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Folge 354: Von kleinen Wellen zu großen Erkenntnissen: KI und Experimentierfreude
#354 22.11.2024 · 15:14 min

Von kleinen Wellen zu großen Erkenntnissen: KI und Experimentierfreude

#354 – Von kleinen Wellen zu großen Erkenntnissen: KI und Experimentierfreude

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#354 – Von kleinen Wellen zu großen Erkenntnissen: KI und Experimentierfreude

In dieser Episode tauchst du in die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) ein und lernst, wie Experimentierfreude und ein innerer Kompass dich auf diesem Weg begleiten können. Unsere Gäste teilen wertvolle Einblicke und praktische Tipps aus der Praxis, wie du die Herausforderungen und Möglichkeiten der KI für dich nutzen kannst.

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Das Transkript zum Nachlesen

Dann kommen wir in einen nächsten Kosmos, nämlich KI und Entscheidungsfindung. KI ist ja durchaus, ich will nicht sagen in Verruf geraten, aber etwas, wo man sagt, also Entscheidungen können wir der KI noch nicht übertragen. dencha noch trifft die KI heute schon viele Entscheidungen. Auf länglich sie an dieser Konstellation aufbeiten und ganz einfach eingehen. Und wie soll dann der Kind mit der KI vermodelt werden. Es geht um die Frage, ob das einfachThemismus oder nicht? Es geht darum, ob man gegen stronger Einfluss auf das Kommuniquismus dumpft. Dennoch trifft die KI heute schon viele Entscheidungen. Auf LinkedIn läuft beispielsweise im Hintergrund ein Algorithmus, der auch entscheidet, KI-basiert, welche Beiträge er ausspielt, wie häufig und an wen. Und da trifft eine KI schon Entscheidungen. Und wir haben zwei großartige Speakerinnen und Speaker jetzt hier. Also zwei, nämlich einmal männlich, einmal weiblich hier auf der Bühne. Und die liebe Tizia, sie ist schon seit vielen Jahren im unternehmerischen Kontext auch als Angestellte eingebunden, bearbeitet bei einem sehr bekannten Druckunternehmen in Deutschland, was sehr viele wahrscheinlich kennen. Ist da auch das Bindeglied zwischen der IT und der Fachabteilung in den Fachbereichen. Ist da so der Knotenpunkt zwischen den einzelnen Parteien. Ist jetzt auch aktuell Teil der KI-Strategieberater-Ausbildung bei uns und wird uns heute berichten, so richtig aus der Praxis. Durch die KI-Welt navigieren mit Experimentierfreude und einem inneren Kompass und wie sie sich das zugänglich gemacht hat und wie sie selbst navigiert. Das wird sie uns jetzt zeigen. Perfekt. Also durch die KI-Welt navigieren mit Experimentierfreude und einem inneren Kompass. Wir haben ja mehrere Möglichkeiten, uns mit der KI Möglichkeiten anzufreunden. Und zwar zum einen können wir da ziemlich ziellos dran gehen. Also kreuz und quer, unkoordiniert, einfach loslegen. Und ganz ehrlich, ich finde das gar nicht mal so dramatisch, wie sich das anhört. Und andererseits können wir auch mit einem klaren Ziel daran gehen. Und das predigt der Thorsten ja immer vom Anwendungsfall ausgedacht. Ich möchte aber heute noch eine dritte Möglichkeit vorstellen. Und das ist voller Experimentierfreude. Das liegt irgendwo dazwischen mit Spaß und Vergnügen an den Versuchen. Also wenn man vielleicht für eine Firma arbeitet, wo KI noch nicht ganz so gelebt wird, muss man nicht sofort Arbeitgeber wechseln, weil so viele Arbeitgeber gibt es noch gar nicht, die das Thema in der Art ernst nehmen, dass wir da alle hingehen könnten. Also an der Stelle sage ich, okay, wenn man vielleicht für sich nicht unbedingt einen klaren Anwendungsfall hat, heißt das noch lange nicht, dass man sich mit der KI nicht beschäftigen sollte. Die Experimentierfreude, wie ich ja schon angekündigt habe, braucht aus meiner Sicht aber dennoch einen klaren inneren Kompass. Und diesen inneren Kompass, ja, das ist jetzt kein Hexenwerk hier. Neugierde, Offenheit wird sowieso gegeben sein, wenn ihr heute hier seid, weil diese KI-Slam ist ja tatsächlich für die Neugierigen, die auch Mut haben und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die ein bisschen flexibel sind und auch ein gewisses Stück Verantwortung übernehmen wollen für unsere Zukunft. Weil das die KI Teil unserer Zukunft ist, das kann man, glaube ich, nicht leugnen. Diesen inneren Kompass jedoch möchte schon geschärft werden. Und es war ja schon vorher, also ich habe fünf Kompetenzen, wovon ich der Meinung bin, mit denen man seinen inneren Kompass immer wieder schärfen kann. Und die ersten zwei, die greifen nicht umsonst alle ineinander. Also die Einordnungskompetenz hat zum Beispiel damit zu tun, ob das jetzt gerade für mich wichtig ist oder nicht. Also ich höre auch immer wieder FOMO, es gibt so viel, ja, wo soll ich anfangen? Also die Einordnungskompetenz soll uns da bei mehreren Dingen helfen. Zum einen, ist das aktuell, gerade jetzt wichtig für mich oder kann das auch später dran kommen? Aber genauso gut, ist das fake oder ist das echt? Also auch da an dieser Stelle, also da gibt es ganz viele Dinge, die wir tun können, um die Dinge ein bisschen besser einzuordnen und nicht in diesen Status zu kommen, dass man nur noch hinterherhächelt oder dieses Gefühl hat. Und dabei hilft uns die Fragestellungskompetenz. Der Gerardo hat es ja schon am Anfang heute Morgen gesagt, die Welt ist ja nicht mehr antwortgesteuert, sondern immer mehr fragestellungsgesteuert. Und auch wir dürfen da ein Stückchen wachsen. Die Frage, könnte das vielleicht ein Fake sein? Kann man auch tatsächlich die KI stellen und bekommt dann auch Hilfestellung zu, ist das, worauf soll ich alles achten? Ja, oder ich liebe auch die Frage, habe ich da etwas Wesentliches übersehen? Also ich texte einfach Chat-TPT zu, gebe all meine Gedanken rein und frage dann, aber habe ich da vielleicht noch blinde Flecken? Und auch da, also die richtigen Fragen zu stellen und nicht, um aus dem eigenen Kopf herauszukommen, ist, glaube ich, ein ganz wesentlicher Faktor. Ich liebe auch die Vernetzungskompetenz. Die Vernetzungskompetenz ist eigentlich genau das, was wir im KI-Café und auch in der School-Community und überhaupt auch auf der Arbeit oder privat, es geht nicht nur darum, Ideen miteinander zu verknüpfen, sondern auch Menschen. Und jeder Mensch hat wieder andere Kompetenzen. Und an dieser Stelle möchte ich ein Plädoyer machen, regelrecht, dass man auch wirklich überlegt, wer könnte mir wobei helfen, weil es sind wahnsinnig viele Leute, die haben Expertise auf einem gewissen Gebiet und die teilen diese Expertise durchaus gerne. Und damit tut man nicht nur sich selbst einen Gefallen, sondern durchaus der andere Person auch, weil je mehr diese Person über seine Expertise redet, desto mehr wird er zum Experten. Also da auch keine Scheu, einfach mal nachzufragen. Die vierte Kompetenz, darauf gehe ich tatsächlich auf den nächsten zwei Folien noch weiter ein, die Surf-Kompetenz, und nein, damit meine ich nicht das Surfen im Internet, kommt gleich mehr dazu. Und die fünfte halte ich tatsächlich auch für sehr wichtig, ist die nämlich nicht ganz so wichtig Kompetenz. Es ist total wichtig, dass wir engagiert sind, dass wir Verantwortung übernehmen, dass wir auch tatsächlich so eine gewisse, im Englischen sagt man Dogginess, also dass man irgendwie irgendwo hinterher will, dass man etwas erreichen will. Aber gleichzeitig ist es so viel einfacher, Menschen zu finden, die einem helfen, wenn man sich selbst nicht dabei allzu wichtig nimmt. Und deshalb liebe ich auch diese Community, weil die voll ist mit Menschen, die unglaublich kompetent sind, aber halt eben kein Ego haben, was denen selbst im Weg steht. Also das sind die fünf Kompetenzen. Und die Surf-Kompetenz ist mir deshalb so ins Herz gewachsen. Ich komme aus einem ganz kleinen Fischersdorf und meine Eltern hatten, als ich Teenager war, ein Surf-Center und ein Pavillon. Und da habe ich Wind, Wasser und Wellen, ich habe einfach die Elemente geliebt. Also ich glaube, es gibt nichts im Leben, was sich nicht mit Wind, Wasser und Wellen erklären lässt. Und deswegen möchte ich euch da auch eine kleine Wellenreise mitnehmen. Und zwar, was hat jetzt diese Surf-Kompetenz mit einer KI und einer Zukunftskompetenz und mit der Experimentierfreude zu tun? Nun, es gibt da ein paar Punkte und zwar vom Strand aus lernt man nicht surfen. Was meine ich damit? Also wenn man im Trockenen stehen bleibt und einfach nur zuschaut und sieht, wie die KI, wenn man einfach nur hier immer wieder im KI-Café kommt und immer wieder zuhört, davon alleine wird es nicht funktionieren. Man muss schon ins Wasser und man muss eben auch machen. Und dabei muss man nicht unbedingt gleich die riesigste Welle nehmen. Man kann mit ganz kleinen Wellen starten. Wir haben ja vorher schon Napkin gehört. All meine Folien hier sind mit Napkin gemacht. Ich finde sie charmant. Ich habe auch ein bisschen mit Slides AI experimentiert. Aber Napkin ist so schön übersichtlich. Ist eine schöne kleine Welle. Kann ich nur empfehlen, da mal mit rumzuspielen. Im Endeffekt geht es ja um das Fallen und Aufstehen. Ausprobieren, was funktioniert, was funktioniert nicht. Und sich auch nicht zu scheuen, mal was Salzwasser in den Hals zu bekommen. Also an der Stelle einfach loslegen, ist immer eine gute Devise. Wobei man dennoch auch nicht jede Welle mitnehmen muss. Also es kommt immer die nächste Welle. Also an der Stelle sich auch nicht überfordert fühlen an der Menge an Möglichkeiten. Es ist nicht nötig, weil das Meer, das fließt einfach immer weiter und die nächste Welle kommt. Und mein Liebling ist hoch, schon so spät. Und zwar meine ich damit, dass man manchmal das Gefühl hat, man hat Stunden vergeudet. Ich höre das immer wieder, boah, jetzt habe ich da echt Stunden dran gesessen und es war jetzt nicht wirklich effizient. Und ja, die KI kann uns effizient machen. Aber gleichzeitig ist es auch so, dass auch viel Zeit dabei draufgehen kann. Und ich liebe die Idee, also den Slogan, dass wenn man nicht in der Lage ist, Stunden zu vergeuden, vergeudet man mitunter Jahre. Und ich glaube, es hat noch nie jemanden, der surfen war, der Stunden auf dem Wasser war, ist vom Wasser runtergekommen, hat gedacht, er hat Stunden vergeudet, sondern er hat sie nicht vergeudet, er hat sich daran erfreut. Also Experimentierfreude heißt auch Experimentierfreude, weil dieses hoch, schon so spät durchaus sein darf. So, ein allerletztes habe ich noch. Und zwar das letzte, was ich hier mitteilen möchte, ist eine Experimentierfreude-Liste ist eine coole Sache. Ich habe eine sehr, sehr, sehr lange Liste von alles, was ich noch ausprobieren möchte, wozu ich noch nicht gekommen bin. Aber das ist nicht dasselbe wie eine To-Do-Liste. Und das ist, glaube ich, unglaublich wichtig zu realisieren, weil eine To-Do-Liste, ja, da kommt das Wichtigste nach oben. Man isst den größten Frosch morgens früh. Man hakt schön ab und man ist stolz auf das, was man abgehakt hat. Bei der Experimentierfreude geht es darum nicht. Ja, diese Liste kann unglaublich lang sein und man kann immer mal wieder hingehen und sagen, ach, heute habe ich mal eine halbe Stunde oder eine Stunde oder vielleicht auch den ganzen Nachmittag und ich suche mir da was aus. Und da geht es auch nicht mal ums Abhaken, weil die Dinge ändern sich so schnell, dass tatsächlich das teilweise drauf stehen bleiben kann und in drei Monaten sich das schon wieder ganz neu anfühlt. Also es geht nicht darum. Was ich aber empfehle, ist, eine Experimentierfreude-Liste zu machen und dabei durchaus auch den Namen dazu zu schreiben, von wem man diesen Tipp oder diese Idee, wo der hergekommen ist. Weil da sind wir dann wieder in der Vernetzungskompetenz. Wenn ich dann noch weiß, wer war das und ich fange an, damit zu experimentieren, kann ich genau diese Person noch mal fragen, wenn ich eine Hilfestellung benötige. Also da immer gerne noch ein paar extra Notizen zu machen, das kann nie schaden. Und ja, also man kann auch das eine mit dem anderen kombinieren. Also meine Grafiken sind von Napkin AI. Meine Slides, also das, was da drumrum war, habe ich mit Slides AI ein bisschen in Google Slides experimentiert. Also man ist da so schnell nicht ausgelernt. So viel ist ganz klar. Aber das Ganze ist hier entstanden in ungefähr eine halbe Stunde gestern. Also so schnell geht es dann schon. Denn man kann weder die Zukunft noch das Meer bezwingen. Aber man kann schon lernen, die Wellen zu lieben. Großartig, was ein wunderbarer Abschlusssatz, liebe Tizia. Und der Chat, der feiert dich über deine Experimentierfreude und die Liste auch als eine Art Bucketliste, die Sophie sagt, sehr charmant und du hast mich mit den Listen und dann so ein Smiley mit ganz vielen Herzchen drumherum, also in irgendeiner Form gecatcht. Und ich erstelle mir bestimmt auch eine Experimentierfreude-Liste. Und Tizia, du bist ja in einem Unternehmen angestellt. Du siehst das Ganze von innen. Was noch eine Abschlussfrage. Was sind da die Perspektiven, die du drauf hast, auf die Experimentierfreude deiner Kollegen und Kolleginnen beziehungsweise denjenigen, die auch ein bisschen die Richtung vorgeben des Unternehmens, also im Sinne der Führungskräfte als auch der Geschäftsführung? Wie experimentierfreudig sind die? Und wie wagen die sich so langsam in diese Welt? Ja, also ich bin tatsächlich sehr froh, dass wir ein Unternehmen sind, die da auch keine Scheuklappen hat. Also an der Stelle haben wir auch ein einseitiges Dokument bekommen, was zu tun, was nicht zu tun ist. Also so ein bisschen Struktur, nicht zu viel bestrukturiert. Wir gehen davon aus, dass die Leute auch tatsächlich schlau genug sind, dort, wo sie sich unsicher sind, zu fragen. Also ich glaube, das ist immer ganz wichtig. Ja, lieber nicht zu euphorisch loslegen mit irgendwelchen Kundendaten, sicherlich nicht. Aber halt immer schön auch den eigenen Verstand einschalten. Und ich glaube, wenn man das auch als Kultur lebt, dann geht das. Ich glaube auch, dass jeder, der in einem Mitarbeiterverhältnis ist, sich auch nicht scheuen sollte, den Weiterbildungen von den Arbeitgebern finanzieren zu lassen, weil selbst wenn das Unternehmen vielleicht selber noch nicht so weit ist, ist denen dennoch klar, dass die Mitarbeiter dort einen Bedarf haben. Und besser, die Mitarbeiter sind schon voraus und sind wahrscheinlich durchaus bereit, da auch mit zu finanzieren. Also es gibt immer wieder Pockets. Wer fragt, der kriegt. Also mein Arbeitgeber ist auch nicht zu mir gekommen und hat gefragt, möchtest du eine Strategieberater-Ausbildung machen? Nein, kam keiner. Ich habe gefragt, darf ich? Und er hat gesagt, wenn du hier noch ein bisschen bei uns bleibst, dann darfst du, ganz klar. Und dann habe ich gesagt, ja, dann machen wir das so. Und also an der Stelle, glaube ich, da gilt es auch einfach, die Initiative zu ergreifen und nicht da sich, ja, also einfach machen. Also das ist, glaube ich, tatsächlich meine Devise. Ich glaube, das Letzte ist der wichtige Satz gerade an die Angestellten, aber natürlich auch an die selbstständigen Unternehmer da draußen. Initiative ergreifen. Man trägt euch nicht auf den Gipfel von Mount Everest. Ja, das passiert da zwar, aber das wird hier nicht passieren, sondern ihr dürft selbst gehen und dafür die Initiative ergreifen und die Menschen um Hilfe bitten, die vielleicht dafür notwendig sind, eure Führungskraft oder auch Menschen in eurem Kreis.