
Künstliche Intelligenz in der modernen Unternehmenssoftware
In dieser Episode beleuchten wir, wie künstliche Intelligenz (KI) zunehmend zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Unternehmenssoftware wird. Erfahre, wie renommierte Softwarehersteller wie ihre Produkte mit KI-Funktionen erweitern, um in der heutigen schnelllebigen Wirtschaftswelt wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Die Integration von KI in Standardsoftware (00:00 - 02:30)
- Ein Überblick darüber, wie Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen, um ihre Softwareprodukte weiterzuentwickeln.
- Notwendigkeit der Adaptation (02:31 - 04:15)
- Warum es für Softwareanbieter essentiell ist, KI zu integrieren, um nicht obsolet zu werden.
- Auswirkungen auf die Supply Chain und Prognostik (04:16 - 07:00)
- Wie KI genutzt wird, um komplexe Prognosen und Analysen in der Lieferkette zu ermöglichen.
- Praktische Anwendungsfälle von KI (07:01 - 09:45)
- Beispiele, wie KI in verschiedenen Branchen praktisch eingesetzt wird, z.B. bei der Vorhersage von Wartungsbedarf für Wärmepumpen.
- Zukunftsperspektiven und strategische Bedeutung (09:46 - 11:16)
- Diskussion über die langfristigen Vorteile der Integration von KI in Geschäftsprozesse und die strategische Bedeutung für Unternehmen. Quick Links:
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Das Transkript zum Nachlesen
diese Anwendungsfälle dann Schritt für Schritt in die Umsetzung zu bringen. Wir werden dieses Jahr eine Entwicklung sehen, dass alle renommierten Standard-Software-Hersteller, also all diejenigen, die was auf sich halten und auch die finanziellen Kapazitäten haben, ihr Softwareprodukt, nennen wir das ERP, SAP, ihr Softwareprodukt weiterzuentwickeln. Alle, die was auf sich halten, arbeiten mit Hochdruck, mit allen verfügbaren Kapazitäten daran, die künstliche Intelligenz als integralen Bestandteil ihrer Software zu sehen. Und da würde ich sagen, dass, wenn du mich danach fragst, wie viel kenne ich? Ich sage, ich muss gar keine kennen, erst mal im ersten Schritt, weil fest davon auszugehen ist, dass alle renommierten, die was auf sich halten, das entweder schon integriert haben, beziehungsweise in Kürze integrieren werden müssen, weil sie sonst obsolet werden. Der Kampf da draußen ist so groß. Ja, dieser Wettbewerbsvorteil, gerade solche Berechnungen durchzuführen, ist notwendig. Und wenn die Softwareanbieter, auf die man aktuell sitzt, es gibt ja ein paar, die haben seit ein paar Jahren nichts mehr Weltbewegendes da rausgebracht in ihre Software. Können wir jetzt einige nennen, machen wir aber nicht. Und wenn die nicht nachziehen, wenn die nicht in der Lage sind, jetzt diese Entwicklung mitzugehen, und das ist eine ganz andere als damals die Digitalisierung, ist keine Sau, die durchs Dorf getrieben wird, sondern eine Sau, die im Dorf bleibt. Und wenn wir uns darauf nicht vorbereiten, dann werden die Firmen dazu übergehen müssen, sich dieser Software zu entledigen, weil sie sie nicht für die Zukunft aufstellt. Und da ist auch die Frage, die reine Berechnung, wie viel muss ich bestellen? Die ist ja heute schon möglich. Das machen ja die ganzen Supply Chain Systeme heute schon. Die Frage ist viel eher, wie kannst du auf Basis dessen, was in der Welt passiert, eine Antizipation vornehmen, die du gar nicht berechnen kannst? Das heißt, meine Welt geht eher dahin zu sagen, ich verbinde verschiedene Informationen aus der Welt. Und das fängt an mit der politischen Lage im Nahen Osten. Das geht darüber hinaus, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass im Suezkanal ein Schiff in die Bande fährt? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in Baltimore ein Schiff mit eines der größten Frachtschiffe der Welt gegen die Brücke fährt und sie zum Einsturz bringt und damit die Wertschöpfung, nicht die Wertschöpfung, die Lieferketten in der zentralen Welt beeinträchtigt? Wie wahrscheinlich ist es, dass Gasleitungen torpediert werden, dass Unterseekabel durchtrennt werden? Und wie ist aktuell die Wettersituation? Also auch das spielt eine Rolle. Und das mit einzubeziehen und daraus eine KI berechnen zu lassen, was könnte passieren und wie bin ich in der Lage, mich darauf vorzubereiten? Das Gleiche gilt. Wir beraten einen Wärmepumpenhersteller in Osttirol, einer der größten in Europa. Und die haben den After-Sales-Prozess. Und After-Sales ist speziell. Du brauchst Ersatzteile und Lieferteile für die Wärmepumpen, die du irgendwo verbaut hast. Und jetzt kann man natürlich aus der Vergangenheit ablesen, guck mal auf ein paar Kurven, wann ein bestimmtes Teil für eine Wärmepumpe am häufigsten kaputt geht, nämlich dann, wenn es irgendwie gebraucht wird. So, jetzt kannst du sagen, pass mal auf, da gibt es ein Hotel, da ist eine Wärmepumpe von mir eingebaut und jetzt nehme ich die Wetterdaten, beispielsweise, wir hatten jetzt 30 Grad, wir hatten 20 Grad, eine tropische Nacht, muss man sich überlegen im April, Wetterdaten. Und aus den Wetterdaten kann ich ableiten, welche Leistung muss meine Wärmepumpe bringen. Dann nehme ich dazu die Auslastungsquote dieses Hotels, also die Leistung, die eine Wärmepumpe bringen muss, inklusive der Auslastung des Hotels, gepaart, und das ist dann der dritte Datenbestand, gepaart mit dem aktuellen Zustand der Wärmepumpe. Wie lang ist dieser große Rotor schon gelaufen? Wie sind die Verschleißteile? Und aus der kann ich berechnen, und das mache ich nicht mit einem Algorithmus, sondern aus dem berechne ich eine Prediction, also eine Predictive Maintenance. Pass auf, in einer Woche erwarten wir einen Wettersturz, du hast ein volles Hotel und dein Teil hier in der Wärmepumpe, das ist am Limit, weil das haben wir das letzte Mal vor zwei Jahren getauscht. Wenn du willst, dass deine Kiste nicht zur Höchstform kaputt geht, dann, wenn es gebraucht wird, weil du die Hütte voll hast und weil ein Wettereinbruch stattfindet, dann wäre es gut, wenn wir jetzt einen Heizungsbauer zu dir hinschicken, der das Teil jetzt schon mal austauscht. Das ist das in meiner Welt, wo eine KI das volle Potenzial ausschöpfen kann, weil niemand sonst in der Lage ist, diese notwendigen Berechnungen algorithmisch und auch nachvollziehbar zu betrachten. Das haben wir auch gezeigt, noch ein letzter Satz dazu. Wir sehen das an Schach und an dem Spiel Go. Schach ist ein Spiel, das kannst du bis zum Ende rechnen, also jeden Zug, du kannst den besten Zug ausrechnen, weil du es bis zum Ende rechnen kannst. Es ist nur eine Frage der Rechenkapazität. Bei dem Spiel Go geht das nicht mehr, weil das Spiel Go deutlich mehr Spielzugkombinationen hat als Schach, nämlich so viele wie Atome im Universum. Das kannst du nicht mehr berechnen, da brauchst du die KI. Das ist das, wo sich 2016 IBM und Google zusammengetan haben und dann 2016, das lässt sich in der Dokumentation AlphaGo nachschauen, gibt es auf YouTube kostenlos, 90 Minuten ohne Werbung, wie sie den besten Go-Spieler der Welt geschlagen haben. Das hat man gesagt, das passiert in zehn Jahren nicht. Und das ist das, wo eine KI ihr volles Potenzial ausschöpfen kann, nämlich das Verbinden von verschiedenen Daten, deren Interpretation und Schlussfolgerungen daraus ableiten. Also auf jeden Fall, sich dem Ganzen zu nähern. Also wollen heißt ja schon, die wollen. Es gibt viele Unternehmen, die wissen noch gar nicht, dass sie wollen, oder die wissen gar nicht, was sie wollen. Also ich habe so ein Sieben-Räume-Modell, das ist abgeleitet von Klaas Janssen. Es gibt die vier Räume der Veränderung. Hast du vielleicht schon mal gehört, der Schock, die Verneinung, die Verwirrung und die Akzeptanz. Das sind die vier Räume. Also wir sind alle durch den Schock gegangen, als wir zum ersten Mal die KI erlebt haben, in ihrer Güte und in ihren Möglichkeiten. Dann waren wir in der Verneinung, wo wir gesagt haben, es hat nichts mit uns zu tun. Das hat keine Auswirkungen auf uns. Das wird schon wieder gehen. Es ist die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Dann verstehen wir, oh, die ist gekommen, um zu bleiben. Wir sind in der Verwirrung und fangen an, darüber nachzudenken, wie können wir das für uns einsetzen? Welche Auswirkungen hat das auf mich, mein Unternehmen, meine Rolle? Und gehen dann in die Akzeptanz und sagen, okay, jetzt verstehe ich, die hat Auswirkungen, die ist da. Diese vier Räume reichen aber nicht, weil der Raum der Ahnungslosen immer noch proppenvoll ist. Es gibt genug noch Menschen da draußen, die noch gar nicht mitbekommen, was passiert. Es ist Nummer eins und Akzeptanz aus meiner Sicht reicht auch nicht, weil wir müssen sie umsetzen, wir müssen sie integrieren. Das ist der nächste Raum und wir müssen sie transformativ nutzen. Deine Frage impliziert, dass der Einkauf schon soweit genug ist, dass sie es einsetzen wollen. Mein Ansatz würde vorher anfangen und sagen, ich darf sie erst mal dazu bringen, dass sie mindestens im Raum der Verwirrung stehen. Das heißt, dass wir sie aus dem Raum der Ahnungslosen mal in den Schock gebracht haben. Ich habe jeden Tag mit Menschen und Unternehmen zu tun, die sagen, ey, das ist möglich, das ist ja krass. Hätte ich nie gedacht, heute Morgen auch wieder. Wie sie dann durch die Verneinung durchführen im Sinne, ja, das muss man achtsam betrachten, das wird schon wieder gehen, das wird eh reguliert, was machen wir mit Ethik, bla, bla, bla. Alles wichtige Fragen. Sie durchführen in die Verwirrung. Wenn sie in der Verwirrung sind, dann kannst du anfangen, mit ihnen zu arbeiten, weil dann die Dentriten offen sind. Und sie in dieser, okay, das hat was mit mir zu tun, ich muss mich darum kümmern. Und zum einen würde ich ihnen raten, wenn sie von der KI schon mal was gehört haben oder eben noch nicht, dass sie sich mal durchleiten lassen in die Verwirrung. Wenn sie in der Verwirrung sind, ist mein Ansatz immer, dass sie Anwendungsfälle identifizieren dürfen. Das kann man über einen strategischen Ansatz machen, also die Strategie, die das Unternehmen hat oder die Strategie des Einkaufs, die sich dann auch, die sich andocken darf natürlich an die Unternehmensstrategie. Daraus sich eine KI-Strategie ableitet. Man in der Lage ist, Anwendungsfälle zu identifizieren, entweder auf prozessuraler Ebene, auf Herausforderungen, Ziele, Projekte, Schmerzen, Zeitfresser-Ebene. Da gibt es unterschiedliche Perspektiven, wie man sich dem nähern kann. Diese Anwendungsfälle als solche zu beschreiben und auch zu dokumentieren in einer gewissen Form. Das machen wir auch mit unseren Unternehmen, die wir begleiten. Und diese Anwendungsfälle dann Schritt für Schritt in die Umsetzung zu bringen. Also sich Anwendungsfälle zu nehmen, die durchaus größer sind als man selbst. Also wie du schon sagst, Bedarfsermittlung mit der KI. Das ist ein geiler Anwendungsfall, den kann man richtig gut runterschreiben, aber den dann klein anfangen. Auf einer Spielwiese mal mit ChatGPT gucken. Ich habe die Informationen, wie kann die KI da, bevor ich mir ein großes System kaufe, setze ich mich mal drei Stunden in ChatGPT und nerde mal ein bisschen darum, sowas zu entwickeln. Aus diesem Ansatz dann das zu systematisieren, also meine Herangehensweise etwas stringenter und auch nachvollziehbarer zu gestalten und dann in die Richtung der Automation zu gehen. Das heißt, zu schauen, wie kann ich diesen Anwendungsfall so lösen, dass er nachvollziehbar, fast schon automatisiert durchläuft und in der letzten Stufe ihn dann in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Und ob das entweder über die Softwarelösung des Herstellers, der das Supply Chain Software anbietet, ob das über sowas wie Copilot oder eine eigene Cloud-Lösung geht, über ein eigenes GPT, das ist eine ganz anders nachgelagerte Frage, weil erst mal dieses Bewusstsein und dieses Verständnis, was will ich und wie kann ich da rangehen, das darf reifen und ich suche gerne Leuchtturmprojekte aus in den Unternehmen, also auch in dem Einkauf. Leuchtturmprojekte, die sich schnell umsetzen lassen, die einen hohen Effekt haben, also diesen Wow-Effekt haben, um daraus dann so einen Ripple-Effekt auszulösen, also so eine Wellenbewegung, die sich in der Abteilung oder sogar im ganzen Unternehmen ausstrahlt, wo alle sagen, hey, das ist ja cool, ist ja doch kein Teufelszeug. Und was ihr da gemacht habt im Einkauf, mega, das hätte ich auch gerne. Untertitel der Amara.org-Community