
Zertifizierung und Qualitätsmanagement im Wandel der Zeit - Im Gespräch mit Mike Emenako
In dieser Episode sprechen wir mit Mike Emenako, dem Geschäftsführer der mib Management Institut Bochum GmbH, über seine 31-jährige Erfahrung im Bereich Zertifizierungen und Qualitätsmanagement. Mike teilt, wie sein Unternehmen Unternehmen in diesem Bereich begleitet und welche Herausforderungen sie meistern, um Qualitätsstandards wie ISO-Zertifizierungen zu erreichen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Veränderung und Beschleunigung dieser Prozesse durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, was den Weg von 15 bis 18 Monaten auf bis zu 3 Monate verkürzt hat. Mike gibt Einblicke in die Historie, die aktuellen Herausforderungen und wie KI die Effizienz und Genauigkeit bei der Zertifizierung erhöht hat.
Mike Emenako ist Dipl.-Ing. und Geschäftsführer der mib Management Institut Bochum GmbH. Seit Mitte der 90er Jahre berät und trainiert er Unternehmen in den Bereichen Prozessmanagement, Excellence und Qualitätsmanagement. Seine Expertise reicht von der Einführung von ISO-Zertifizierungen bis hin zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien für Unternehmen. Mit Kunden wie Audi, DaimlerChrysler, REWE, Volkswagen und vielen mehr gehört er zu den erfahrensten Experten im Bereich Qualitätsmanagement. Seine Leidenschaft für Qualität und seine Innovationskraft machen ihn zu einem gefragten Berater und Trainer in seiner Branche.
Mike ist zudem ein Vorreiter im Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Zertifizierungsbranche und setzt sich kontinuierlich dafür ein, Unternehmen in dieser Hinsicht auf das nächste Level zu bringen.
Mike´s LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/mikeemenako
mib Management Institut: https://www.mi-bochum.de
Quick Links:
Im KI-Café für Selbstständige & Unternehmer
Jeden Mittwoch um 16:30 Uhr, reflektieren wir Neues aus der Welt der KI. Mit Fokus auf der Relevanz für Selbstständige und Unternehmer. Wir gehen live auf dein individuelles Problem ein und finden gemeinsam den optimalen KI-Ansatz für deine Herausforderung. Du erhältst maßgeschneiderte Prompts, die auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind, um mit KI erfolgreich deine Ziele zu erreichen.
Melde dich kostenfrei an … /ki-cafe/
chat GPT für Gen X
Dieses Buch ist dein Schlüssel, um dein Unternehmen oder deine Selbstständigkeit auf ein neues Level zu bringen. Lerne mit chatGPT, einem kraftvollen Assistenten, wie du deine Produktivität erhöhst, Zeit sparst und bessere Ergebnisse erzielst. Profitiere von praxisnahen Beispielen und konkreten Anwendungen. Unabhängig von deinem Kenntnisstand bietet dieses Buch wertvolle Einblicke und wird ein unverzichtbarer Begleiter für deinen Erfolg sein. Entdecke chatGPT und bereite dich optimal auf die Zukunft vor!
Buch … /shop/buch-mit-jedem-prompt-ein-wow/
KI-Masterclass
Steig ein in die KI Masterclass unser Programm, welches genau für dich konzipiert ist, wenn du maximal von KI in deinem Business profitieren möchtest … du die KI in deine täglichen Arbeitsabläufe integrieren möchtest … du qualitativ hochwertigere Ergebnisse kreieren willst … du um ein Vielfaches produktiver, effektiver und effizienter werden möchtest … und du deine deine Ziele (Reichweite, Umsatz, Kunden…) und die deiner Kunden schneller und besser Wirklichkeit werden lassen möchtest!
Mehr Infos … /ki-masterclass/
Du willst mit uns sprechen?
Vereinbare jetzt einen persönlichen Umsetzungstermin mit uns ... in dem wir Deine Aktuelle Situation analysieren, betrachten wo Du oder Dein Team hinmöchtest, wir können aufzeigen, wie Du dahin kommst, was Dich aktuell davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, um Dich einen Schritt weiterzubringen und damit Du Deine Ziele erreichst.
Termin ... www.koerting-institute.com/termin/
Wenn du auf der Suche nach weiteren spannenden Impulsen für deine Selbstständigkeit bist, dann gehe jetzt auf unsere Impulseseite und lass die zahlreichen spannenden Impulse auf dich wirken.
Impulse im Netflix Flow ... www.koerting-institute.com/impulse/
Wenn dir diese Podcastfolge gefallen hat, dann höre dir jetzt noch weitere informative und spannende Folgen…
Weitere Podcastfolgen ... www.koerting-institute.com/podcast/
Impressum: /impressum/
Das Transkript zum Nachlesen
Wir hatten eine harte Deadline, ja, das musste zertifiziert werden zu einem bestimmten Zeitpunkt, sonst wären die rausgeflogen. Ich meine, der Schaden ist nicht greifbar, ja, der Schaden für solch ein Unternehmen. Mike, schön, dass du da bist. Ich habe dich eben schon kurz angekündigt, du bist verantwortlich, Geschäftsführer mit einem Partner zusammen für das Managementinstitut Bochum. Ihr begleitet Unternehmen dabei, Qualitätsmanagement einzuführen, ihr begleitet sie dabei, Qualität zu halten im Unternehmen, ihr begleitet sie dabei, Zertifikate zu bekommen, also eine ISO-Zertifizierung, TÜV-Zertifizierungen und welche auch immer notwendig sind, um die eigene produktive Kraft auch nach außen hin noch mal durch ein wertvolles Siegel, und das ist in Deutschland und in Europa, braucht es die teilweise, diese Siegel zu bekommen. Jetzt das Thema Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsberichte, was so in der Presse als das Milliarden-Moloch an Bürokratie beschrieben wird. Da seid ihr gerade dran, auch ein Produkt anzubieten, um das Unternehmen abzunehmen, beziehungsweise sie dabei zu begleiten. Und du warst, ja, vor anderthalb Wochen hier auch beim KI-Summit auf der Bühne mit einem viel beachteten Vortrag. Mike, was darf man alles über dich wissen, neben dem, was ich schon beschrieben habe? Schön, dass du da bist, Mike. Ja, vielen Dank, Thorsten. Also, ich glaube, das Allermeiste hast du schon gemacht. Ich bin jetzt seit 31 Jahren im Zertifikatsgeschäft, ich glaube, wir können das ein bisschen. Wir haben da sehr, sehr viele Erfahrungen über die letzten Jahre, Jahrzehnte gesammelt und haben einfach nochmal einen ordentlichen Boost bekommen durch die KI. An einer Stelle darf ich dich korrigieren, ich habe zwei Partner. Und ja, unser Fokus ist tatsächlich auf der einen Seite die Zertifizierung, und ja, was auch ganz spannend ist, wir sind für den deutschen Nachhaltigkeitskongress DNK, der ein Schulungspartner exklusiv im Ruhrgebiet. Also, wer dort dann Schulung zu diesem Thema haben möchte, da sind wir auch dann der Partner. Ja, ansonsten, ich bin begeisterter KI-Nutzer, das ist klar, weil wir – also, man darf das ja gar nicht mehr sagen heutzutage – revolutionieren, das ist so ein typischer KI-Begriff oder Chat-GPT-Begriff. Aber ich glaube, wir revolutionieren und haben das ganze Thema der Zertifikatserlangung schon ein Stück weit revolutioniert. Nimm uns doch mal ein bisschen mit – danke, Maik, erstmal – nimm uns doch mal ein bisschen mit, du machst das seit über 20 Jahren, ja, das Thema Qualitätsmanagement. Du hast, darf man sagen, hunderte von Unternehmen zu diesen ISO-Zertifizierungen und Qualitätshandbüchern, Qualitätsmanagement geführt. Man kann bei dir schon mal fast sagen, wenn jemand mit dir eine ISO-Zertifizierung oder eine andere Art der Zertifizierung machen möchte, durch dich und die Begleitung deines Teams kann man fast schon garantieren, dass das Siegel danach ausgehändigt wird. Nimm uns mal ein bisschen mit auf die Historie. Wie waren das so früher und was hat sich jetzt vielleicht auch in den letzten anderthalb Jahren, was hat sich durch die KI, was hat sich durch den 30. November 2022, Open AI, lässt da irgendetwas auf die Menschheit los, nämlich das nennt sich Chat-GPT, was hat sich dadurch aus deiner Sicht schon verändert? Fangen wir mal mit der Historie an. Wie war das früher, wenn man gesagt hat, Maik, wir wollen das jetzt machen. Wir haben noch nichts, aber wir wollen da ran. Wie war das so? Also ich gehe davon aus, dass viele Menschen schon mal von einer ISO-Zertifizierung gehört haben und wenn wir uns das anschauen, dann bleibt bei vielen natürlich so ein Stück weit hängen, Bürokratie, aufwendige Prozesse, um das zu dokumentieren und man weiß vielleicht nicht so ganz genau, was alles zu dokumentieren ist, aber auf jeden Fall bleibt hängen. Irgendwas darf dokumentiert werden und das war und ist noch eine große Herausforderung. Wie und was dokumentiere ich die Prozesse? Und dies war, wenn man mal zurückblickt, so Anfang der 90er Jahre, dann war das ein Prozess hin zur Zertifizierung, der circa 18 bis 24 Monate gedauert hat. Es relativ aufwendig war, Dokumente zu erstellen, abzustimmen und so weiter und so fort. Und das hat sich natürlich über die Jahre mit der Expertise, mit den ganzen Möglichkeiten, die es gab, schon auch immer wieder ein Stück weit vom zahllichen Aufwand reduziert. Ich meine, wir haben, ich glaube, über 650 Organisationen durch Zertifizierung geführt und 100%-Quote. Also man kann nichts garantieren im Leben, aber definitiv ist es so, es hat bisher jedes Unternehmen geschafft. Und dennoch war es aufwendig. Aufwendig, dass es reduziert hat über die Zeit. Das war eher so eine kontinuierliche, abflachende Linie hinzu, vielleicht brauchen wir irgendwo zwischen 12 und 15. Und seit einigen Monaten oder seit einem Jahr in etwa ist das schlagartig verändert worden, weil wir mit den KI-Tools, die wir zur Verfügung haben, ganz anders an das Thema rangehen dürfen und ganz andere Möglichkeiten haben. Ich bin ja hier und da ganz, ganz gut vernetzt und ich muss immer schmunzeln, wenn ich höre, wir kriegen nicht die richtigen Ergebnisse raus, die richtigen Beschreibungen raus, da ist so viel Nacharbeit bei der Anwendung von KI. Ja, ich glaube, das ist am Anfang sicherlich so. Wenn wir aber uns entwickeln, Expertise gewinnen und genau wissen, was wir tun und genau auch wissen, das war gestern ein spannendes Thema, was ich diskutieren durfte, genau wissen, wie die KI funktioniert und was sie kann und sie verstehen, dann ist es wirklich, dann ist es ein anderes Spiel. Und wir sind heute in der Lage, das zu sagen, dass wir für eine Zertifizierung von 0 auf 100 irgendwo vielleicht zwischen drei und neun Monaten maximal benötigen. Also von 15 bis 18, 12 bis 15 Monate, wenn jemand schnell war, hin zu einer zwei bis drei oder was hast du gesagt? Drei Monate. Jetzt kann man sagen, das ist die Zeitachse, es geht halt irgendwie schneller. Was waren die Auswirkungen im Sinne des Arbeitseinsatzes? Also wenn man früher sagt, da hat man x FTEs gebraucht, x Stunden gebraucht, an Arbeitskraft, was würdest du sagen, wie weit hat sich das reduziert? Also dass man nicht nur auf die Zeitachse schaut, wo man sagt 15 bis 18 Monate runter auf drei, was enorm ist. Ich komme gleich zu dem Hebel, der dadurch auch für Unternehmen entsteht und das betrifft nicht nur Unternehmen, sondern Selbstständige ganz gemein ebenso. Da kommen wir gleich drauf. Was glaubst du, wie hat sich der Aufwand reduziert, wenn wir früher 15 bis 18 Monate hatten? Ja, hier 15 bis 18. Das ist die Dauer runter auf drei. Ich hoffe, das ist von der Skalierung her. Da haben wir die Zeit. Was würdest du sagen, wie hoch war früher der Aufwand, Anzahl Stunden, Anzahl Tage, Anzahl Wochen Arbeit und wie hat sich das reduziert? Also offiziell, Thorsten, nenne ich die Zahl 60 Prozent Reduzierung des Aufwandes, um einen Prozess zu dokumentieren. Ich sage offiziell. Das liegt aber so ein Stück weit daran, Management Institut Bochum, wir sind da ein wenig konservativer in dem, was wir so aussagen. De facto ist es so, dass wir derzeit feststellen, dass wir 80 Prozent plus Zeit einsparen. Also wenn wir zum Beispiel noch vor anderthalb Jahren einen Prozess beschrieben haben, da darf man natürlich dann noch dabei wissen, wenn man so viele Organisationen in den letzten 20, 30 Jahren betreut hat, wie wir das tun, dann gibt es die eine oder andere Vorlage. Da gibt es die eine oder andere Bibliothek, wo wir Bausteine rausnehmen können. Aber dann ist immer noch der Prozess da gewesen oder der Aufwand da gewesen, dass wir in den Dialog gehen, in Workshops gehen, die Dinge austauschen, Dinge neu generieren und das ist fast komplett weg. Also mit der richtigen Herangehensweise, so wie wir das heute für uns etabliert haben oder etablieren. Auch da, es geht kontinuierlich weiter, reduziert sich dieser Aufwand auf wenige Stunden. Wir sehen es gleich live. Es gibt eine Vorarbeit und dann geht es in Rekordzeit. Und wir werden auch gleich sagen, es ist ja dann alles fake, das ist ja dann irgendwie alles produziert. Das ist mitnichten so. Das werden wir gleich zeigen. Wenn du sagst, Aufwand 60% reduziert, was würdest du sagen, was haben Unternehmen, sag mal eine Stundenzahl, so ein mittelständisches Unternehmen, 50 Mitarbeiter, 100, nimm dir irgendeine Referenz, die früher so 15 bis 18 Monate gebraucht haben, jetzt brauchen sie nur noch drei. Der Aufwand sich auch reduziert. Wie viele Stunden haben die damals Dokumentation zusammengearbeitet? Haben sie es dokumentiert? Du hast gewartet, du hast noch Arbeit gehabt mit dem Ganzen. Was würdest du sagen, so in Summe, was da an Stunden reingefallen sind? Sag mal eine Zahl, ungefähr 100, 200, 500. Also das ist, jetzt müsste ich eine Referenzzahl nehmen. Das ist ein bisschen schwierig zu sagen, aber es gibt Prozesse unterschiedlicher Kategorien und auch Komplexitäten. Und da gibt es halt Faktoren, mit denen wir durchaus arbeiten. Also es ist sehr unterschiedlich. Also das kann ich so pauschal nicht sagen. Das hängt so ein bisschen von der Branche ab, des Unternehmens, Thorsten, und dann auch den Prozess, um den es geht. Haben wir einen unterstützenden Prozess, der eher, also ich sage mal so ein Prozess wie Buchhaltung. Ein Buchhaltungsprozess, da darf es relativ wenig Kreativität und Bandbreite geben, weil da gibt es Regelungen, die den Prozess irgendwie eingrenzen. Der ist relativ einfach. Aber wenn wir jetzt einen Prozess nehmen, wie zum Beispiel ein Leistungslieferprozess, ein Marketingprozess, Vertriebsprozess, der ist durchaus dann sehr individuell und komplex. Aber in aller Regel ist es so, dass wir, wenn wir jetzt mal eine Dauer nehmen eines Kernprozesses, um den zu beschreiben, dann würde ich sagen, rein von der Arbeitsleistung her, den Kernprozess zu beschreiben und abzustimmen, reden wir dann schon auch von 20 Stunden je Prozess. Großartig. Und natürlich, da muss hier was gesammelt werden, da muss man da nochmal ein Meeting machen. Also, ich kann mich erinnern, als wir damals für ein Unternehmen, das hatte rund 1.000 bis 1.500 Mitarbeiter, das war ein IT-Dienstleister eines Großunternehmens, Dax, gelistet in Deutschland, für die haben wir das damals eingeführt. Daraus ist auch das Buch entstanden. Das war ein Einjahresprojekt, die Prozesse in dem Unternehmen, die ohnehin schon gelebt wurden, zu dokumentieren, zu verankern und eine ISO 20000 Zertifizierung zu bekommen. Den Prozess habe ich damals verantwortet, ISO 20000, 200001, ich weiß mir genau die Zahl. Und daraus ist dann dieses Compendium entstanden, mit allen Tipps und Tricks, wie man jetzt beschreibt. Wir hatten damals auch noch Sponsoren gefunden, die sich in dem Buch haben auch abbilden lassen, mit ihren Tools. Ardo IT war mit dabei, dann AENIS war mit am Start, dann JCOM1, die BPM-Suite für die Prozessdokumentation und Prozess-4.bis war mit dabei. Dr. Hermann-Josef Lamberti hat damals das Vorwort geschrieben, der war CIO von der Deutschen Bank für dieses Werk, was ich mit zwei Koautoren geschrieben habe. Und das war ein Jahresprojekt. Das hat Millionen gekostet. Warum? Weil wir – und du wirst das selbst bestätigen können, auch mit den Unternehmen, mit denen du zusammenarbeitest – wenn das Mutterunternehmen, ein DAX-Konzern, in New York gelistet, wir mussten damals SOX-Compliant sein, Saban-Oxley-ACT. Wenn wir nicht diese ISO-20.000-Zertifizierung bekommen wären, wäre dieser Großkonzern in New York gedelistet worden, weil es notwendig war, dass alle Tochtergesellschaften durch die Zertifizierungen gehen. Jetzt kann man mal gucken, wir hatten eine harte Deadline. Das musste zertifiziert werden zu einem bestimmten Zeitpunkt, sonst wären die rausgeflogen. Ich meine, der Schaden ist nicht greifbar, der Schaden für solch ein Unternehmen. So, ganz kurze Unterbrechung. Wenn dir dieser Podcast gefällt und du mehr erleben möchtest, tiefere Einblicke in die künstliche Intelligenz erlangen möchtest und lernen möchtest, wie sie dich als auch deine Kunden noch erfolgreicher macht im Marketing, im Vertrieb und in der Produktion, dann komm doch einfach mal in das KI-Café, jede Woche Mittwoch, 8.30 Uhr bis um 10 Uhr, gerne auch 15 Minuten vorher. Du kannst dich anmelden unter www.d-kirtings.com slash ki-café und dann noch der Abschluss-Slash. Da kannst du dich anmelden und dann wöchentlich beim KI-Café mit über 100 anderen Teilnehmern dabei sein, mitschwingenden Käffchen trinken und Neues über die künstliche Intelligenz lernen und wie sie dir und deinen Kunden hilft. Bis dahin. Und jetzt geht es weiter mit der Folge. Wie schätzt du, ich meine, das ist jetzt vielleicht eine entsprechende große Nummer, ja, aber es kommt immer wieder vor, dass durch regulatorische Anforderungen solche Prozesse, Zertifikate, Testtate, wie auch immer man das nennt, produziert werden müssen. Was glaubst du? Also nicht glaubst, sondern du weißt es ja in Teilen. Was ist der Nutzen neben dem Aufwand, der deutlich reduziert ist durch die KI? Wir werden es ja gleich zeigen, wie es geht. Da wird euch allen die Kinnlade auf den Boden fallen. Oder ihr werdet sagen, naja, ist ja klar jetzt mit der KI. Aber man muss erst mal darauf kommen. Wie hoch ist der Nutzen aus deiner Sicht? Lässt sich der beziffern, was es für ein Unternehmen bedeutet, wenn es heutzutage nicht mehr 15 bis 18 Monate warten muss oder darauf hinarbeiten muss, eine solche Zertifizierung zu bekommen, im Vergleich zu drei Monaten? Lässt sich das überhaupt beziffern, was der Nutzen in Zahlen für ein Unternehmen bedeutet? Ich glaube, recht beziffern lässt sich das definitiv nicht. Aber es ist klar, in manchen Branchen darfst du einfach nicht mitspielen ohne Zertifizierung. Bist du in der Medizintechnikbranche, auch eine Branche, die wir sehr intensiv bedienen, da darfst du gar nicht mitspielen ohne Zertifizierung. Stell dir vor, du bist ein junges Unternehmen und du möchtest an diesem Markt mitspielen. Und wenn du dann in der Perspektive hast, dass du dich gründest und erst in einem Jahr mitspielen darfst. Was das bedeutet, das Ausmaß ist ja kaum zu beziffern. Das andere Thema ist, es gibt immer mehrere Faktoren, was eine Zertifizierung dir so bringen kann. Das eine ist, du darfst mitspielen am Markt und das andere ist, du darfst dich differenzieren am Markt. Nehmen wir den Trainingsmarkt, dann ist es so, egal wo man heute hinguckt, es gibt zig Trainings, also Hundert, Tausende sozusagen. Und für den Endverbraucher, für den Kunde ist es immer schwer zu sagen, was ist denn jetzt vernünftig. Ich kriege ja auch häufig Fragen gestellt, welche KI-Schulungen sollte ich machen, welches Training sollte ich machen. Und ein Zertifikat kann da natürlich mehr als nur helfen, nach außen zu dokumentieren, dass ich ein vernünftiges Curriculum habe und wie ein vernünftiger Anbieter bin. Das ist so cool. Danke dir Mike bis hierhin. Wir haben ein paar Fragen im Chat. Eine habe ich schon beantwortet, nämlich die von Janett. Sie hat gesagt, es sind ja immer andere Abteilungen, involviert Marketing, IT, ETC mit jeweils eigenen Prozessen. Schreibt ihr alle Prompts vor oder schreibt jede Abteilung ihre Prompts selber, obwohl sie nicht immer KI-Experten haben. Und da war meine Antwort, Janett, ich werde es gleich zeigen. Es sind nicht die Prompts, die sind Banalität ur. Wenn du so ein paar Grundprinzipien im Prompten verstanden hast, und das sind dann nur zwei, drei, die da greifen, ist es total banal. Es ist der Prozess, der dahinter liegt, der der Game Changer ist. Den werden wir gleich zeigen. Und dann die Frage, kannst du beantworten? Also Janett, noch kurz Geduld. Das ist kein Cliffhanger, das ist hinter keiner Paywall und nichts. Du musst hier irgendwie noch 100 Euro bezahlen, dann zeige ich dir den Prozess, sondern wir zeigen das gleich. Und die Anna fragt, das kannst du sicherlich beantworten, Mike, für Maschinenübersetzungen gibt es ein ISO 18587 Zertifikat? Für Übersetzer, also Menschen, gibt es die ISO 17100. Wurde diese Zertifizierung eigentlich für Chachibiti schon durchgeführt? Also ich darf Folgendes sagen. Es gibt aktuell eine Entwicklung, dass es spezielle Management Systeme für KI gibt, also KI Management Systeme. Das ist die ISO 42001. Und dieses Thema wird gerade entwickelt. Wir sind mit, ich darf einfach sagen, einem der bekanntesten und größten Schulungsanbieter in Deutschland gerade dabei, genau dieses Thema zu entwickeln, sodass es auditiert werden kann, dass es trainiert werden kann und so weiter. Ich hatte gerade schon ein Zwiegespräch hier im Chat mit Carsten. Carsten Wittmann, du hattest ihn ja auch vorgestellt als einen der Experten im Compliance Team, ist auch mit an Bord bei diesem Thema. Und wir werden über kurz oder lang, nicht über kurz oder lang, die Norm gibt es, also wir werden halt mittelfristig feststellen, dass wir ganz viele Zertifizierungen in diesem Bereich haben, weil es gibt den Bedarf am Markt, Compliance und Sicherheit bei der Anwendung und Nutzung von KI System nicht nur in die Organisation zu integrieren, sondern dort auch nachzuweisen. Hallo Carsten, grüß dich jetzt mal. Ich habe ihn mal auf die Bühne geholt, damit ihr ihn alle seht. Ja, nur damit wir dich mal, dein Gesicht noch mal gesehen hatten, werden wir dich dann nächste Woche dann hier auch noch mal auf der Bühne sehen beim Best-of. Mini-Einblick in die rot-gelb-grünen Karten und auch das, was Mike gerade noch mal skizziert. Da werden wir dich dann hier noch mal haben. Großartig. Also das, glaube ich, beantwortet so ein Stück weit die Frage von der Anna. Und Anna, wenn du gleich dann noch Fragen hast, gerne mit der elektronischen Hand nach oben. Der Sebastian hat noch gesagt, der Nutzen für die Organisationen, so wie bei sehr vielen Unternehmen, beschreibt der weniger Aufwand für Themen, die nicht zum Kern des eigenen Geschäfts gehören und zu mehr Zeit für die wesentlichen Themen beinhalten. Wir haben ja häufig, ich male das immer ganz gerne, jetzt auch, wenn wir über Anwendungsfälle in der KI sprechen, kennen alle, die irgendwie ein Stück weit beratend unterwegs sind. Wir haben hier oben auf der einen Seite Aufwand für Initiativen, dann haben wir hier Nutzen. Dann bilden sich so grundsätzlich vier Felder ab. Wir haben nämlich hier die Felder mit entsprechend hohen Nutzen, beziehungsweise links davon die Felder mit einem niedrigen Nutzen. Wir haben hier die Felder mit einem niedrigen Aufwand und wir haben Felder mit einem hohen Aufwand. Und häufig sind diese regulatorischen, und da möchte ich auch noch mal eine Lanze dafür brechen, weil ich kann gleich sagen, was es bei uns alles verändert hat, auch noch mal im Bewusstsein, sind häufig diese Zertifizierungsprojekte. Das Thema Qualitätsmanagement, da müsst ihr mir sicherlich zustimmen, die sind hier oben veranlagt, also verortet, nämlich mit einem hohen Aufwand und einem entsprechend geringen Nutzen, zumindest was man ursprünglich so betrachtet. Es ist eine Budgetposition, ich muss noch Prozesse dokumentieren, muss das Qualitätshandbuch noch schreiben und da sind häufig auch diese regulatorischen, also DSGVO-Konformität war so eins, hat viele Selbstständige auch betroffen, die jetzt hier dabei sind. Wir haben das Thema Euro-Umstellung damals, ja bei den Banken speziell. Wir haben das Thema Jahr 2000 Wechsel, weil man auf den ganzen Großrechnern nur zwei Jahresziffern betrachtet hat und dann irgendwie bei 1999 hätte man wieder bei 0,0 angefangen und dann die Geburtsdaten wären ein Stück weit falsch gewesen. Aber ich glaube, man darf auch eins sagen, Mike, wenn Unternehmen durch solch einen Prozess laufen, der Zertifizierung, der bewussten Dokumentation von Prozessen, was passiert kulturell und was passiert so in der Geisteshaltung, also in dem Bewusstsein im Unternehmen beziehungsweise bei den Mitarbeitern? Du darfst die Frage nochmal formulieren. Also Sebastian hat gesagt, der Nutzen, also die Projekte sind meistens da verortet, dass ich mich mit irgendwas beschäftigen muss, was nicht mein Kerngeschäft ist und jetzt mache ich das mit viel Aufwand, früher 15 bis 18 Monate, ein relativ geringer Nutzen. Ja, ich habe ein Zertifikat und ich kann das nach außen platzieren, aber es ist so dieses, wir müssen das machen, wir müssen das machen, sonst fliegen wir aus der amerikanischen Stock Exchange raus. Was erlebst du in den Unternehmen, was kulturell sich verändert beziehungsweise im Bewusstsein, wenn es um Prozesse, Prozessqualität, Prozessoptimierungen, was ist das, was sich in den Unternehmen verändert, wenn sie durch diese Prozesse laufen? Verändert sich nichts, verändert sich was zum Schlechten oder kriegen die ein deutlich höheres Bewusstsein für Prozessqualität, für Prozessergebnisse? Was passiert da? Also eigentlich darf man diese Frage zweierlei beantworten. Also vielleicht allgemein, wie das häufig erlebt wird und dann unsere Erlebnisse. Und ich mag lieber auf unsere Erlebniswelt eingehen. Da gibt es drei Begriffe. Ordnung, Struktur, abgestimmte Schnittstellen. Wenn wir durch solche Prozesse gehen mit Organisation, dann stellen wir immer wieder fest, dass wir eine ganz andere Verbindung auch zu den Prozessen haben. Wir machen uns nichts vor, was wir heute alle brauchen in der Organisation. Wir brauchen irgendwelche Ordnungsrahmen und wir brauchen natürlich Standards, die wir in irgendeiner Form wiederholen können, um nicht immer wieder neu anzufangen. Wir brauchen Standards, um neue Mitarbeitende, die an Bord kommen, onzuboarden, also einzuarbeiten. Und wir stellen immer wieder fest, dass die Organisationen, die mit uns durch einen solchen Prozess gehen, also da sind wir nicht exklusiv. Da gibt es auch andere sehr, sehr gute Anbieter am Markt, die darauf achten, dass wir ein menschenzentriertes Prozess- und Qualitätsmanagement haben. Darauf darf man dann wirklich auch achten, wenn man sich da mit beschäftigen möchte, dass die Organisationen, die das anbieten, auch eine menschenzentrierte Herangehensweise haben. Aber wir erleben kontinuierlich, dass diese Organisationen, die durch diesen Prozess gehen, die sind einfach besser. Die sind einfach besser als die anderen. Und das ist das, was hängen bleibt. Ich meine, ist das nicht entscheidend für uns als Organisation? Wir wollen doch besser sein als unsere Marktbegleiter und das gewinnen wir dadurch absolut. Also ich kann gleich noch mal sagen, was es bei uns gemacht hat. Wir sind ja gerade mit dir dabei, die ISO 9001 Zertifizierung zu machen, nahezu in Rekordzeit. Und kann noch mal sagen, was es bei uns im Unternehmen für Anlass hat. Aber erst der Carsten. Carsten, deine Ergänzung. Ich habe mal in der Bank ein Prozessteam selber aufgebaut, die halt darauf aufgebaut haben, auf den dokumentierten Prozessen. Das heißt, die sind hingegangen und haben dann Optimierung gemacht an den Schnittstellen, Ende zu Ende, um Effizienzen zu heben, um die Durchlaufzeit zu verbessern, um mehr Kundenqualität reinzubringen in die Prozesse. Und das ist halt was, was du erst machen kannst, wenn du deine Prozesse irgendwie mal strukturiert niedergeschrieben hast. Ansonsten musst du das halt in jedem Projekt wieder von vorne machen und aufschreiben. Und deswegen ist das wirklich ein Change in Mindset im Grunde genommen, wenn du sagst, hey, wir haben schon mal eine Ausgangsbasis und wir gucken uns jetzt den Prozess an und wir können sofort irgendwie ein Verbesserungsprojekt starten, weil wir einfach wissen, was da passiert. Ja, man muss dann im Detail immer noch mal ein Stückchen eine Ebene tiefer gehen. Aber man weiß zumindest schon mal, wer ist denn alles beteiligt? Was ist denn der Impact davon, wenn ich jetzt hier was ändere? Was passiert denn dann im nächsten Prozessschritt oder in den folgenden Abschnitten? Und gerade in größeren Unternehmen habe ich es auch erlebt. Ich habe einmal einen Prozess optimiert. Da waren Leute aus sieben Standorten rund um die Welt beteiligt, irgendwie von New York über London, Indien bis Shanghai. Und keiner wusste eigentlich mehr genau, wie der Prozess funktioniert. Und der eine hat was dahin gefasst und dann wurde das ausgedruckt und unterschrieben und wieder zurückgefasst. Und du denkst so, nee, das kann jetzt nicht sein. Ich meine, das ist ein globaler Konzern, wo du denkst, die müssen doch irgendwie wissen, was sie tun. Und dann haben wir es halt aufgenommen und haben den Unsinn abgestaltet. Ja, krass. Und ich glaube, dass dieses Bewusstsein entscheidend ist, wenn du mit einer Organisation durch diese Prozesse gehst, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, was sind überhaupt Prozesse, welche Qualität dürfen Prozesse hergeben? Wir reden auch über Prozessoptimierung, Stringenz in der Dokumentation, Stringenz in dem Aktuellhalten, Stringenz im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, was ja die höchste Stufe dann schon ist, auch in dem Schichtenmodell. Und dass einfach eine gesamte Organisation verändern kann, wenn sie durch diese Prozesse gehen. Mike, wird dieser Nutzen, dieser Veränderung in den Unternehmen, auch vom Mindset her – danke Carsten dafür, großartiger Impuls – wird der vernachlässigt, geht der zurück? Weil wir jetzt hier über eine ganz andere Zeitdauer sprechen, weil es halt viel schneller ist. Oder siehst du den Effekt dennoch in den Unternehmen? Der Effekt wird auch größer. Bisher reden wir ja darüber, wie komme ich von irgendeiner Ausgangsbasis hin zu einem fertigen, beschriebenen Prozess. Spannend wird es ja erst, deswegen die, die mich kennen, die wissen ja, dass ich das nicht für so eine ganz große Sache halte, einen Prozess zu generieren. Spannend wird es ja erst, wenn wir die Prozesse verbessern müssen. Und wenn wir mit unseren Prozessen reden können und wenn uns unsere Prozesse die Fragen, die wir haben, beantworten. Und das ist das, was sich dann – also sorry, ich bin halt im KI verhaftet – aber das ist dann der Game Changer. Das ist der Game Changer. Wir reden mit unseren Prozessen und wenn unsere Prozesse nicht passen, dann sagen wir ihnen, wie sie sich verändern müssen oder dürfen. Großartig. Mike, danke dir. Toll, dass du dabei gewesen bist. Nächste Woche im Best-of. Hoffentlich dann auch nochmal fünf Minuten Zeit. Das war einfach nochmal ganz kurz zu gucken, was war, was ist. Und dann, wir sehen uns ohnehin bald. Wünsche ich dir schon mal einen tollen Sommer und schön, dass du hier gewesen bist, Mike. Danke dir für alles und teile bitte deinen Link nochmal in den Chat. Da hast du es gemacht. Großartig. Benetzt euch mit dem Mike. Er postet auch auf LinkedIn häufig etwas über Qualitätsmanagement und Prozesse und KI. Unfassbare, inspirative Kraft, über den Weg auch mal Einblicke zu bekommen, wie ihr denkt in eurem Unternehmen. Danke, dass du hier warst, Mike. Großartig. Ganz herzlich. Danke. Danke. Danke daraus.