5 Kommunikations-Hacks: So werden deine Gespräche wirkungsvoller - Im Gespräch mit Katrin Friedel
5 Kommunikations-Hacks: So werden deine Gespräche wirkungsvoller
Künstliche Intelligenz wird zunehmend zum festen Bestandteil unserer Arbeitswelt. Mit Emma gibt es nun einen lokalen KI-Assistenten, der vordefinierte Prozesse automatisiert und eigenständig ausführt. Doch ist dieses Modell die Zukunft oder bereits von modernen Prompt-basierten Automatisierungen überholt?
Katrin Friedel auf LinkedIn: LinkedIn - https://www.linkedin.com/in/katrin-friedel/
1. Ersetze spröde Substantive durch aktive Verben Viele Texte und Gespräche sind überladen mit Substantiven, was sie schwerfällig und unnahbar macht. Untersuchungen zeigen, dass aktive Verben das Gehirn besser erreichen und Inhalte greifbarer machen. Also: Weniger "Die Umsetzung des Projektes ist erfolgt" und mehr "Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt". 2. Nutze bildhafte Sprache Metaphern und Vergleiche machen Aussagen lebendig. Ein anschauliches Beispiel, das Katrin Friedel verwendete, war ein Gin Tonic: Ohne Gin fehlt die Essenz! Doch Vorsicht: Zu viele Bilder können verwirren. Metaphern sollten gezielt eingesetzt werden, um Inhalte einprägsamer zu machen. 3. Erzähle Geschichten mit der STAR-Methode Storytelling zieht Menschen in den Bann. Die STAR-Methode hilft, spannende Geschichten zu strukturieren:
Situation: Was war die Ausgangslage?
Task: Welche Herausforderung gab es?
Action: Welche Schritte wurden unternommen?
Result: Was war das messbare Ergebnis?
Ein Beispiel: Statt einfach zu sagen, dass ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, sollte der Weg dorthin beschrieben werden. Studien zeigen, dass Geschichten 22 % besser im Gedächtnis bleiben als reine Fakten. 4. Vorwürfe in Wünsche umwandeln Statt mit "Du machst immer..." in einen Konflikt zu starten, empfiehlt Katrin Friedel, Anliegen als Wunsch zu formulieren. Beispiel: "Im Meeting hat es irritiert, dass parallel das Handy genutzt wurde. Es wäre wünschenswert, wenn alle sich voll auf das Gespräch konzentrieren könnten." So entsteht ein Dialog statt eines Duells. 5. Stelle offene W-Fragen Fragen, die mit "Was", "Wie", "Wer", "Warum" oder "Wobei" beginnen, öffnen Gespräche und fördern Austausch. Geschlossene Fragen mit Ja/Nein-Antworten können dagegen schnell zu einem Kommunikations-Stillstand führen. KI als Kommunikations-Coach All diese Methoden lassen sich mit KI weiter optimieren. KI kann Metaphern generieren, Texte dynamischer umformulieren oder Feedback professionell verpacken. So kann sie genutzt werden, um Gespräche, E-Mails und Präsentationen wirkungsvoller zu gestalten. Diese fünf Hacks sind nur ein Vorgeschmack. In ihrem neuen Buch stellt Katrin Friedel 33 weitere effektive Kommunikationsmethoden vor. Die ersten Exemplare waren auf dem KI-Summit blitzschnell vergriffen – ein Zeichen für das große Interesse an smarter, effektiver Kommunikation.
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Das Transkript zum Nachlesen
Wir sind ganz fasziniert, wenn wir im Kino Blockbuster-Filme schauen und auch hier geht es immer um Geschichten. Hier geht es um die Heldenreisen, um die Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. Und je heftiger die Herausforderung, umso spannender und interessanter ist der Film. Ich hatte die Chance, meinen Vortrag zu halten und habe fünf Kommunikations-Hacks geteilt, die ich mehr oder weniger mit euch über die längere Zeit, wie wir schon miteinander sind, schon immer mal geteilt habe. Ihr findet in der Skool-Community den Hack ersetzt Spröde-Substantive durch aktive Verben. Und bei dem Vortrag habe ich einfach mal ein paar Beispiele gebracht, wie oft im Business-Deutsch, ja, das ist irgendwie ganz besonders wichtig, besonders substantiiert klingt, dass dann ganz viele auf Substantive setzen. Und dann haben wir einen Satz gehabt mit sieben Substantiven und einem Ist dazwischen. Und das Ding ist, es gibt Untersuchungen, dass aktive Verben ein anderes Zentrum in unserem Gehirn erreichen, aktivieren und das besser andockt, als so ein sperriges, eine Zustandsbeschreibung eines Substantivs. Das ist Hack Nummer eins. Hack Nummer zwei erinnert euch an die Magie-Metapher Bot. Denn manchmal sind Worte, ich habe das anhand eines des Bildes des Gin Tonics dargestellt, manchmal sind eben Worte auch nur der Tonic, ohne der Gin. Und ja, bildhafte Sprache hilft bestimmte Themen greifbarer zu machen. Das funktioniert in Texten auf Landingpagen, das funktioniert in einer E-Mail und das funktioniert eben auch auf der Tonspur. Und da eben die Dosis ist das Gift. Also nicht ein Bild nach dem anderen, sondern immer mal in dem gleichen Sprachbild mal was eingeflossen. Das belebt ungemein. Und das sind so Bilder, die einfach im Kopf bleiben, wo so ansonsten so Fachbegriffe irgendwann auch durchrutschen und gar nicht so haften bleiben. Und der dritte Hack war das Thema Storytelling. Und hier habe ich die Star-Methode vorgestellt. Und diese Star-Methode haben wir dann auch im anschließenden Workshop, also an einem Tag danach in einem Workshop, mal ausprobiert. Nämlich, dass jeder eine Geschichte erzählt mit vier Kriterien. Mal ganz oft höre ich so Sätze wie, ja, das haben wir erfolgreich abgeschlossen. Das heißt, wir hören immer nur das Resultat, wir hören das Ergebnis der Story. Aber wir wissen gar nicht, wie war denn der Weg dorthin. Und deswegen der Tipp hier, jetzt mal nur auf der Tonspur nicht visualisiert, nutzt die Star-Methode. Die Star-Methode ist eine Kombination aus S, also die Situationsbeschreibung ganz zu Beginn, also die Ausgangssituation. Dann kommt T, der Task, die Herausforderung, die Aufgabe, die es zu lösen gilt. Dann kommt A, wie Action, wie Aktivitäten, das, was getan wird, um eben diese Herausforderung zu meistern. Und dann gibt es R, das Resultat, das möglichst ein messbares Ergebnis. Und wenn wir das in eine Geschichte verpacken oder einen Sachverhalt in diese Star-Methode als Geschichte verpacken, dann ist das etwas, was uns fesselt. Denn Geschichten, das ist seit jeher so, die haben ihre eigene Magie. Kindern werden Geschichten erzählt. Wir sind ganz fasziniert, wenn wir im Kino Blockbuster-Filme schauen. Und auch hier geht es immer um Geschichten. Hier geht es um die Heldenreisen, um die Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. Und je heftiger die Herausforderung, umso spannender und interessanter ist der Film. Und diese Star-Methode ist eine ganz einfach runtergebrochene Variante des Storytellings. Umzufesseln, denn Storys werden um 22 Prozent mehr behalten als eine reine fachliche Information oder auch einen Text. Deswegen probiert es gerne aus, eure Fakten mal über die Star-Methode zu erzählen. So, eine ganz kurze Unterbrechung. Wenn du teilwerden möchtest einer der interaktivsten, dynamischsten KI-Communities im deutschsprachigen Raum, dann komm in unsere KI-Lounge. Unter www.kirting-institute.com slash ki-lounge hast du Zugang zu über 1000 Mitgliedern einer kostenlosen KI-Community, die sich im Austausch befinden, die sich gegenseitig unterstützen. Wir haben dort auch unfassbar viele Videos abgelegt im Classroom. Dort bist du in der Lage, dich weiterzuentwickeln. Wir haben den kompletten KI-Kickstart dort abgelegt. Du hast Experteninterviews und auch die Aufzeichnungen aus dem KI-Café. Und wenn du dort in den Austausch gehen möchtest mit anderen Community-Mitgliedern aus unserer Familie, dann komm in die KI-Lounge. So, und jetzt weiter mit der Show. Bis dann. Ein weiterer Kommunikations-Hack, den ich vorgestellt habe, das ist etwas, was ihr wahrscheinlich in eurem Alltag auch immer mal wieder erlebt, dass euch jemand mit so einem direkten Vorwurf wie so ein nasses Handtuch links und rechts um den Kopf haut. Und dann Vorwürfe, die machen das Miteinander enorm schwer. Weil das ist immer so der Zeigefinger auf dem anderen. Du machst immer und du hörst mir nie zu und du hast damals schon. Und da meine andere Methode herbeizuführen, nämlich, was passiert bei einem Vorwurf? Die meisten gehen in eine Ablehnung, in eine Rechtfertigung oder in den Gegenangriff. Und dann ist so ein Gespräch oft ein Duell statt ein Dialog. Und wenn du eine Situation hast, wo du Feedback geben möchtest, dann formulierst du durchaus auch mal mit dem Versuch, einen Wunsch zu formulieren. Dass du sagst, in einer konkreten Situation stört dich ein Verhalten. Also du sprichst nicht die Person als Person an. Du bist das größte Hengfisch unter der Erde. Sondern du sprichst eben an, Mensch, vorhin in dem Meeting, das hat mich total gestört. Ich habe mich vorbereitet. Mein Anliegen war es, bestimmte Informationen rüberzubringen und ein paralleler Anruf oder das Daten auf dem Handy parallel. Das hat mich ganz aus dem Konzept gebracht. Es hat mich verwirrt. Ich hatte den Eindruck, wir sind gar nicht konzentriert beieinander. Und das empfinde ich schade, weil mir deine Meinung wichtig ist auf das, was ich dort vorgestellt habe. Und ich würde mir wünschen, dass wir uns in diesem Meeting aufeinander konzentrieren können. Das heißt, du bleibst schön bei dir. Du beschreibst ganz konkret die Situation, um die es geht, um ein Verhalten. Formulierst es sehr wertschätzend und bleibst komplett in der Ich-Perspektive. Und aus diesem vermeintlichen Vorruf formulierst du den Wunsch. Und das ist etwas, was Verbindung schafft. Was eben einen Dialog wieder ermöglicht, raus aus Gegenangriffen und Rechtfertigungen. Und der letzte Hack, den ich geteilt habe, das sind die sogenannten offenen Fragen, die alle mit den Fragewörtern mit W beginnen. Deswegen sage ich auch so gerne die W-Fragen. Was, wie, wer, warum, wann, wobei. Dass eben durch solche offenen Fragen Räume sich erschließen, Gesprächsräume, die eben durch geschlossene Fragen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können, dann eben auch geschlossen bleiben. Und das Ganze, na klar, wir sind ja bei einem KI-Summit, lässt sich auch super, super, super cool mit der KI als dein Kommunikations-Buddy umsetzen. Dass du, wie immer, wir kennen das, Kontext, Rolle, Tonalität angibst und dann sagst, bitte formulier mir diesen Text dynamischer oder formulier mir eine passende Metapher dazu oder hilf mir das in die Star-Methode zu gießen oder hilf mir da, den Vorwurf zu entschärfen, indem du das als Wunsch bitte formulierst. Oder hilf mir zu bestimmten Situationen, sei es in den Beratungsgesprächen, im Kundengespräch, je nach Einwandbehandlung, mit guten W-Fragen ausgestattet zu sein. Und ich empfinde das als ein Mega-Challenge, die KI zu nutzen, um unsere eigene Kommunikation zu unterstützen, wenn sie uns schwerfällt, wenn uns manchmal die richtigen Worte fehlen oder das, was wir da selber geschrieben haben, sich manchmal so anhört oder anfühlt oder sich liest, wie so eine Bedienungsanleitung aus den 90er. Und das war mein Ansinnen für diese Kommunikations-Hacks zu werben. Fünf habe ich vorgestellt, 33 sind in meinem neuen Buch und das war ebenfalls ein Mega-Highlight für mich beim Summit. Ich hatte eine kleine Auflage mitgebracht, weil es der ein oder andere im Vorfeld mitbekommen hat, dass das Buch da ist. Und was mich enorm gefreut hat, war, dass das Kontingent, was ich bei dem Summit hatte, ganz schnell vergriffen war, dass da einfach Interesse an den Hacks, also zum einen erstmal an den Kommunikations-Mini-Methoden besteht und dann eben ich zeigen kann, wie sich das Ganze mit der KI als Unterstützung umsetzen lässt, wenn es um E-Mails geht, um Präsentationen, um mögliche Gespräche, um Texte für alle möglichen Sachverhalte. Und daraus lassen sich eben Dinge vorbereiten. Ja, 90 Prozent des Erfolgs ist die Vorbereitung. Wie cool ist es, wenn du dir einen Moment Zeit nimmst vor dem nächsten herausfordernden Gespräch, also da, wo es dir um etwas geht, das mit der KI in Sachen Kommunikation vorzubereiten.