
30 Meter oder 26x um die Welt
Diese Folge ist eine besondere: es ist ein Mitschnitt der diesjährigen Speakerstars, bei welchen Birgit eine Rede gehalten hat. Was es mit 30 Metern oder 26x um die Welt auf sich hat und diverse Impulse zu künstlicher Intelligenz in dieser Folge!
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Das Transkript zum Nachlesen
Nach 30 Schritten bin ich 26 Mal um die Welt. Wir laufen. Das bedeutet exponentiell. Und das ist das Potenzial. KI. Was ist passiert? Eine ganze Menge. Letztes Jahr im November hat OpenAI den Chatbot ChatGPT freigeschaltet. In den USA. Ich weiß nicht, wie viel wir hier in Deutschland davon sofort mitgekriegt haben. Zwei Monate später war ChatGPT in unserem Wohnzimmer. Denn am 12. Januar zum ersten Mal sprach auch der Moderator in der Tagesschau darüber, dass künstliche Intelligenz jetzt alles revolutionieren wird. Künstliche Intelligenz ist ja nicht neu. Künstliche Intelligenz gibt es in Tesla und an vielen anderen Stellen. Aber künstliche Intelligenz war noch nie so nahbar und so greifbar für uns und so nutzbar. Und dann kam es, dass mein geliebter Ehemann, Geschäftspartner Thorsten, der eigentlich heute mit hier auf der Bühne stehen wollte und sich so gefreut hat, vor 2000 Leuten zu sprechen, jetzt aber in Atlanta ist und KI im Projektmanagement sprechen darf, er grüßt euch ganz herzlich, dass er vier Tage krank war. Und dann lag er im Bett, was echt für Thorsten ungewöhnlich ist. Also sein Körper wurde zur Ruhe gezwungen, sein Geist hatte keine Chance. Er beschäftigte sich nämlich erstmal mit dem Chatbot, mit ChatGPT. Und nach vier Tagen hatte er sein erstes Buch geschrieben. Die KI-Revolution und die Auswirkungen auf das Projektmanagement. Wenn ihr das Buch euch besorgt, seid gnädig, es ist nicht unser bestes Werk und auch nicht sein bestes Werk, aber es zeigt, wie schnell künstliche Intelligenz uns zu Ergebnissen führen kann. Ja, und dann hat er es auch noch auf Amazon Kindle veröffentlicht, was er auch vorher noch nie gemacht hat. Er hat einfach ChatGPT gefragt. Das ist jetzt unsere geflügelte Vorgehensweise. Erstens fragt ChatGPT, zweitens frag Google, drittens frag einen Freund. Warum? Das löse ich gleich noch auf. Ja, und nach den vier Tagen wurde uns klar, oder nachdem das Buch veröffentlicht wurde, war einfach klar, was für ein Potenzial dahinter steckt. Man hört ja immer, künstliche Intelligenz, das ist exponentiell. Ja, was ist denn exponentiell? Exponentiell habe ich das letzte Mal im Zusammenhang mit Corona gehört. Ja, aber was stelle ich mir darunter vor? Da gibt es diese Analogie oder diese Geschichte mit dem Reißbrett, aber die Zahlen, die da hinten rauskommen, die sind so unfassbar groß, da kann ich mir gar nichts darunter vorstellen. Aber um euch mal das Potenzial klarzumachen, ich weiß nicht, wie groß die Bühne ist, aber bestimmt locker 30 Meter. Wenn ich jetzt 30 Schritte gehe und die sind einen Meter lang, dann bin ich nach 30 Schritten 30 Meter weit gegangen. Das ist so das, was auch kontinuierliches Wachstum bedeutet. Wenn ich aber exponentiell meine Schrittlänge verändern kann, dann ist mein erster Schritt einen Meter lang, der zweite zwei, der nächste vier, der nächste acht, sechzehn und so weiter. Wie weit bin ich nach 30 Schritten wohl gekommen? Irgendeine Ahnung? Irgendein Gefühl? Was sagt eure Intuition? Ich muss ja nicht alles gleich im Kopf kalkulieren. Eher so von hier nach München, von Hamburg nach München, von Frankfurt nach New York. Genau, einmal um die Welt. Mega! Nach 16 Schritten bin ich einmal um die Welt. Nach 30 Schritten bin ich 26 mal um die Welt gelaufen. Das bedeutet exponentiell und das ist das Potenzial. So, jetzt denke ich mir wow, jetzt habe ich diesen Chatbot, der ist wie ein Mitarbeiter, ist das genial? Der ist intelligent, der hat ein IQ von 140. Der ist eloquent, der kann X-Sprachen, der kann mir jedes Problem lösen. Ich stelle mir mal vor, der ist so ein bisschen wie dieser Genie bei Aladin, weil er kann sich ja auch in jegliche Rolle versetzen, wenn ich ihm das sage. Sei mein Mentor, sei mein Berater, sei mein Mitarbeiter, sei mein Ghostwriter. Kann ich mit jedem Prompt sagen. Ja, und dann stelle ich irgendwann fest, wow, dieser Mitarbeiter hat aber irgendwie auch so ein paar Herausforderungen. Denn manchmal ist das, was ich dann zurückbekomme, hölzern oder flach. Und eins kann ich euch sagen, künstliche Intelligenz hat ein IQ, oder jetzt zum Beispiel ChatGPT, hat ein IQ von 140+. Wie hoch ist der EQ? Emotional? Null, genau. Wie hoch ist die Intuition? Null, genau. So, das heißt, wenn wir mit diesen Systemen arbeiten, dann dürfen wir diese Systeme anlernen und je mehr Emotionalität wir reingeben, desto mehr kommt raus. Jetzt hat der aber noch eine Herausforderung. Ich sage immer, siehst du, wenn du denkst, naja, jetzt ist es aber ein bisschen komisch. Es ist so, als wenn ChatGPT manchmal ein Magic Mushroom einwerfen würde, weil de facto halluzinieren die Systeme. Sie greifen auf Daten zu, die irgendwie alt sind und auch nicht unbedingt alle aus der Realität. Ich weiß nicht, ob der teilweise Netflix-Daten oder irgendwelche anderen Daten sich sucht. Es ist jedenfalls so, dass nachweislich ChatGPT mittlerweile 90% aller Jura-Prüfungen, Jura-Examen in USA besteht. Nur leider hat es auch schon den ersten Anwalt vor Gericht gezerrt, weil in USA gelten ja Präzedenzfälle. Der hat sich auf ChatGPT verlassen. Tja, und dann hat leider sein, der arme Mensch, den er vertreten durfte, gelitten, denn die Fälle, die ChatGPT ihm ausgespuckt hat, die waren alle erfunden. Vielleicht hat ChatGPT bei Suits, kennt ihr vielleicht, Netflix-Serie, so eine Anwaltsserie, bei Suits ein paar geile Fälle gefunden. Also das ist so die Herausforderung auf der einen Seite, aber natürlich auch das wahnsinnige Potenzial auf der anderen Seite. Was klar ist, künstliche Intelligenz geht nicht weg. Wir waren jetzt in Amsterdam auf der größten KI-Konferenz und was dort alles beschrieben wurde, was schon möglich ist, haben wir auch mit den Ohren geschlackert. Gerade im Bereich Medizin und anderen Bereichen. Die Technologie kennt keine Grenzen. Deshalb haben wir KI bewusst mit in unser Business reingenommen. Nicht nur, um das Potenzial zu nutzen, sondern auch das Potenzial für unsere Kunden zu nutzen. Und wir erleben, das ist wunderbar und der ein oder andere Glaubenssatz wird dadurch auch einfach überschrieben, weil mit dem Füttern von Chat-GPET, dem intelligenten Antrainieren unfassbar tolle Sachen herauskommen. Deshalb bitte ich euch, setzt euch mit dem Thema auseinander. KI geht nicht weg, wenn ihr KI nicht gestaltet oder euer Leben, euer Business nicht gestaltet mit KI und euch wenigstens informiert und guckt, ist da was dabei, dann wird KI euch gestalten. Davon bin ich überzeugt.