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Folge 135: Wenn Storyteller auf den aktuellen Markt blicken - Im Gespräch mit Gregor Adamczyk
#135 28.12.2022 · 15:59 min

Wenn Storyteller auf den aktuellen Markt blicken - Im Gespräch mit Gregor Adamczyk

In dieser dreiteiligen Podcast Reihe ist Gregor Adamczyk bei uns zu Gast. Nach seinem Studium der Slawistik an der Danziger Universität und der Regieausbildung an der Theaterakademie Ulm arbeitete er später u.a als Drehb

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In dieser dreiteiligen Podcast Reihe ist Gregor Adamczyk bei uns zu Gast. Nach seinem Studium der Slawistik an der Danziger Universität und der Regieausbildung an der Theaterakademie Ulm arbeitete er später u.a als Drehbuchautor für Kino und Fernsehen. Heute ist er einer der bekanntesten Storyteller Deutschlands, sowie als Trainer, Autor und Dozent tätig.

In dieser Folge erfährst du Gregors Blick auf den Markt

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Das Transkript zum Nachlesen

Auf der anderen Seite glaube ich, dass viele sich eine Frage gestellt haben, das, was ich jetzt gerade mache, ist das das Richtige? Diese Grundlagen vermittelt er wie kein anderer. Er gehört für mich in Deutschland und im deutschsprachigen Raum. Ich will fast sagen, auch noch ein Stück weit zu den Hidden Champions. Auch wenn ihr sein Buch, seinen Namen bei Amazon eingebt, ihr erst mal ein Stück weit scrollen dürft bei all den Büchern, die dort erscheinen. Dennoch ein Hidden Champion im Kontext von Storytelling. Wir hatten die Ehre, vor fünf, sechs Jahren mit ihm schon gemeinsam zu arbeiten. Wir hatten ein Live-Event mit ihm in einem anderen Format, mit einem Mastermind-Charakter, wo wir im Wohnzimmer, so nennt sich dieser Meetingraum im Wohnzimmer des 25-Stunden-Hotels, 25-Hour-Hotels hier in Frankfurt, einen ganz magischen Tag hatten. Auch bis tief in den Abend hinein und das ein oder andere Tränchen geflossen ist. Nicht nur bei denen, die sehr magische Geschichten gehört haben, sondern auch bei denen, die diese erzählen durften. Er hat in Danzig studiert, hat dann das Theater und die Theaterakademie in Ulm besucht und ist dem Theater seitdem verbunden geblieben. Und natürlich sind auch im Theater die Geschichten magisch und ziehen den Menschen die Maske ab, die das Theater bewundern dürfen und zieht den Menschen die Maske ab, wenn sie die Geschichten richtig erzählen, die auf der Bühne stehen. Und genau das wird er uns heute vermitteln. Gregor Adamczyk! Gregor, schön, dass du auch für diese Folge nochmal bereitstehst. Schön, dass du dabei bist, Gregor. Ja, sehr gerne. Gregor, wir machen jetzt nochmal eine ganz kurze Folge. Du bist selbstständig, du bist Unternehmer, du gehörst in Deutschland und im deutschsprachigen Raum zu den Storytellern. Und wir sind gerade inmitten einer sehr herausfordernden Zeit. Drei Jahre Pandemie liegen hinter uns. Wie betrachtest du als Selbstständiger? Wie schaust du gerade auf den Markt der Selbstständigen? Wie schaust du da gerade drauf? Ich schaue vor allem auf eine Entwicklung. Also, wenn es die Pandemie nicht gäbe, würden wir jetzt nicht miteinander reden in dieser Form. Das heißt, da hat sich was getan, da gab es eine Beschleunigung und vor allem auf eine Technologie der Kommunikation. Und du weißt, ich arbeite in Organisationsentwicklung und ich arbeite sehr gerne mit Menschen in einem Kontakt, in einem physikalischen Kontakt, Präsenz. Und ich glaube, was sich jetzt in den nächsten Jahren tun wird, und das hängt auch vom Unternehmen, von unseren Kunden, dass wir nach unterschiedlichen Modellen der Zusammenarbeit suchen werden. Ob das Coaching ist oder ob das jetzt zum Beispiel Workshops sind oder ob das Großveranstaltungen sind. Wir werden immer eine Frage uns stellen, okay, treffen wir uns in der Präsenz, agieren wir in der Präsenz oder agieren wir digital? Das heißt, es wird auch zum Streit geben, das habe ich auch erlebt im Unternehmen, es gibt diese Analogies im Digitalos und die sagen, ach, das wird jetzt schon alles digital, also lass mal das, wir brauchen das nicht. Und da denke ich mir, ja, also es gibt manchmal Menschen, die hätten vielleicht den Mund nicht aufgemacht oder sie hätten mich nicht so tief in ihr Zimmer, in ihre Umgebung hineingelassen, also in ihre Welt, wenn es diese digitale Welt nicht geben würde. Das heißt, manchmal habe ich den Eindruck, dass Menschen in dieser digitalen Welt mehr von sich preisgeben, also auch Position beziehen, eben mehr von sich zeigen. Komischerweise auch, wenn es eine Art von Medium da ist. Man kann es vielleicht vergleichen mit einem Sorgentelefon. Wie hast du die letzten Jahre erlebt, Gregor? Auch du bist ja durch diese Zeit gegangen. Wie hat sich das Business für dich verändert und welche Erkenntnisse ziehst du da raus für dich? Radikal. Also ich weiß, dass ich damals, das war glaube ich im Februar oder März, ich war arbeitslos in dem Moment. Das heißt, es gab keine Aufträge. Ich habe einerseits gedacht, das kenne ich doch. Ich habe das 2009 erlebt, eine Krise. Damals, ich kenne das aus meiner Vergangenheit, solche Situationen, denke ich mir, Gregor, es wird eine Krise, da kommst du ja raus. Und ich weiß aus meiner Umgebung von vielen Freunden, Bekannten oder befreundeten Unternehmer und befreundeten Start-ups, viele, dass die fürchterlich daran gelitten haben, weil sie von einem Tag auf den anderen oder auch sukzessive Mitarbeiter entlassen müssten, weil sie nicht arbeiten konnten. Und das war eine emotionale Herausforderung. Das hat die Menschen sehr stark mitgenommen. Das hat sicher, wir wissen noch nicht, aber das hat sehr viele Wunden hinterlassen. Und wir sind vielleicht jetzt in einer Euphorie oder in einer Zeit, okay, jetzt, wir haben es bewältigt und das tut uns gut. Auf der anderen Seite glaube ich, dass viele sich eine Frage gestellt haben, das, was ich jetzt gerade mache, ist das Richtige? Ist dieses Geschäftsmodell, ist diese Rolle, die ich hier spiele, ist diese Beschäftigung, ist das sinnvoll? Also dieses Ausbreiten, das habe ich auch bei mir erlebt und bei vielen anderen. Und wie will ich denn weiterleben? Wie will ich denn agieren? Und das finde ich eine sehr wichtige Frage. Ich glaube, dass wir uns in der Zukunft, also ich sehe die Zukunft nicht apokalyptisch, also dann wird es eine Apokalypse und so weiter. Ja, okay, also kann man gut verkaufen vielleicht eine Apokalypse. Es ist halt so schlimm, wenn du ja öffnest, egal welches Buch heutzutage, weil es um Management geht oder um neue Modelle. Nee, also das ist schlimm und die Zeiten werden immer schlimmer. Oh mein Gott, ja und so, ja. Da gehe ich in die Schweiz, jedes Haus hat hier einen Atombunker, schon seit, muss es sein. Aber darum geht es, glaube ich, nicht. Ich glaube, dass, also was ich sehr stark glaube und das so erlebe ich viele Unternehmen, ich habe es 2000, vor 2009 eine Glashütte, also Menschen von einer Glashütte im Bayerischen Wald erlebt, ist die Glashütte zugemacht worden und alle sind gelassen worden dort. Und da gab es ja einen Geschäftsführer, der letzte Geschäftsführer dieser Glashütte und der hat noch den Insolvenzverwalter überreden lassen, der sagte, jemand muss auf diesen Gasofen dort aufpassen, weil wenn der ausgeht, kann man nicht mehr Glas, und das ist ein großer Schaden, kann man nicht mehr Glas brennen, blasen. Und das ist eine Finte, man kann es schon machen, aber der Insolvenzverwalter wusste es nicht. Und dieser Mann ist zwei Jahre lang dorthin gegangen, er hat keinen Auftrag, er ist nicht bezahlt worden, aber er wollte immer dorthin und er ging dorthin zu prüfen, ob alles da ist. Weil im gesetzten Fall irgendjemand kommt und hat die verrückte Idee, diese kleine Glashütte zu beleben, dann geht dieser Ofen immer noch. Und der ist passiert. Es gab Leute, die haben es erfahren, ein Insolvenzverwalter damals hat ein paar Leute kontaktiert, der sagte, der ist verrückt, der muss mal was machen. Und da haben sich Leute gefunden, ein ehemaliger Banker aus Frankfurt, der auch von diesem Ort kommt, der sagte, ich gehe dorthin, und diese Hütte ist gerettet worden. Nach 500 Jahren brennt der Ofen dort, es wird ein wunderbares Glas hergestellt. Und ich glaube, das ist weitermachen. So. Also nicht sich der Asche widmen, heißt das nur, sondern Feuer. Und das ist für mich, glaube ich, finde ich sehr schön. Es gibt so ein polnisches Gedicht im Angesicht dieser turbulenten Zeiten, da gibt es so ein Ende der Welt und was weiß ich, was alles so schlimm wird. Und dann gibt es einen Gärtner, der zu seinen Tomaten schaut. Und sagt, na ja, gut, Ende der Welt und so weiter, und schaut zu meinen Tomaten. Und ich weiß, wir waren mal in Sizilien, mein Schwiegervater ist ein Sizilianer, Ätna ist ausgebrochen, das Haus ist am Ätna, also Erdbeben, Ätna bricht aus, und wir denken noch, Gott, oh Gott, ich muss da flüchten. Und der sagte, nee, nee, alles gut, erst mal essen wir Fisch, weil wir gerade Fisch gekauft haben. Und wenn wir Fisch gegessen haben, dann überlegen wir, was wir machen. Und so weiter. Ich glaube, das ist sehr wichtig, diesen kühlen Kopf zu bewahren, zuversichtlich sein und sagen, okay, passieren Dinge. Aber vielleicht einfach zu den Tomaten schauen, Fisch essen, zuversichtlich sein und Feuer halten. Sich nicht der Asche widmen zu früh. So, nun eine ganz kurze Unterbrechung. Du hast vielleicht schon vom Growcamp gehört, ein vor einiger Zeit völlig neues Format, was wir ins Leben gerufen haben. Ein Format, in dem du uns online live erleben kannst. Ein Format, in dem wir das tun, von dem uns alle abraten. Aber es ist nun mal das, was wir am besten können und wofür wir brennen, nämlich Live-Coaching und Beratung. Maximal zehn Teilnehmer, neben daran Teil. Zwei bis drei landen auf dem Hotseat und dann geht es ans Eingemacht und wir werden deinen Herausforderungen begegnen, deine Wünsche versuchen zu erfüllen, damit du deine Ziele in der Selbstständigkeit schneller und sicherer erreichen kannst. Und unter www.die-körtings.com slash growcamp kannst du dich für das wöchentlich stattfindende Format kostenlos anmelden. Wir sehen uns und jetzt geht es weiter mit der Folge. Jetzt ist ja dein Ofen in den letzten Jahren nicht ausgegangen, sondern du hast ihn weiterbelebt. Was hat sich in den letzten zwei, drei Jahren für dich verändert? Und zwar im Rahmen der Ausrichtung. Du hast gesagt, Veränderungen sind da. Man darf sie sich zu eigen machen. Man darf sich adaptieren. Das ist das, was uns Menschen auch auszeichnet, dass wir uns auf sowas anpassen können. Wie hast du dich angepasst? Was hat sich verändert? Naja, also extrem von einem, von Präsenzveranstaltungen zur digitalen Veranstaltung und auch Großgruppenveranstaltungen, Konflikte, Workshops, strategische Workshops. Ich dachte, es wird nicht gehen. Also vorher dachte ich, es wird nicht gehen. Das Spannende ist, dass du vorher denkst, ich war immer perfekt in Bewältigung von Krisen. Gut, ich habe dann wie einen, wie heißt das, Bandscheiben voll, war in den Nacken von lauter Gucken. Sagte, okay, ich muss die Leute erreichen, muss dann näher an die Kamera. Natürlich ist das gut. Also ich glaube, wovon ich sehr viel jetzt an Energie und Zuversicht zehre, ist, dass mir ein Wandel gelungen ist, dass ich nicht gesagt habe, boah, das mache ich jetzt nicht. Ich habe überlegt, okay, dann probieren wir das. Wie wird das denn sein mit der Digitalisierung? Wie wird das denn sein? Und ich habe diese, das klingt jetzt paradox, aber das werden viele, glaube ich, Menschen sagen, ich habe diese Auszeit dazu genutzt, um genau zu überlegen, wie möchte ich weiter agieren? Wie möchte ich mich aufstellen? Wie möchte ich mich positionieren? Worauf möchte ich verzichten? Was möchte ich in den nächsten Jahren nicht mehr machen? Und ich muss sagen, ich bin zufriedener mit mir geworden. Das ist unheimlich wichtig. Ich muss jetzt nicht etwas behaupten andauernd und andauernd was verkaufen. Also das finde ich ganz spannend. Ich weiß nicht, ob das Geheimnis ist, aber wir wollen Menschen erreichen. Wir wollen, dass Menschen unsere Produkte und das Dienst leisten. Es gibt so eine Art von Haltung, wo ich denke mir, du hast es bewältigt. Das ist gut so. Und wir haben viele es bewältigt. Und ich glaube, das gibt mir Ruhe. Und ich glaube, du hast deinen eigenen Prozess fast schon, kann man sagen, dokumentiert in deinem Buch Finde Deine Berufung. Ein ganz besonderes Buch, glaube ich, auch im Kontext all deiner anderen Bücher. Es, glaube ich, sticht auch heraus vom Thema. Ein letzter Satz, weil dann dürfen wir nämlich zusammen in den nächsten Call springen, Gregor. Ein letzter Satz, eine letzte Botschaft aus deiner Erfahrung der letzten Jahre an die Selbstständigen und Unternehmer hier im Podcast. Es ist eine Binsenwahrheit. Ich habe neulich mit meiner Frau darüber gesprochen und sie sprach von der Dankbarkeit. Und ich glaube, das ist etwas Privilegiertes. Wenn man aus einem System kommt wie ich, der geboren ist in einem kommunistischen Land, wo Selbstständigkeit hart erkämpft ist. Meine ganze Generation hat Russland verlassen, weil mein Großvater der Opfer der Kollektivisierung war. Das heißt, ihm wird vorgeschrieben, was er macht. Und das heißt, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Also Freiheit zu haben, etwas zu gestalten, etwas zu unternehmen. Und keiner kommt und sagt, das darfst du nicht, das darfst du nicht. Das ist ein ungeheures Privileg. Irrsinn. Also wir leben, also so. Ich glaube, dass immer wieder, ich habe diese Perspektive, da bin ich dafür auch dankbar mittlerweile. Am Anfang glaube ich nicht, aber ich glaube, das ist so wichtig. Und ich glaube, ich glaube, und was wichtig ist, das klingt jetzt vielleicht etwas pathetisch, aber kann ja sein, Liebe zu Kunden, zu Menschen, mit denen ich arbeite, für die ich arbeite, wie auch immer sie ist, die Liebe, also sie hat Höhen und Tiefen, aber Menschen mögen. So, wir hoffen, wir konnten dich mit dieser Folge etwas inspirieren und dir ein paar neue Impulse mitgeben und einen Anstoß geben für deine eigene Reflexion. Und vielleicht hast du es schon gehört, vor einiger Zeit haben wir ein völlig neues Format ins Leben gerufen. Das Growcamp. Ein Format, in dem du uns online live erleben kannst, in dem wir das tun, von dem uns eigentlich alle abraten. Aber es ist nun mal das, was wir am besten können und wofür wir brennen, nämlich Live-Coaching und Beratung. Maximal zehn Teilnehmer lassen wir dort rein, zwei bis drei landen auf dem Hotseat und dann geht es ans Eingemacht und wir werden deine Herausforderungen begegnen, wir werden deine Wünsche versuchen zu erfüllen, damit du deine Ziele in der Selbstständigkeit schneller und sicherer erreichen kannst. Und unter www.d-körtings.com slash growcamp kannst du dich für das wöchentlich stattfindende Format kostenlos anmelden und vielleicht sehen wir uns dann dort live und in Farbe. Und auch hören wir uns möglicherweise in einer der nächsten Folgen. In dem Sinne, der Thorsten von den Körtings und jetzt komme ich in die Umsetzung. Ciao, ciao!