
Über Sichtbarkeit, organisches Wachstum und Buchprojekte - Im Gespräch mit Peter Buchenau
Peter Buchenau, "Mr. Chefsache" und Experte für den privaten und beruflichen Neuanfang im deutschsprachigen Raum, ist ein Mann von der Praxis für die Praxis. Er gibt Tipps vom Profi für den Profi - unabhängig ob Selbständiger, Freiberufler oder Angestellter.
Früher war er selbst Manager und Geschäftsführer in namhaften Unternehmen wie Ciba-Geigy, MANOR, Unisys oder eibe. Heute ist er Fach- und Führungskräftekünstler (Trainer, Berater, Coach, Redner), mehrfacher Autor und Herausgeber, Comedian und Dozent an zwei Hochschulen.
In diesem zweiten Teil geht es um Sichtbarkeit, organisches Wachstum und seine Buchprojekte.
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Das Transkript zum Nachlesen
Buchhaltung, Steuer, Rechnungsschreiben und, und, und. Das sind alles solche Sachen, wo nicht zu deiner Kernkompetenz gehören. Und wenn ich sage Kernkompetenz, meine ich damit das, was du aus Leidenschaft machst. Auf das heutige Interview freue ich mich ganz besonders schon seit vielen Wochen. Denjenigen, den wir heute hier in der Podcast-Folge haben, ist ein Tausendsasser. Jemand, der so umtriebig ist wie kaum ein anderer. Er ist mehrfacher, man könnte schon sagen, fast schon hundertfacher Autor, wenn man einfach mal schaut, was da alles entstanden ist. Er ist bekannt durch die Reihe Chefsache, im Springer Verlag verlegt, mittlerweile in der zehnten Auflage, im zehnten Jubiläum, darf man sagen. Es hat alles angefangen mit einem anderen Buch, auf das wir gleich zu sprechen kommen. Er ist derjenige, wo ich sage, er hat eine grandiose Transformation hingelegt, nämlich aus dem Angestellten-Dasein in die Selbstständigkeit. Jemand, der viele Jahre, Jahrzehnte Führungskraft gewesen ist und sich dann in die Selbstständigkeit bewegt hat. Da werden wir auch drausschauen, wie ihm diese Transformation gelungen ist. Er ist jemand, der als Kabarettist in Deutschland bekannt ist, der Bühnen belebt, 100, 150 Mal im Jahr auf Bühnen steht. Von daher bin ich dankbar, dass wir ihn heute hier im Interview haben dürfen und nicht während einer Bühnenpräsenz noch das Interview führen. Er ist in der Lage, in Deutschland viele Menschen dahingehend zu bewegen, sichtbar zu werden. Er steht für das Thema Marketing aus einem ganz grundfesten, soliden Geschäftsmodell und Fundament und hilft Menschen, sich auf der Bühne zu präsentieren und auch ihre Buchprojekte nach vorne zu bringen. Und da ist er deutschlandweit unterwegs. Und heute hier bei uns im Podcast. Schön, dass du da bist, lieber Peter Buchenau. Wie ist es dir damals gelungen, diese Sichtbarkeit zu erlangen? Wie fing das bei dir an? Du bist ja jetzt jemand, der aus der Bühne oder aus der Sichtbarkeit fast schon gar nicht mehr wegzudenken ist. Deine E-Mail-Signatur ist länger als die Texte, die du schreibst und die Buchliste auf Amazon. Da muss man auf Seite zwei, drei und vier schon gehen, um dann dahin zu kommen, wo dann andere Autoren auch mal genannt werden. Wie hat das bei dir angefangen und zu welchem Effekt hat das geführt? Ja, was ich ja immer schon oder was ich bei den Amis gelernt habe, deshalb sage ich ja, bei den Amis habe ich verdammt viel gelernt. Und einer dieser Statements bei den Amis war, Bühne bringt Bühne. Und das war für mich so dieses Credo. Und da ich ja als Kind immer schon Schauspieler werden wollte, war das für mich ja schon absolut dieses Thema. Ich habe für die Amis Vorträge gehalten zu den unterschiedlichsten Themen, was es ja da schon gibt. Technikthemen, Verkaufsthemen und, und, und. Also Bühne habe ich eigentlich nie verlassen. Ich habe nur das Spektrum verlassen vom Business Speaker dann, wo es sich dann weiterentwickelt hat. Und das hat für mich einfach dieses Thema, um die Sichtbarkeit zu kommen, habe ich am Anfang jede Bühne genutzt, die mir gegeben worden ist. Und gerade wenn du natürlich Neuling auf einer Bühne bist in Deutschland, 2002, 2003, 2004, wo es dann angefangen hat, wo ich wieder zurück war aus diesem Business heraus, hast du halt auch Bühnen angenommen, wo du null Honorar bekommen hast. Aber Bühne bringt Bühne. Das ist so dieses Thema. Und heute kannst du ja ja Bühnen kaufen, gibt es ja auch mittlerweile. Aber wenn du aus der Branche bist, weißt du ja ganz genau, welche Bühne ist gekauft und welche Bühne ist nicht gekauft. Und bei mir war damals eine Bühne, wo ich relativ schnell erkannt habe, dass die Nutzen hatte, waren die IHK-Bühnen, Industrie- und Handelskammer. Die haben sehr schlecht bezahlt, aber auf der anderen Seite hatten die immer mindestens 30, 40, 50 Leute zu irgendwelchen Veranstaltungen. Und da habe ich halt ganz konsequent die Industrie- und Handelskammern abgeklapert und habe gesagt, hey, passt auf, ich habe zu dem Thema was, braucht ihr da was und so weiter und so fort. Und so habe ich mir diese Bühnenpräsenz aufgebaut. Und hatte dann das Glück, ich weiß gar nicht mehr, wann es war, 2005 oder 2006, habe ich einen Vortrag erhalten in Karlsruhe und somit hat dann auch alles angefangen. Und nach diesem Vortrag kamen zwei Leute zu mir. Das eine war der Hochschuldirektor der Hochschule Karlsruhe, wo er gesagt hat, wenn Sie wollen, haben Sie morgen einen Lehrauftrag. Und es war ein Lektor drin, ein Programmdirektor von Gabler damals noch, wo er gesagt hat, hey, über das Thema, wo Sie referiert haben, habe ich noch kein Buch, ich möchte ein Buch darüber. Und das war der Start der Dinge. Das heißt, es war eine relativ kostenlose oder niedrig honorierte Bühne, aber aus dieser Bühne heraus konnte ich mit zwei wunderbaren Referenzen nachher rausgehen. Also Bühne kreiert Bühne, diese Sichtbarkeit, sich zu trauen, sich hinzustellen und eine Botschaft zu vermitteln, wie damals schon am Hyde Park auf der Holzkiste, wo jeder Einzelne sich den Raum genommen hat, um andere zu inspirieren mit ihrer Botschaft. Ich kann mich auch einen Moment bei mir erinnern. Das war bei den Pfalzer Naturfreunden, am Naturfreundehaus in der Pfalz, und man hatte mich damals eingeladen, so einen kleinen Vortrag zu halten zum Thema Paragliden und wie man vielleicht so die eine oder andere Grenze überwindet. Und ich kann mich noch erinnern wie heute, draußen, strahlend blauer Himmel, ich irgendwie im Raum, 70 Stühle, habe ich gedacht, Wahnsinn, ich bin gespannt, wie viele Leute wir da reinbekommen. Dann hat mich vorne noch so eine RPR-Bühne, die haben mich interviewt. Du kennst das, da standen die Leute hier am Wurststand, irgendwo anders, kaum einer hat zugehört, du hast die Aufmerksamkeit nicht bekommen. Und dann saßen nachher da drinnen drei Leute. Draußen schönstes Wetter, drinnen drei Leute. Mein Sohn, noch eine Dame und noch eine Dame. Mein Sohn hat die Kamera gehalten, weil ich gesagt habe, nimm das bitte auf. Dann habe ich gesagt, soll ich das hier abbrechen oder wie soll ich das machen? Dann habe ich durchgezogen, habe eine halbe Stunde den Vortrag gehalten. Und wer war einer dieser beiden Damen? Es war die Marketingleiterin von einem großen Chemiekonzern in Deutschland, die gesagt hat, Herr Körting, das war super, und jetzt hat mich da schon geduzt, weil macht man so beim Naturfreund aus. Herr Körting, wir haben da bald unsere Führungskräfte-Veranstaltung, 150 Leute, ich würde sie gern für eine Keynote buchen. Also man darf auch in solchen Situationen durchziehen. Und dann aus der einen Bühne die nächste zu machen, war dann schöner mittlerer vierstelliger Betrag für die Keynote. Die dann auch wieder weiteres zur Folge hatte. Also genauso wie du sagst, jetzt ist natürlich bei dir die Bühne etwas, was dir schon als Talent sozusagen in die Wiege gelegt wurde, Peter. Und neben der Bühne sind ja auch die Bücher ein maßgeblicher Aspekt geworden. Wann hat das begonnen und welchen Effekt hatte das für dich? Soweit, dass du ja bis heute, wir sind ja auch Teil zwei der Herausgeberbücher jetzt bei dir, eins im Springer Verlag, das andere in einem anderen Verlag. Was hat das initiiert? Was war der Startschuss, dort in das Buchschreiben hineinzugehen, Peter? Also Startschuss war eben das, was ich gerade eben gesagt habe, diese Industrie-enhanced-Kammer-Veranstaltung, wo der Programmdirektor von Gabler auf mich zugekommen ist. Und das war so diese erste Idee. Und dann entstand ein ganz winziges kleines Büchlein, ich glaube 120 Seiten. Der Anti-Stress-Trainer hat sich das damals geheißen. Zehn Tipps für mehr Gelassenheit. War nichts Großes, war etwas Kleines. Aber auch da schon, wenn man reinschaut, ist es immer meine Art gewesen, humoristisch zu schreiben und humoristisch das Ganze darzustellen. Man kann eben Stress sehr negativ darstellen, aber man kann es auch dementsprechend sehr positiv und unterhaltsam darstellen. Und das ist das, was mir halt auf der Bühne immer gelingt, dass ich meine Vorträge, egal über welches Thema es ist, immer humoristisch begleite und darstelle. Weil sobald du lachst, hast du sofort ein anderes Feedback und nimmst sofort anders auf. Auch als Betroffener, wenn du da drinsitzt nachher. Und nachdem dieser Anti-Stress-Trainer dann draußen war, habe ich mich mit anderen Unternehmern unterhalten, habe gesagt, ja, eigentlich das ist interessant. Dieses Thema Stress und Burnout beschäftigt uns immer mehr und mehr. Das war dann 2006, 2007. Und so ist dann eigentlich das erste Herausgeberwerk herausgekommen. Ich glaube, da habe ich zehn Unternehmer zusammengetrommelt, die was in ihrem Unternehmen verenden wollten zu dem Thema Gesundheit. Und so entstand Chefsache Gesundheit als erstes Buch damals. Das ist jetzt genau zehn Jahre her. Das erste Chefsache-Buch kam dann genau 2013 raus, schlussendlich nachher im Springer Verlag. Und mittlerweile sind wir, glaube ich, beim 42. Buch, wenn ich das richtig im Kopf habe, Chefsache-Buch. Und ich habe es jetzt mal gezählt auch. Es waren 258 Autoren, die mittlerweile in der Chefsache-Serie mitgeschrieben haben. Und das hat sich ja jetzt mittlerweile wirklich zu der erfolgreichsten Fachbuchserie am deutschen Markt entwickelt. Und das waren dann halt Selbstläufer. Da kam dann Chefsache Prävention, da kam Lasher Sickness, da kam Kopfsache und, und, und. Und auch heute bin ich nicht müde, immer neue Chefsache-Themen zu finden, weil die Welt verändert sich. KI ist ja jetzt ein Thema, wo mehr und mehr kommt. Das wäre vielleicht eines der nächsten Themen, wo man anschauen könnte. Digitalisierung haben wir schon geschrieben. Und das ist ein wachsendes Punkt. Und was ich auch bei den Amis gelernt habe, ist immer an Verwertungsketten zu denken. Und das war für mich immer dieser Ansatzpunkt zu sagen, schreib nicht ein Buch, sondern wenn du vorhast, ein Buch zu schreiben, denke über einen Seriencharakter nach. Und ich kenne Leute, ich kenne Kunden von mir, wenn die Ehefrauen nicht wissen, was sie ihrem Mann zu Weihnachten schenken, dann schenken sie ihm das zwölfte Chefsache-Buch. Weil es einfach sagt, das fällt ihm noch im Regal, das kann er noch gebrauchen. Er hat schon zehn, also schenke ich ihm noch das Elfte und das Zwölfte dazu. Und das ist halt für mich dann ein Thema der Sichtbarkeit geworden. Ich glaube, was dadurch entstanden ist bei dir, wir nennen das immer so die unterschiedlichen Kreise, die jemanden, die so zusammenkommen wie so ein Fingerabdruck und jemanden außergewöhnlich machen, also alles außergewöhnlich, ist das bei dir diese hochgradige Erfahrung und intensive Erfahrung aus dem Angestellten-Dasein, Führungspersönlichkeit, das Führen von Teams, dann in Richtung der Selbstständigkeit und des Unternehmers als ein zweiter wesentlicher Kreis dazukommt, dann der Autor, wie wir gerade gehört haben, mit den unterschiedlichsten Reihen, die zu den erfolgreichsten gehören in Deutschland und auch in den renommierten Verlagen verlegt wurden, bis hin dazu, dass du auf 100, 150 Bühnen im Jahr stehst mit Kabarettisten, nicht Ansätzen, sondern als Kabarettist, als Schauspieler. Hey, wir, die Curtings, machen diesen Podcast aus Leidenschaft, um Menschen wie dich zu inspirieren. Und es würde uns und anderen wahnsinnig helfen, wenn du uns eine Podcast-Bewertung darlässt und diesen Podcast anderen Menschen empfiehlst, die möglicherweise ähnlich davon profitieren, wie du es tust. Danke dir dafür. Und jetzt weiter mit der aktuellen Folge. Nimm uns noch mal ganz kurz mit, wie das in dieser Jungtraum, der damals schon da war, wie du gesagt hast, in der Jugendzeit als Kind zu sagen, ich gehöre eigentlich auf die Bühne, wie sich das dann entwickelt hat über die Zeit, dass du jetzt auf 100, 150 Bühnen im Jahr stehst, die ja nicht die Keynote- und die Vortragsbühnen sind, sondern speziell die schauspielerischen und Kabarettistenbühnen. Ja, das war aber auch wieder dieses Thema, ich sage mal, Zufall. Weil das ist sicherlich ein Punkt, wo wir vielleicht dann auch ganz klar in einem Workshop diskutieren. Es war, denke ich, 2014, wenn ich es richtig im Kopf habe, 2014 kam das Buch auf den Markt, Darm mit Scham. Es ist auch damals Bestseller geworden und so weiter und so fort. Und wir saßen da irgendwo in einer Hotelbar mit Leuten zusammen, Kunden zusammen damals. Und da kam diese Idee auf, zu sagen, Mensch, komm mal, wie kann man über ein Organ, das tropft, einen Bestseller schreiben? Das war so die Frage, die uns beschäftigt hat. Und nachdem du natürlich schon drei, vier, fünf Bierchen drin hattest, haben wir gesagt, was die kann, das können wir auch. Und dann fielen uns natürlich zwei weitere Organe beim Mann ein oder beim Menschen ein, die auch tropfen. Und da bin ich damit zum Verlag, damals zum Sprenger Verlag, und habe gesagt, wollen wir nicht da ein Buch drüber machen? Ich habe so eine verrückte, spinnige Idee, über tropfende Organe zu schreiben. Ist ja wissenschaftlich belegt, aber ganz humoristisch dargestellt. Dann habe ich gesagt, über das unterhalb der Gürtellinie dürfen und können wir nicht schreiben, aber wir nehmen die Nase. Und so ist Männerschnupfen dann entstanden, als Buch. Und dann habe ich mich mit einer Biologin zusammengetan und haben dann mit einer Biologin zusammen, das Ganze hat also wirklich einen wissenschaftlichen Hintergrund, auch das Buch, über die Leiden des Männerschnupfens ein Buch geschrieben und wurde dann auch veröffentlicht. Und kurze Zeit später, ich glaube, das waren keine vier Wochen bis zur Veröffentlichung, habe ich einen Anruf bekommen von einer Regisseurin aus München, die gesagt hat, sie möchte daraus ein Theaterstück machen. Und seitdem ist das Ding ihren Weg gegangen. Es ist großartig, weil wo du das Buch genannt hast, damit Charme, ich kann mich noch an die ersten Seiten erinnern, die mich dann auch dazu bewogen haben, das ganze Buch zu lesen. Der Akt des Stuhlgangs, wie der beschrieben ist, allein diesen Humor, der da rauskommt, wie man das beschreiben kann, das klingelt heute noch in den Gedankenrezeptoren. Also es ist großartig, wie dich das dann dazu inspiriert hat und was daraus alles entstanden ist. Jetzt haben wir mal so vier Kreise ja bei dir. Führungskraft, Angestelltendasein, der Unternehmer, der Autor, der Schauspieler und der, der in der Sichtbarkeit auf den Bühnen präsent ist. Du bist jemand, wenn man dir eine Nachricht schreibt, du antwortest sofort. Du bist jemand, wenn man mit dir telefonisch in Kontakt stand oder steht und dann ein paar Wochen wieder nicht und das Ganze aufgreift, das ist alles präsent. Jetzt könnte man meinen, dass mit so einem Tagesablauf und auch mit so einer Dynamik, mit der du umzugehen hast, dass das Konsequenzen hat. Und du bist jemand, der so präsent und auch so klar ist und auch so empathisch auf Augenhöhen mit Menschen jetzt wie uns und auch vielen anderen, die in deinem Umfeld sind, in Kontakt stehst. Wie ist dir das möglich? Was ist da dein Erfolgsrezept in dieser gesamten Dynamik deines Lebens, zum einen immer noch zu dir selbst zu finden beziehungsweise nicht völlig durchzudrehen manchmal? Ja, es sind zwei Sachen. Auf der einen Seite ist es natürlich schon ein sehr starkes, strukturiertes Prioritätenmanagement, wo du führen musst. Und wenn ich zum Beispiel auf einer Bühne bin oder wenn ich mich auf die Bühne vorbereiten muss, die, keine Ahnung, in einer Stunde, zwei Stunden, drei Stunden beginnt, dann wirst du von mir nicht sofort eine Antwort bekommen. Das ist klar, weil da habe ich den Fokus ganz klar auf die Bühne, weil ich weiß, da sitzen nachher 100 Leute drin oder was weiß ich nicht alles und die haben dafür bezahlt, dass sie mich dann auf der Bühne sehen. Dann ist die Fokussierung. Aber ich habe natürlich dann auch am nächsten Tag die Möglichkeit, zurückzurufen und dann arbeite ich halt auch konsequent das ab, was es so geht. Ein wichtiger weiterer Punkt ist auch, und das ist ein Punkt, wo man natürlich auch den Selbstständigen immer wieder an die Hand geben muss, du kannst nicht immer alles alleine machen. Ist hier dieses Thema Buchhaltung, Steuer, Rechnungsschreiben und, und, und. Das sind alles solche Sachen, wo nicht zu deiner Kernkompetenz gehören. Und wenn ich sage Kernkompetenz, meine ich damit das, was du aus Leidenschaft machst. Das solltest du so weit wie möglich auslagern. Es gibt Leute, die lieben Buchhaltung. Die gehen da drin auf. Ich hasse es. Warum soll ich mich mit irgendetwas beschäftigen, was ich hasse? Und das heißt, da die richtigen Partner wieder zu finden, das ist eben diese Aufgabe. Und ich glaube, ich habe ein Händchen für Menschen. Das heißt, ich versuche mir immer möglichst die richtigen Leute zu holen, auch mit meinen Bühnenpartnerinnen, mit denen ich unterwegs bin. Es gibt so viele, die bei meiner Schnupfung anfangen wollen und spielen wollen und auf die Bühne wollen. Ich kann da innerhalb von drei, vier Minuten sagen, spiele ich oder spiele ich nicht. Weil einfach mir irgendetwas fehlt. Und da habe ich noch gar nicht mal groß die Leute abgecheckt, sondern da ist dieser Faktor, passt die Person zu mir? Kriegen wir einen Faktor hin? Haben wir den gleichen Nasenfaktor? Funktioniert das? Oder auch dieser Punkt, wie riecht diese Person? Man kann jemanden riechen, heißt es ja an der Umgangssprache heraus. Also wenn diese Sympathie da ist, dann funktioniert das auch. Und das ist so ein Punkt, was ich, wie du gesagt hast, gerne zurückgebe, dass man eigentlich viel mehr auf die angeborenen Eigenschaften der Persönlichkeit hören sollte. Dein Körper gibt dir so viele Signale. Und was ich einfach festgestellt habe, ist, dass viele im Rahmen des Management und der Führungskräfte diese Signale überspielen oder nicht mehr wahrnehmen, weil sie in einer Struktur, in einem Programm, in einem Ablauf, in Regeln, Richtlinien und Normen gefangen sind und da nicht ausbrechen können. Und die Kunst besteht eben zu sagen, ja, lass uns, wann immer möglich, diese Regeln, Richtlinien und Normen brechen. Es geht ja nicht um Gesetze brechen oder sonst irgendwas, sondern zu sagen, in der Situation, geh aus dieser Allgemeinheit heraus und tue das, was eigentlich dein Körper, dein Herz dir sagt. Weil dann spielt auch Zeit keine Rolle mehr, dann spielt auch Pensum keine Rolle mehr, weil dann arbeitest du aus einer Leidenschaft heraus und dann empfindest du diese Arbeit nicht mehr als Arbeit, sondern als Leidenschaft, als Spaß, als Hobby, als Freude. Und das ist auch genau diese Zeit bei mir, wenn ich auf der Bühne bin, ist das für mich eine Arbeit, das ist für mich Freude, Spaß. Ich hatte das Glück, mein Raum, mein Hobby zum Feld, ich sag mal, verdienenden Maschine zu machen. Und dann spielt es keine Rolle mehr, ob ich jetzt sechs Stunden zu einem Gig fahre, dann zwei Stunden aufbaue, zwei Stunden spiele, sechs Stunden zurückfahre. Manche bei der IG Metall, wenn die das hören, was ein 18, 19, 20 Stunden Arbeitstag, die Hände über Kopf zusammenschlagen, aber das ist bei uns normal, weil es aus der Leidenschaft herauskommt und wir nicht mehr unterscheiden oder ich nicht mehr unterscheide zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Für mich ist es einfach Lebenszeit, wo zusammenkommt. Ich glaube, diese Botschaft, die haben wir schon vielerorts gehört, nur bei dir wird sie sichtbar, bei dir wird sie noch klarer, wenn du das so formulierst, dass dann, wenn wir das wirklich tun, was wir spüren und das, wo wir mal nachgehen dürfen und nicht uns irgendwelchen Zwängen unterlegen, ich glaube, das wird mit dem einen oder anderen, der hier zuhört, stark resonieren, weil du es nochmal in einen ganz bestimmten Kontext bringst und auch du als Vorbild dort agierst, wie es dir gelingt. Du bist hier in der totalen Gelassenheit in dem Podcast. Wir haben das vor ein paar Wochen hier vereinbart und ich glaube, da sind noch viele andere Dinge, die bei dir gerade im Kopf rumschwören, aber so präsent und ich glaube, da kann man sich einiges abschauen. Wir kommen so ein bisschen zum Schluss dieser Folge und es sind noch so zwei, drei Punkte, die bei mir oben aufliegen, aber die wesentliche Frage, die ich dir hier in Richtung des Abschlusses stellen möchte, ist, wir haben viele Selbstständige und Unternehmer in unserer Zuhörerschaft, also auch als Kunden, Selbstständige, die gerade starten, Selbstständigen, die ein Rekord erreicht haben nach ein paar Jahren und das mit uns durchbrechen wollen, als auch diejenigen, die ihr Unternehmen ein Stück weit unabhängiger machen möchten, von sich selbst als Gründer und als Unternehmer, um wieder ein bisschen mehr Freiraum zu bekommen für sich selbst und die Familie. Was wären, wir haben eben beim Eingangsgespräch über diesen Dreiklang gesprochen, über diese drei Punkte, dass es mehr nicht sein dürfen, weil wir sonst den Faden verlieren. Was wären so drei Tipps an diese Zielgruppe aus deinen Erfahrungen, aus deinem Leben heraus resultieren? Was würdest du ihnen mitgeben? Also ich würde ihnen, wenn wir bei diesem Dreiklang bleiben, wirklich diesen Dreiklang auch umsetzen und ich habe dann bei den Amerikanern mal eine Methode entwickelt, die nennt sich VSU-Methode, Vision, Strategie, Umsetzung. Und das ist eigentlich key für alles. Wenn du keine Vision hast, kannst du keine Strategie erarbeiten und aus der Strategie heraus, wenn die fehlt, hast du keine Umsetzungspotenziale. Und das ist ja genau dieses Thema. Ich würde jedem empfehlen, diese VSU-Methode, also Vision, Strategie, Umsetzung zu leben, weil die brauchst du nicht nur beruflich, die brauchst du auch privat. Und das ist auch so ein Thema, wo ich sage, und das ist auch, warum unsere Bundesregierung es momentan so schwer hat, weil die nur umsetzen, aber keine Vision und keine Strategie aus meiner Sicht momentan haben. Ich arbeite gern mit Beispielen. Wenn du ein Haus hast, ein Haus planst, dann fängst du auch nicht mit dem Mauern an, sondern du hast erstmal diese Vision, wie will dieses Haus aussehen? Und dann kommt der Architekt und entwickelt eine Baustrategie, einen Bauplan und erst dann fängt er an zu mauern. Anderes Beispiel, wenn du eine neue Partnerin suchst, dann gehst du auch nicht gleich raus, sondern du überlegst momentan auch erstmal, wäre vielleicht nicht schlecht und strategisch sollte ich vielleicht duschen und dann musst du auch wirklich duschen, wenn du eine neue Partnerin suchst. Diese VSU-Methode ist Sinn und Zweck der ganzen Geschichte. Und wichtig ist aber auch, was ich den Leuten mitgebe, diese Vision, die du hast, die darf nicht monetär sein. Das heißt nicht, ich will dann in zehn Jahren 25 Millionen auf dem Konto haben oder sonst was, sondern die Vision muss immer eine Vision sein, die zum Beitrag einer besseren Gesellschaft beiträgt und einer Emotion beiträgt, weil Emotion schlägt immer Information in jeder Richtung und nicht umsonst haben die großen Firmen, wenn es um die Vision geht, immer einen emotionalen Spruch. Wenn du jetzt zum Beispiel BMW denkst, ist der Spruch Freude am Fahren und jeder, der in diesem Unternehmen arbeitet, arbeitet für Freude am Fahren. Die Aufgabe des Mitarbeiters ist es, Fahrfreude zu entwickeln und daraus kommt nachher erst der Umsatz für BMW, was hinten dran steht. Also die Vision muss immer eine Emotion wecken und daraus dann wird die Strategie abgeleitet und dann geht es in die Umsetzung und das ist, was ich den Leuten empfehlen würde, eine ganz klare Vision zu entwickeln auf Basis einer Emotion. Großartig und das werden wir hier live erleben, wenn du bei uns vor Ort bist. Ja, wir haben gerade über zwei Termine gesprochen, wo du für unsere Kunden hier exklusiv zum einen den Weg zum Bestseller mal beschreibst aus jemandem, der wirklich versteht, was es heißt, Bestseller zu schreiben und sich mal in drei Minuten wirklich auch emotional zu präsentieren, weil wir dann selbst solche drei Minuten voller Informationen packen, anstatt die Emotionen nach vorne zu bringen. Da freuen wir uns schon riesig drauf. Danke für die VSU-Methode. Ein Impuls mit drei Ausprägungen, mit drei Schritten, großartig umgesetzt. Dankeschön und ich glaube, da kann der ein oder andere sehr viel damit anfangen. Ich traue mich das gar nicht zu fragen, aber es gehört so ein bisschen auch in diesen Podcast. Peter, wo kann man mehr über dich erfahren? Ja, auf meinen beiden Webseiten, wo ich habe, da findest du eigentlich alles über mich. Auf einmal, ich sage immer so schön, meine Business-Webseite, das ist die peterbuchenauer.de und auf der anderen Seite natürlich meine Comedy-Seite, das ist die buchenauer-comedy.de, da siehst du eigentlich meine zwei Leben, meine zwei Welten und wem das nicht reicht, der kann mich auch noch in Wikipedia googlen, also von dem her findet er mich bestimmt irgendwo. Ich glaube, da ist kaum jemand sichtbarer als du aus dieser, ich will nicht sagen alten Schule, weil du bist so jung geblieben, auch im Kopf, das ist großartig, sondern jemand, der aus der alten Schule rausgewachsen ist und sich jetzt auch über diese Formen sichtbar macht, einfach mal googeln und schauen, was ihr über Peter alles rausfindet für die, die ihn vorher noch nicht kannten und jetzt ein Stück weit kennenlernen durften. Peter, danke, es war eine großartige, dadurch knapp dreiviertel Stunde jetzt hier mit uns und vielen Dank für die vielen Impulse, die du mit reingebracht hast. Ich freue mich auf all das, was da auch noch kommt im Rahmen unserer Kunden und der exklusiven Formate, die wir gerade geplant haben. Das letzte Wort, wir nehmen das immer hier so mit rein, das letzte Wort gehört dem Gast. Was ist die letzte Botschaft, die du hier noch an die Zuhörerinnen und Zuhörer richten möchtest, Peter? Ja, es gibt so einen Leitspruch von mir, den ich unwahrscheinlich passend finde und den ich in der Gesellschaft immer gerne umsetzen möchte. Das heißt, in Zukunft, im Rahmen dieser Digitalisierung in Zukunft, müssen wir keine Angst davor haben, dass Maschinen wie Menschen werden, müssen Angst davor haben, dass Menschen wie Maschinen werden. Und das sollte nicht passieren. Wie du schon weißt, machen wir, die Curtings, diesen Podcast aus Leidenschaft, um Menschen wie dich zu inspirieren. Und es wäre wirklich großartig, wenn du uns eine Rezension darlässt, eine Bewertung und diesen Podcast anderen Menschen empfiehlst, die möglicherweise ähnlich davon profitieren, wie du es tust. Das bedeutet uns wirklich viel. Danke dafür. Und nun hören wir uns in einer der nächsten Folgen. Bis dahin. Der Thorsten von den Curtings. Und jetzt komm in die Umsetzung. Ciao, ciao.