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Folge 362: Wie Unternehmen KI-Strategien entwickeln - Im Gespräch mit Hannes
#362 23.12.2024 · 10:13 min

Wie Unternehmen KI-Strategien entwickeln - Im Gespräch mit Hannes

**SAP, AI Agents und ein Methodischer Durchbruch: Wie Unternehmen KI-Strategien entwickeln**  

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SAP, AI Agents und ein Methodischer Durchbruch: Wie Unternehmen KI-Strategien entwickeln  

In der heutigen Podcast-Episode tauchen wir tief in ein spannendes Thema ein: Wie können Unternehmen systematisch KI-Agents entwickeln, die als echte „AI Employees" im Business-Alltag fungieren? Gemeinsam mit unserem Gast Hannes haben wir die Methode beleuchtet, die SAP in einem kürzlich durchgeführten Workshop vorgestellt hat – ein durchdachter, vierstufiger Prozess, der nicht nur techniklastig ist, sondern vor allem methodisch und strategisch überzeugt.

Hannes Schwede auf LinkedIn: LinkedIn - https://www.linkedin.com/in/hans-schwede-ai/

  Die vier Schritte im Überblick:
- 1. Explore: Zuerst wird ein umfassendes Verständnis für den Kontext geschaffen. Mit Tools wie dem „Exploration-Deck" werden Informationen strukturiert und erste Ideen entwickelt.
- 2. Identify: Danach stehen die Ziele, Aufgaben und Prozesse im Fokus. Wie kann ein KI-Agent konkret unterstützen, um diese zu erreichen?
- 3. Define: Mit Hilfe eines Canvases werden die spezifischen Fähigkeiten des Agents definiert. Dieses Tool kennen viele aus der Arbeit mit Job Descriptions oder Projektplänen – jetzt kommt es für KI zum Einsatz.
- 4. Share: Abschließend geht es um den Austausch mit relevanten Stakeholdern, um Feedback und Commitment für die nächsten Schritte zu sichern. Was diese Methode besonders macht, ist ihre konsequente Ausrichtung auf das Große und Ganze. Anstatt direkt mit der technischen Umsetzung zu beginnen, wird der AI-Agent als strategisches Instrument konzipiert. Diese Herangehensweise schafft Klarheit und erhöht die Chancen, dass die Technologie später erfolgreich integriert wird.   Warum das wichtig ist Gerade in der aktuellen Diskussion um KI sehen wir oft eine starke Fokussierung auf Tools und Technologien. Doch wie unser Gast Hannes betonte: „Es geht darum, den Agent als Employee zu skizzieren, zu profilieren und aufzubauen, bevor wir uns der Technik widmen." Das ist ein entscheidender methodischer Fortschritt, der Unternehmen hilft, KI nicht nur einzusetzen, sondern sie gezielt für echte Business-Herausforderungen zu nutzen.   Key Takeaways für Unternehmen
- Workshops dieser Art sollten gut vorbereitet und moderiert werden – sowohl organisatorisch als auch inhaltlich.
- Zeitansatz: Mindestens ein halber Tag, idealerweise ein ganzer Tag, um in die Tiefe zu gehen.
- Mindset und Skills der Teilnehmenden spielen eine entscheidende Rolle. Nur wer intrapreneurial denkt, wird diese Methode erfolgreich anwenden können.   KI als Wettbewerbsvorteil Die Diskussion zeigt auch, dass Deutschland und Europa bei der methodischen Herangehensweise an KI stark aufgestellt sind. Wie ein Teilnehmer treffend formulierte: „Nicht nur KI beherrschen, sondern auch wissen, wie man sie an die Frau oder den Mann bringt."

Mit solchen Ansätzen setzen Unternehmen wie SAP Standards, die nicht nur relevant für Großunternehmen, sondern auch für den Mittelstand und andere Organisationen sind.

Hast du Fragen zur Methode oder möchtest du wissen, wie du KI in deinem Unternehmen einführen kannst? Lass uns gerne deine Gedanken in den Kommentaren da oder kontaktiere uns direkt

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Das Transkript zum Nachlesen

Und was ich spannend fand, es hat überhaupt nichts in dieser Phase mit der technischen Umsetzung zu tun, sondern hier geht es wirklich auf einer sehr grundsätzlichen, explorativen Ebene darum, ein Set zu schaffen, wie ich einen Agent, oder wie es hier genannt wird, der Thorsten hat es eben angesprochen, ja, ein AI-Employee zu skizzieren, zu erstellen, der mir dann nachher hilft, mir beim Erledigen der einzelnen Aufgaben im Business. Hannes, was waren deine Eindrücke und mit welchen Kernbotschaften können wir hier an die 200 im KI-Café, können wir uns richten, was hast du mitbekommen? Ja, erstmal ganz herzlichen Dank, Thorsten. Also grundsätzlich, was ich spannend fand, SAP Workshop eine Stunde AI Agents, geht um SAP und den Workshop zum Thema Agent Design und ich zeichne euch den mal auf, das sind vier Stufen im Kreis und die erste Stufe, das ist die Explore-Stufe, ja, den Kontext, den gibt es gleich dazu, einmal visuell und dann auch nochmal über Audio. Es gibt hier so ein sogenanntes Exploration-Deck, das besteht aus ca. 10 Karten, der eine oder andere kennt von euch eventuell die Trigger-Karten von den Curtains, das ist so ähnlich, bloß nicht so gut. Was habt ihr hier, ich zeige euch einmal so exemplarisch mal eine Karte, da geht es letztendlich darum, wie ich KI nutzen kann, um jetzt in diesem Fall Informationen, ja, in einen Kontext zu bringen bzw. diese zu verstehen und auf der Rückseite seht ihr dann jeweils immer mögliche Ideen bzw. Ansätze, wie man das dann konkret umsetzen kann. Da gibt es dann verschiedene Themen, einmal wie kann ich Daten sozusagen streamlinen, Zugang zu Informationen und so weiter und da kann ich mich dann erst mal mit dem Thema beschäftigen, also auf einer sehr hohen Flugebene, auf einer sehr allgemeinen Flugebene, um dort die Personen in dem Workshop abzuholen und dann geht es nahtlos weiter in die zweite Stufe, das ist die Identify-Stufe und ich weiß jetzt, warum Thorsten immer so krakig schreibt, das geht mir gerade genauso. Wir haben hier die Trägerkarten, ich male sie hier mal hin. Ja, und beim Thema Identify ist auch keine Rocket Science, der kennt das, da geht es darum, was habe ich grundsätzlich für Ziele, welche Aufgaben und wie könnte bei diesen Zielen und bei den Aufgaben mir dieser Agent helfen und dann auch ganz wichtig nochmal das Thema Prozesse, also Ziele, Tasks, Prozesse in Bezug auf den Agent, Technikkompetenz hier. So, der dritte Schritt, Define, da möchte ich auch mal kurz was in die Kamera halten und alle die, die den Thorsten schon öfters erlebt haben, die kennen sein größtes Baby, ja, was ist das, schreibt es in den Chat, ja, genau, ich höre es gerade von der Elena, Canvases, ja. Hier ist der Canvas, ich halte das mal so hier in die Kamera. Der Thorsten reißt hier schon rum, ja, und da habt ihr, also Aufbau Canvas kennt ihr, ja, Job Description, ja, welche Fähigkeiten braucht der, wie kann der helfen, hat SAP vom Thorsten gestohlen höchstwahrscheinlich, ja, die Kopien und alles sagt er gerade, ja, und da hatten wir, ihr müsst euch vorstellen, wir hatten nur eine Stunde Zeit, da hat man hier das mal so anskizziert, ja, mit einzelnen Post-its. So, mal ein bisschen mehr in den Fokus halten dort, das Blatt, ja, genau, guck hier da, ja, ein bisschen deinen Kopf weg, so, sehr gut, guck mal. So, ja, jetzt, ja, guck mal, ja. Also, habt ihr eine Mehrfelder-Matrix, wo ihr dann die einzelnen Bereiche bearbeiten könnt, wir haben das jetzt in Einzelarbeit gemacht, das kannst du natürlich im Business-Kontext auch mit dem Team, mit der Abteilung machen, um da einfach nochmal, was die Ideen und die Ansätze angeht, da nochmal viel tiefer einzusteigen. So, und nach diesem dritten Schritt, Agent, so, und dann der vierte Schritt, Sie haben das Share genannt, da geht es letztendlich darum, dass du das Ergebnis, sprich die Canvas, mit den relevanten Stakeholdern einmal teilst, um da nochmal Commitment abzuholen, Feedback abzuholen, und das wäre sozusagen die nächste Stufe für die Umsetzung eines Agents. Was ich spannend fand, es hat überhaupt nichts in dieser Phase mit der technischen Umsetzung zu tun, sondern hier geht es wirklich auf einer sehr grundsätzlichen, explorativen Ebene darum, ein Set zu schaffen, wie ich einen Agent, oder wie es hier genannt wird, der Thorsten hat es eben angesprochen, ja, ein AI-Employee zu skizzieren, zu erstellen, der mir dann nachher hilft mir beim Erledigen der einzelnen Aufgaben im Business. Das hast du mega erklärt, also die Methodik, finde ich, wirklich ist eine Demaskierung pur, gerade zu der Diskussion, die wir aktuell hier führen, da nähern wir uns ja immer wieder nur technisch, und wir stellen uns die Frage, mit welchem Tool bauen wir einen Agent, und warum und wie unterscheidet sich das von klassischer Automation, und was macht der wirklich autonom, und aber methodisch, strategisch, konzeptionell an dieses Thema heranzugehen, und zu sagen, wir bauen erstmal eine Methodik auf, die uns den Agent als Employee skizziert, profiliert und aufbaut, bevor wir uns der Technik widmen, ist natürlich, ja, das ist auch wieder ein methodischer Durchbruch. Ja, und ich finde es super, dass das dann auch von so großen Playern wie SAP geteilt wird, weil das ist natürlich für die Community hochrelevant. Du sagst es, Michael, und wenn du dich mal erinnerst, wir hatten eine Reflexion in Amsterdam gesagt, okay, da ist nichts wirklich Greifbares, was kann ich mitnehmen, was kann ich direkt umsetzen, und das ist ein Beispiel, wie so etwas möglich ist. Für alle die, die so etwas planen, Zeitansatz, sagten die beiden Jungs, also mindestens einen halben Tag, meistens machen sie einen Tag Workshop, um da auch wirklich nochmal tief in die Inhalte reinzugehen. Ja, und die Personen, mit denen du den Workshop machst, die brauchen natürlich auch ein bisschen Vorinformation, also so ein bisschen organisatorisch und natürlich inhaltlich müssen die ausgestattet sein, damit das auch effizient ist, die Fachanstaltung. Also einen Tag kann ich mir vorstellen, Minimum. Also vollkommen richtig, da noch eine Ergänzung, entscheidend ist das Mindset. Wenn du Mitarbeiter hast, die in der Vergangenheit nie wirklich intrapreneurmäßig gearbeitet haben, für die wird es natürlich extrem schwierig, jetzt auf einmal auf einer ganz anderen Ebene sich diesem Thema zu nähern. Das ist in meinen Augen die Grundvoraussetzung und dann noch ein bisschen die Skills, wie ich so etwas umsetze beziehungsweise moderiere. Also zwei Punkte von mir. Einmal, vielen, vielen Dank für das Lerngeschenk. Super. Großartig. Sehr gerne. Ja, uns teilen. Und das Zweite ist, Carsten Mittmann hat im Chat, kannst du ja Thorsten auch mitteilen, darauf aufmerksam gemacht, dass OpenAI gestern ein Canvas, ein Canvas released hat. Wahrscheinlich haben sie das von Thorsten kopiert, meinte er. Also wir sind alle davon überzeugt, dass Thorsten mittlerweile OpenAI influenced. Das Schöne ist, dass wir nicht nur hier in Europa die Rolle derjenigen spielen dürfen, die sich um Sicherheit und AI ecken und so weiter, sondern das Methodische ist ja genau das, was uns hier auch auszeichnet. Und das mit reinzubringen, das sehen wir jetzt, dass aus Deutschland SAP dieses Methodische mit reinbringt, der Thorsten das Methodische immer wieder mit reinbringt. Und das ist, glaube ich, auch ein sehr wichtiger, sehr wichtiger Mehrwert, den wir hier in diesem ganzen Kontext liefern können. Cool. Vollkommen richtig, Birgit. Und dann auch noch eine Ergänzung. Das ist auch ein USP von allen, die jetzt hier in diesem Call sind. Und wenn du mit KI irgendetwas machen möchtest, da wird es in zwei, drei Jahren ganz viele geben. Aber ich glaube, ein USP kann es sein, dass du nicht nur KI beherrschst, sondern halt auch weißt und verstehst, wie du das an die Frau bzw. an den Mann bringst, wenn ich das mal so flapsig formulieren darf. Ja, und darüber hinaus in große Organisationen, weil das ist ja dann auch das Ziel. Ja, wenn du an Multiagents denkst und SAP gibt sich ja nicht mit den kleinen, mit den KMUs ab. Super, großartig.