn, dass der Kinositz nicht mehr unten bleibt", ist so ein Ergebnis. Der eigentliche Prozess dahinter ist jedoch universell: Es geht darum, Bedeutungsräume zu öffnen und ungewöhnliche Verbindungen zuzulassen.   Fazit: Neue Perspektiven durch mutige Kombinationen Am Ende zeigt sich: Bisoziation ist keine Spielerei, sondern ein Denkwerkzeug mit echtem Potenzial. Ob Du Vorträge hältst, Produkte entwickelst oder kreative Texte schreibst – wer diese Methode anwendet, denkt weiter. Und wer weiter denkt, gestaltet Veränderung nicht nur, sondern führt sie an.

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Das Transkript zum Nachlesen

Also man kann anfangen, solche Assoziationen zu suchen. Das ist natürlich wirklich Arbeit, du musst dann Schmalz benutzen dazu. Aber es funktioniert. Und zehn Gags, die du schreibst, ist dann vielleicht einer gut. Das ist Beisarbeit. Aber das Gute ist, du kannst eine fertige Rede dazu hernehmen, indem du einfach Textpassagen daraus nimmst und die halt durch dieses System loggst. Was ist Dissoziation? Die Verschmelzung zweier selbstständiger Bezugsrahmen zu einem neuen, der beide Elemente in sich trägt, aber etwas völlig anderes bedeutet. Beispiel aus der Praxis. In der Kunst Picasso verbindet afrikanische Masken mit klassischer Porträtmalerei und entstanden ist Kubismus. Ein Handy und Internet wird zu einem Smartphone und in unserer Welt wirtschaftlich denken radikale Ehrlichkeits- gleich-Führungsmodell mit Tiefgang. Das kommt aus der Psychologie, ja. Aber du kannst das natürlich nutzen. Ich gebe dir mal vielleicht ein ganz einfaches MyPad. Ja, mach mal, André, das ist super spannend gerade. Das ist großartig. Ich habe dir ein Beispiel eingegeben. Ich mache eine Diät. Du nimmst diesen Satz, suchst dir die Träger der Informationen raus. Das ist also in dem Fall das Wort Diät und machen. Du setzt dir eine Tabelle, jedes Einzelne, und kreierst dazu unglaublich viele Assoziationen. Bei Diät kann ich sagen dick, dünn, schwer, fett. Also viele, viele Begriffe. Da kannst du dir auch die Chet-Gipetit natürlich zur Hilfe holen. Und für das Wort Macher genauso. Und dann fängst du an, damit zu spielen und versuchst, eine neue Assoziation zu finden, die dazu in Bruch geht. Chet-Gipetit hat da zum Beispiel gesagt, seitdem ich eine Diät mache, sehe ich aus wie eine blattgequetschte Avocado. Ich habe das dann selber überarbeitet und habe gesagt, seitdem ich eine Diät mache, muss ich im Dunkeln durchs Treppenhaus gehen, weil ich so dünn bin, dass der Bewegungsmelder mich nicht mehr erfasst. Oder ich sage, im Kino kann ich nicht mehr sitzen, weil ich so dünn bin, dass der Klappsitz nicht mehr unten bleibt. Also man kann anfangen, solche Assoziationen zu suchen. Das ist natürlich wirklich Arbeit. Du musst dann Schmalz dazu benutzen. Aber es funktioniert. Und zehn Gags, die du schreibst, ist dann vielleicht einer gut. Das ist Beisarbeit. Aber das Gute ist, du kannst eine fertige Rede dazu hernehmen, indem du einfach Textpassagen daraus nimmst und die halt durch dieses System benutzt. Vielleicht kann man auch dazu eine KI entwickeln. Das ist so geil, da denke ich gerade. Das Konzept der Spiso... Ach je, das muss ich noch in meine Binde kriegen. ...Assoziation, die Soziation hier mit reingebracht hat. Und davon spricht, Assoziationen herzustellen. Was mir durch den Kopf geht, ich spreche ja über Veränderung und Mut. Also, weißt du, dieser Satz da gerade, Andreas, wenn ich mit Mut durch die Veränderung oder in die Veränderung gehe, dann. Also, was du gesagt hast, seitdem ich da Diät mache. Also, seitdem ich mit Mut durch die Veränderung gehe oder in die Veränderung gehe. Ich weiß nicht, ob das so richtig interpretiert ist. Ja, ich spreche ja über Veränderung und Mut. Welche jeweiligen Assoziationen gibt es für die beiden Worte? Mach mir eine Tabelle mit mindestens jeweils 50 Assoziationen. Ist das so richtig formuliert, Andreas? Das ist so geil, was ich hier gerade entdeckt habe. Ist das so richtig formuliert? Ja, würde ich so sagen. Man könnte das natürlich dann noch ein bisschen nacharbeiten, denke ich mal, du wirst das dann in Ergebnissen sehen, die er dann bringt. Na gut, dann gucken wir mal. Es können natürlich auch total konträre Begriffe sein. Ich kann es so tun, durch sagen Fett. Ja, also wir haben ja, du hast doch Wortspielereien, wenn du zum Beispiel sagst, Frauen können ohne Grund reden und Männer können ohne Durst trinken. Also im Prinzip hast du dann wieder so eine Art Epoch drin, wo du ein Wort doppelt verwendest. Auch solche Sachen gehören da rein. Es gibt viele Techniken, die man benutzen kann. Und man muss das, denke ich, immer nacharbeiten, wenn man das programmieren möchte. Ja, und dann natürlich auch anwenden, dass man da so einen Satz draus macht, mit dem du krass detailliert hast. Basisproduktion als Klasse, da geht die Menge, weil du brauchst eine hohere Durchbreite, weil nicht alles ist lustig. Aber es geht um das Prinzip, das funktioniert. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017