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Folge 176: Über erfolgreich werden, die Zeit als Angestellter und die Selbstständigkeit - Im Gespräch mit Peter Buchenau
#176 26.04.2023 · 18:43 min

Über erfolgreich werden, die Zeit als Angestellter und die Selbstständigkeit - Im Gespräch mit Peter Buchenau

Peter Buchenau, "Mr. Chefsache" und Experte für den privaten und beruflichen Neuanfang im deutschsprachigen Raum, ist ein Mann von der Praxis für die Praxis. Er gibt Tipps vom Profi für den Profi - unabhängig ob Selbstän

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Peter Buchenau, "Mr. Chefsache" und Experte für den privaten und beruflichen Neuanfang im deutschsprachigen Raum, ist ein Mann von der Praxis für die Praxis. Er gibt Tipps vom Profi für den Profi - unabhängig ob Selbständiger, Freiberufler oder Angestellter.

Früher war er selbst Manager und Geschäftsführer in namhaften Unternehmen wie Ciba-Geigy, MANOR, Unisys oder eibe. Heute ist er Fach- und Führungskräftekünstler (Trainer, Berater, Coach, Redner), mehrfacher Autor und Herausgeber, Comedian und Dozent an zwei Hochschulen.

In diesem ersten Teil geht es um erfolgreich werden, die Zeit als Angestellter und den Start in seine Selbstständigkeit.

Mehr zu Peter:

https://www.peterbuchenau.de

https://www.buchenau-comedy.de

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Das Transkript zum Nachlesen

Ich glaube, das Thema ist Ehrlichkeit und das daraus resultierende Vertrauen, was geschaffen wird. Auf das heutige Interview freue ich mich ganz besonders schon seit vielen Wochen. Denjenigen, den wir heute hier in der Podcast-Folge haben, ist ein Tausendsasser. Jemand, der so umtriebig ist wie kaum ein anderer. Er ist mehrfacher, man könnte schon sagen, fast schon hundertfacher Autor, wenn man einfach mal schaut, was da alles entstanden ist. Er ist bekannt durch die Reihe Chefsache im Springer Verlag verlegt, mittlerweile in der zehnten Auflage, im zehnten Jubiläum darf man sagen. Es hat alles angefangen mit einem anderen Buch, auf das wir gleich zu sprechen kommen. Er ist derjenige, wo ich sage, er hat eine grandiose Transformation hingelegt, nämlich aus dem Angestellten-Dasein in die Selbstständigkeit. Jemand, der viele Jahre, Jahrzehnte Führungskraft gewesen ist und sich dann in die Selbstständigkeit bewegt hat. Da werden wir auch drausschauen, wie ihm diese Transformation gelungen ist. Er ist jemand, der als Kabarettist in Deutschland bekannt ist, der Bühnen belebt, 100, 150 Mal im Jahr auf Bühnen steht. Von daher bin ich dankbar, dass wir ihn heute hier im Interview haben dürfen und nicht während einer Bühnenpräsenz noch das Interview führen. Er ist in der Lage, in Deutschland viele Menschen dahingehend zu bewegen, sichtbar zu werden. Er steht für das Thema Marketing aus einem ganz grundfesten, soliden Geschäftsmodell und Fundament und hilft Menschen, sich auf der Bühne zu präsentieren und auch ihre Buchprojekte nach vorne zu bringen. Und da ist er deutschlandweit unterwegs und heute hier bei uns im Podcast. Schön, dass du da bist, lieber Peter Huchenau. Ich danke, dass ich hier sein darf. Danke. Peter, bei deiner Vita und bei all dem, was dich so umtreibt und du gehörst ja auch zur Generation X, also all diejenigen, die schon so ein bisschen weiter sind in ihrer Lebenserfahrung, gibt es so ein paar neuralgische Punkte, auf die ich eingehen möchte. Und zwar einmal, und damit können wir gerne anfangen, du warst viele Jahre in renommierten Unternehmen umtriebig, die ich teilweise noch aus den Berichten meines Großvaters kenne, also die wirklich lang gedient sind, die lange Jahre und Jahrzehnte manifestiert waren. Und du kommst aus der Generation, wo man noch gesagt hat, man wechselt den Arbeitgeber nicht 20 oder 30 Jahre, aber du schon dort auch viel umtriebig gewesen bist in unterschiedlichen Unternehmen und es dir dann gelungen ist, eine nachhaltige Transformation, einen nachhaltigen Schritt in die Selbstständigkeit zu nehmen. Nimm uns doch mal mit auf diesen Entscheidungspunkt, wo für dich klar war, die alte Welt lasse ich zurück und ich gehe in die neue, um dann mal zu schauen, wie es dir gelungen ist, so erfolgreich und bekannt zu werden, wie das heute der Fall ist. Peter, wie war das bei dir? Ja, gerne Thorsten. Also sehr oft ist es ja so, dass man einen, wie heißt es so schön, compelling event, also ein Ereignis braucht, um es einem dann klarzumachen, wo man eigentlich steht. Und ich hatte natürlich als Kindheit immer schon diesen Wunsch, Schauspieler zu werden. Aber wenn du halt in den Tiefen des Schwarzwalds geboren bist und die Eltern dann hinten dran stehen, heißt es natürlich, Junge lernen erst mal was Anständiges und was Richtiges. Und so war es bei mir dann auch. Dann habe ich Elektrotechnik gemacht und studiert dann auch. Bin also ausgebildeter Elektrotechniker. Heute wird man glaube ich Bachelor oder sonst irgendwas dazu sagen. Ich weiß es gar nicht mehr in der Richtung. Und das war gerade so diese Hype-Zeit der IT, wo die IT begonnen hat. Also ich habe dann auch wirklich mit Lochkarten damals angefangen. Und die Großkonzerne haben dann auf dem Markt alles weggekauft, wo nur irgendwie Kabel und Strom streiben konnte. Und an diesen Gnuss bin ich halt auch gekommen. Und deshalb gleich von vornherein in den Weltkonzern rein, Zipa Geigy, heute Novartis. Und habe eigentlich bei Novartis in Basel dann sofort angefangen, mich mit der IT zu beschäftigen nach meiner Ausbildung. Und das ging dann über Jahre hinweg. Da blieb ich dann gute zehn Jahre. Bin dann kurz in das Bankenwesen hinein. Das hat mich dann überhaupt nicht interessiert, weil ich da schon immer meinen Freigeist hatte. Und ich wollte immer schon frei sein und freie Entscheidungen machen. Aber bei den Banken ist einfach alles geregelt, strukturiert, organisiert. Und da hatte ich überhaupt keinen Spielraum, mich zu entfalten. Wurde es mir dann langweilig nach einem Jahr. Bin dann in den Warenhauskonzern, den größten Schweizer, was ja auch fantastisch ist, weil das ist eine ganz andere Welt. Das ist eine Familie, die da ist, mit anderen Strukturen, mit anderen Arbeitszeiten, Servicepersonal. Tagsüber gehört die Verkaufsfläche 100 Prozent den Kunden, nachts 100 Prozent dem Servicepersonal. Du hast also eine komplett andere Umkehr des Lebens erfahren. Bis ich dann, ich glaube das war 1994, geheadhandelt wurde von Unisys, also einem amerikanischen Computergroßkonzern. Und innerhalb dieses Konzerns habe ich mich dann weiterentwickeln können. Man hat relativ schnell meine Flexibilität erkannt, meinen Wissensdurchs erkannt. Und durch das war ich alleine für Unisys in über 50 Ländern der Welt tätig, in unterschiedlichsten Positionen als Servicemanager, Krisenmanager, Engagementmanager und so weiter und so fort. Und habe auch dieses Unternehmen schlussendlich als Vice-Präsident verlassen. Also ich habe eine sehr gute Karriere hingelegt. Und jetzt kommt zu diesem Punkt, warum habe ich diesen Konzern verlassen, wo ich damals drin war. Und es braucht eben diesen Event. Ich habe festgestellt, egal in welcher Funktion du in einem Konzern bist, du bist immer eine Nummer. Ich war Nummer zwei in Europa schlussendlich mit einer riesen Verantwortung, aber trotzdem bin ich gegenüber den Aktionären immer noch eine Nummer gewesen. Also Mitarbeiternummer. Man hat mich selbst nicht gekannt, selbst in dieser Funktion heraus. Und das war so ein Punkt, wo mich immer schon bedrückt hat, wo mich nachträglich gestimmt hat. Und was weiter noch dazu kam, ist, dass es, wenn du gerade in diesen Funktionen im Management tätig bist, du keinen Acht-Stunden-Tag hast. Das heißt, gerade bei den Amis geht es ja noch weiter nach vorne. Bedeutet, du arbeitest so lange, bis die Aufgabe fertig ist. Und da gibt es keine Regeln hintendran. Und Urlaub schon gar nicht. Und ein Nein sagen geht nicht, weil das wäre deine Karriere aus. Also du bist immer getrieben, eigentlich nach vorne zu gehen. Und das macht einen großen Teil der amerikanischen Wirtschaft auch aus. Und so funktioniert diese Wirtschaft auch. Und ich habe aber miterlebt in einer Situation oder im konkreten Fall, dass mein Vorgesetzter aufgrund von Burnout in diesem Konzern wirklich definitiv gestorben ist. Das durfte ich miterleben oder konnte ich miterleben. Und das war für mich wie so ein Schalter im Kopf, wo ich gesagt habe, Mensch, in irgendeiner Art und Weise muss man doch dieses Thema Management, Führung, Struktur und Gesundheit zusammenbringen. Das war Anfang der Jahrtausendwende 2001, 2002. Und da war dieses Thema Gesundheit noch in keinerlei Weise irgendwo präsent. Also Unternehmergesundheit, Führungskräfte, Gesundheit. Da ging es wirklich nur um dieses Thema nach vorne treiben. Und durch diesen Todesfall war mir eigentlich bewusst, dass ich in Europa zu Nummer eins aufsteigen kann, wenn alles passt. Und dann habe ich mir die Frage gestellt, will ich das überhaupt? Bin dann zurückgeflogen nach USA, hatte ein Gespräch mit dem Vorstand. Und dann hat man mir gesagt, meine Vorstellungen sind so, ich übernehme gerne die Funktion, die Gesamtverantwortung Europa. Aber nur dann, wenn es mir in irgendeiner Art und Weise gelingen kann, das Thema Mitarbeitergesundheit oder Gesundheit im Allgemeinen als einen weiteren Erfolgsfaktor des Unternehmens zu etablieren. Und dann bekam ich salopp zur Antwort, für diese Nebensächlichkeiten haben wir keine Zeit. Und das war für mich wie so ein Schlag mit Faust ins Auge hinein, wo ich dann gesagt habe, okay, will ich das? Und ich hatte dann auf dem Rückflug nach Amsterdam, wo damals mein European Headquarter war oder auch mein Office war, hatte ich sechs Stunden Zeit von Philadelphia. Ich bin in Philadelphia eingestiegen, in Amsterdam aufgestiegen und habe meine Kündigung auf den Tisch gelegt. Also von heute auf morgen, weil ich einfach gesagt habe, Erfolg ist gut, Struktur ist gut, Wachstum ist gut, aber es darf nicht immer auf Kosten der Gesundheit des Menschen passieren. Und klar kannst du dir vorstellen, nach so einer Entscheidung, erstmal das familiäre Umfeld, alle haben gesagt, hey, das kannst du nicht machen in deiner Position und was weiß ich, in welche Richtung und, und, und. Also kam auch der soziale Druck von außen dazu. Aber ich habe gesagt, nee, ich mache das nicht, ich will das nicht. Ich gehe dann in meinen eigenen Bereich rein. Und es war auch ein, ich sage mal, ein abschätzbares Risiko, weil ich hier aufgrund meiner Funktion ja ein riesen Netzwerk in Deutschland hatte von Kunden. Das heißt, ich habe vielleicht mir dann drei, vier Monate Auszeit genommen und bin aber dann sofort ins interimistische Geschäft hinein, bin Interimsmanager geworden, war da für Fujitsu tätig, für Siemens tätig, für die Deutsche Telekom tätig, weil das ja alles Kunden von uns waren und war da noch dann gute zehn Jahre weiter in den unterschiedlichsten Funktionen, als Interimsmanager tätig, ja. Hey, wir, die Curtings, machen diesen Podcast aus Leidenschaft, um Menschen wie dich zu inspirieren. Und es würde uns und anderen wahnsinnig helfen, wenn du uns eine Podcast-Bewertung darlässt und diesen Podcast anderen Menschen empfiehlst, die möglicherweise ähnlich davon profitieren, wie du es tust. Danke dir dafür und jetzt weiter mit der aktuellen Folge. Dann lass uns gleich nochmal draufschauen. Also erst nochmal reflektierend darauf bei dir dieses einschneidende Erlebnis. Ich sage es mal in meinen Worten, der Belanglosigkeit und der Wertigkeit eines Menschen, ja, wie du ihn durch dieses eine Feedback mit solchen Dingen, das geben wir uns gar nicht erst ab, dazu geführt hast, das entspricht nicht mehr meinen Werten und damit diese Verschiebung, diese Inkongruenz der Werte des Unternehmens, wie du sie vielleicht auch bisher wahrgenommen hast, zu den eigenen, dich dazu dann motiviert hat, nach draußen zu gehen. Und auch das Spannende, du hast die Kündigung auf den Tisch gelegt und hast nicht das dicke Abfindungspaket nach Hause genommen, was dir sicherlich nach der Zeit, wenn es andersrum gewesen wäre und auch als Nummer zwei in Deutschland zugestanden hätte sicherlich, aber dann zu sagen, ich gehe aus eigenen freien Stücken. Jetzt hast du dich da drei, vier Monate, hast du gerade gesagt, rausgezogen, gesammelt. Es gibt ja einige auch in unserem Kontext und auch hier der Zuhörerinnen und Zuhörer, vielleicht können wir da das Erfolgsmuster von dir demaskieren, die auch nach vielen Jahren oder Jahrzehnten Angestellten-Dasein entweder selbst die Entscheidung treffen oder für sie die Entscheidung getroffen wird, um dann in der Selbstständigkeit oder in die Selbstständigkeit sich nicht zu flüchten, sondern auch eine bewusste Entscheidung zu treffen. Ich bin jetzt mein eigener Herr und gehe meinen eigenen Weg. Was waren für dich damals die Erfolgsmechanismen? Damals gab es keine Facebook-Werbung, es gab kein Social Media, es gab nichts, wo irgendwo Reichweite aufzubauen war oder das, was da draußen alles propagiert wird. Du musst jetzt in die Sichtbarkeit kommen, du brauchst ein gut funktionierendes LinkedIn-Profil, eine Webseite, gab es ja alles nicht. Und wir setzen uns jetzt mal da in diese Lage zurück. Was war dein Erfolgsmechanismus, nach drei, vier Monaten dann gleich die ersten Aufträge als Interimsmanager zu bekommen? Es ist eigentlich genau gewesen, das persönliche Netzwerk, was du hast. Das ist Persönlichkeit, das Mensch-zu-Mensch. Und wenn man ja zurückgeht in die Entwicklungszeit der IT, ist ja nicht so wie heute, dass man Produkte hatte, sondern unsere Kunden haben ja damals Produkte gekauft, die es noch gar nicht gab. Das heißt, die haben Vertrauen gekauft. Und du hast dann mit dem Kunden zusammen die Lösungen erarbeitet aus der IT. So ist ja damals IT überhaupt erst entstanden. Und deshalb, wenn du gegangen bist, ist der größte Teil des Kundenstamms mit dir mitgegangen, auch als Vertriebsmitarbeiter, weil man dir als Mensch vertraut hat und nicht den Produkten und der Firma vertraut hat. Und das war eigentlich dieses Erfolgsrezept. Wenn du dich damals für deine Kunden eingesetzt hast, mit deinen Kunden immer ein permanent gutes Beziehungsmanagement aufgebaut hast, das heißt nicht zu allem Ja und Amen sagen, sondern das heißt konsequent auch Widersprüche durchdiskutieren, aber immer auf einer, ich glaube, das Thema ist Ehrlichkeit. Und das daraus resultierende Vertrauen, was geschaffen wird, dann kannst du sehr viel erreichen. Und das war, glaube ich, auch die Basis für meinen Erfolg, weil man hat mich im Netzwerk gekannt als den, auf den man sich verlassen kann. Die Deutsche Telekom damals hat zu mir mal gesagt, ach, wir holen den Buchenau, weil das ist der, der nach McKinsey wieder aufräumt. Und weil einfach dieses Gefühl da war, ja, wir schaffen das in irgendeiner Art und Weise. Ich glaube, das ist großartig, was du gerade sagst, weil in der heutigen Welt gerade, wenn wir in der heutigen Welt nach draußen gespült werden oder selbst die Entscheidung treffen, wir gehen jetzt in die Selbstständigkeit, glauben wir den heiligen Gral in der Online-Sichtbarkeit, in irgendeiner Präsenz. Wir glauben, dass es notwendig ist, neue Interessenten anzuziehen und dann, wir proklamieren das ja auch, aber erst zu einem bestimmten Zeitpunkt, über eine Produktrutsche das Vertrauen mit neuen Menschen oder mit neuen potenziellen Kunden aufzubauen, damit sie dann irgendwann sagen, okay, ich vertraue dir und hole dich als Dienstleister oder als Service oder was auch immer Partner mit dazu. In Zeiten, wo das noch gar nicht spruchreif war, wo das noch gar nicht möglich gewesen ist, wo es die Medienform, wo wir in Wählscheiben, na ja, gut, so schlimm war es zu der Zeit dann nicht mehr, aber das Wählscheibentelefon hatten, dann sich dem bewusst werden zu lassen, was so der, ich will nicht sagen der heilige Gral, aber dieser noch nicht gehobene Schatz ist, nämlich einfach mal in das Kontaktadressbuch zu gucken, früher das kleine Büchelchen wahrscheinlich, davon auch der Name Buchenau, ins Büchelchen zu schauen oder auf das Telefon zu gucken und sich mal bewusst zu werden, welcher Schatz da ist im Rahmen des Netzwerks und welchen Vertrauensvorsprung man da schon hat. Wie ist dir gelungen, dass du nicht nur über diese Vertrauensmaßnahme, die da bei dir, vielleicht neue Zielgruppen zu ermöglichen, also wo du sagst, nicht, dass mein Netzwerk jetzt schon ausgelutscht ist, weil deins war sicherlich sehr, sehr groß, wie du skizziert hast, aber wie ist es dir gelungen, in neue Zielgruppen, in neue Zwiebelschichten, wie wir sagen, reinzustoßen? Ja, ich sage mal, anfangs war ja meine Zielgruppe ganz klar fokussiert, das waren Großkonzerne und Probleme innerhalb von Großkonzernen, das war ja diese Zielgruppe. Aber ich war ja nicht alleine. Wo, ich sage mal, die Jahrtausendwende dann vorbei war, wurden ja Großkonzerne immer kleiner und haben kleine schlagkräftige Abteilungen aufgebaut oder kleine Co-Holdings und so weiter und so fort. Das heißt, viele Manager und Verantwortungsträger sind dann Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen geworden oder auch in kleinen Unternehmen, die dann zu den Großen zugeliefert haben. Und das hat für mich dann automatisch eine neue Generation oder eine neue Möglichkeit ergeben, dass ich dann von den Großkonzernen abgewandert bin, eben in kleine und mittelständische Unternehmen als Interimsmanager. Und da hast du dann natürlich dein Netzwerk schon gehabt, weil der ein oder andere abgesprungen ist und da sich sein eigenes Business aufgebaut hast, den du dann weiter begleitet hast in der Richtung. Und dann geht das nur über Empfehlungen. Und ich glaube, das ist ein Punkt, was ich festgestellt habe, du darfst nie müde werden, um oder auf Empfehlungen zu pochen oder um Empfehlungen zu bitten. Und das ist so eine Situation, weil Empfehlungen ist das beste Vertriebsargument, das du haben kannst. Und da war mir immer schon klar, und das war so der Punkt, auf dem ich auch heute arbeite und was auch zu dem Thema Sichtbarkeit geht, dass man eben sagt, ich habe so einen saloppen Spruch und sage, wer verkaufen muss, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Sondern du musst es umdrehen, dass du gekauft wirst. Und ich fange also wesentlich früher an mit dem Verkaufsprozess als viele anderen, wo ich sage, ich habe ein Verkaufsproblem. Die haben kein Verkaufsproblem, die haben ein Sichtbarkeitsproblem. Weil Produkte, die gesehen werden und einen Namen haben am Markt, die werden automatisch vom Kunden gekauft. Und das ist, was ich immer mit meinen Kunden draußen gemacht habe, egal ob im Kleinstumfeld, auch im selbstständigen Umfeld, wenn es ums private Coaching geht. Ich versuche die Leute immer dahin zu bringen, dass sie gekauft werden, dass die nie aktiv, jetzt zum Beispiel wie ein Bua oder ein Limbeck, wenn man die jetzt vergleicht, wo aktiv in den Verkauf rausgehen und sagen, was gibt es für Verkaufstools? Und ich sage, wenn ich das brauche, habe ich einfach schon meine Hausaufgaben nicht gemacht. Wie du schon weißt, machen wir, die Curtings, diesen Podcast aus Leidenschaft, um Menschen wie dich zu inspirieren. Und es wäre wirklich großartig, wenn du uns eine Rezension darlässt, eine Bewertung und diesen Podcast anderen Menschen empfiehlst, die möglicherweise ähnlich davon profitieren, wie du es tust. Das bedeutet uns wirklich viel. Danke dafür. Und nun hören wir uns in einer der nächsten Folgen. Bis dahin. Der Thorsten von den Curtings. Und jetzt komme in die Umsetzung. Ciao, ciao. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017