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Folge 117: Extreme Abenteuer und was alle davon lernen können - Im Gespräch mit Jonas Deichmann
#117 16.11.2022 · 22:27 min

Extreme Abenteuer und was alle davon lernen können - Im Gespräch mit Jonas Deichmann

Diese zweiteilige Podcastreihe ist mit dem grandiosen Jonas Deichmann. Früher war der 35-jährige Sales Manager bei einer IT-Firma, heute Exremsportler und Inhaber von mehreren Weltrekorden. Letztes Jahr hat er mit 360 La

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Diese zweiteilige Podcastreihe ist mit dem grandiosen Jonas Deichmann. Früher war der 35-jährige Sales Manager bei einer IT-Firma, heute Exremsportler und Inhaber von mehreren Weltrekorden. Letztes Jahr hat er mit 360 Langdistanz Triathlons die Welt umrundet und ist dabei 450 Kilometer an der Küste Kroatiens geschwommen, hat 21.000 Kilometer auf dem Bike verbracht und ist 5060 Kilometer gelaufen.

In diesem zweiten Teil des Podcast werden wir gemeinsam über Wendepunkte in seinem aufregenden Leben sprechen und erfahren, wie er Erlebnisse und Aha-Momente wahrnimmt. Des Weiteren geht es um Entscheidungen, sich auf neue Wege zu begeben.

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Das Transkript zum Nachlesen

Was sind die Schlüssel-Wendepunkte in einem Leben? Ist es die Prägung, die wir erfahren von den Eltern, um sie dann für uns selbst zugänglich zu machen und auf diesen Weg einzubegen? Ist es dieser Aha-Moment, dieses Erlebnis, die dieses Augen-auf-Emoji ermöglicht und dieses Jetzt wird sich was ändern, denn jetzt treffe ich eine Entscheidung, mich auf einen neuen Weg zu begeben. Und genau diese Frage werden wir in dieser Folge mit jemand ganz, ganz Grandiosen, den ich hier im Interview haben darf, in dieser zweiten Folge reflektieren. Willkommen zu dieser zweiten Folge mit Jonas Deichmann. Jonas Deichmann wird gerade durch die Presse rumgereicht. Ein Riesenwirbel ist entstanden, als er im November 2021 von seinem Triathlon um die Welt zurückgekehrt ist. 120 Triathlons, die er da hintereinander gereiht hat. Über 400 Kilometer schwimmen, über 21.000 Kilometer Radfahren und dann noch über 5.100 Kilometer teilweise oder maximal durch Mexiko noch hinten dran zu hängen, um dann wieder hier in Deutschland zu landen. Und allein in dieser Zeit eine Reichweite gehabt zu haben von über 300 Millionen Menschen, die er erreicht hat. Eine unfassbare Welle, die da während seines Einjahrestrips ja an dieser Seite an ihm flankierend über ihn hineingebrochen ist. Ja, und nun bin ich in der Lage gewesen, ihn für circa eine Stunde zu interviewen. Und in dieser zweiten Folge schauen wir rein, wo sind denn seine Wendepunkte im Leben gewesen? Was sind die Botschaften, die er uns und anderen aktuell mitgibt, um unser Leben mal zu reflektieren? Um das, was er in diesen zwei großartigen Projekten Cape to Cape und Triathlon um die Welt für sich erfahren und erlebt hat. Das, was er über sich, über andere Menschen, über das Leben und über alles überhaupt gelernt hat, jetzt an andere in einer Essenz weiterzugeben. Das sind die Botschaften, die jetzt in dieser zweiten Folge aus ihm heraussprudeln werden, getriggert durch die Fragen. Wenn du sagst, wovon redet er überhaupt, dann schau auf die erste Folge. Weil da sind wir auf Cape to Cape und auf sein zweites Projekt Triathlon um die Welt eingegangen, haben dort reflektiert. Was ist da passiert? Was waren die besonderen Elemente? Und was ist das, was diese Reisen und diese Projekte außergewöhnlich gemacht haben? Und in dieser Folge geht es um das Leben davor bzw. das Leben danach, als auch was jetzt kommt. Nämlich mit 35 Lenzen hat das Leben gerade mal begonnen. Also viel Spaß mit dieser zweiten Folge und der Aufzeichnung aus dem gemeinsamen Interview. Du bist im November zurückgekommen und seitdem, wer dir so folgt, sieht, dass du sehr viel unterwegs bist. Jetzt mal abgesehen von Irland und Italien, bist du auf vielen Vorträgen unterwegs. Sowohl öffentlich als auch für Unternehmen und sozusagen in between projects. Das Ganze fing ja irgendwo an. Du hast eingangs gesagt, du kommst aus einer Abenteuerfamilie. Dein Vater plant gerade die Weltumsegelung oder eine Weltumsegelung. Du warst eigentlich von Kindesbeinen an in der Natur unterwegs. Was hat dich damals bewogen, abgesehen in sechs verschiedenen Universitäten zu studieren, überhaupt zu considern und es dann auch wahrzumachen in irgendeine Key Account Managing Role, in der du ja nicht lange gewesen bist, aber dann doch Sales Manager für ein paar Jahre zu werden, dich auf diesen mehr oder weniger fast schon klassischen Pfad einzulassen? Ein klassischer Pfad war es jetzt nicht aus der Perspektive, dass ich schon immer gewusst habe, ich will mal meinen eigenen Weg gehen. Ich will auch mal selbstständig sein. Ich habe noch nicht gewusst, in welche Richtung, aber ich habe schon irgendwie gewusst, ich will meine eigenen Sachen machen und meine eigenen Projekte. Vertrieb ist das Allerwichtigste, muss man ganz klar sagen. Mein Ziel, wo ich dann meinen Master fertig hatte, habe ich auch überlegt, ich wäre alle Möglichkeiten offen gehabt. Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, ich mache Softwarevertrieb, weil Software ist eine spannende Branche. Man verdient auch ganz gut. Ich konnte mal ein bisschen Geld auf die Seite legen für später Projekte oder Selbstständigkeit und ich wollte einfach den Vertrieb erlernen. Letztendlich ist das, was ich jetzt mache, klar, ich muss die Abenteuer machen, aber um ein erfolgreicher, also auch kommerziell erfolgreicher Abenteurer zu sein, da ist es auf der einen Seite das Projekt, aber noch viel wichtiger wahrscheinlich ist, ob man es auch verkaufen kann. Damals, als du in den Vertrieb gegangen bist und diese Vertriebsstärke erlernen wolltest und möglicherweise auch durch deine Art ein gewisses Talent dafür und auch sicherlich nicht unerfolgreich, war es geplant für dich dann nach den paar Jahren, in Anführungszeichen, dich aufzumachen und das nur als Zwischeninstanz zu sehen oder ist das entstanden? Da muss ich sagen, beides ein bisschen. Ich habe immer gewusst, ich möchte mal eine Weltreise machen, ich möchte mal was Eigenes probieren und ich habe aber nicht gewusst, was es ist, wo ich angefangen habe. Ich habe vor allen Dingen nicht geahnt, wie es jetzt bei mir ist als Abenteurer, da bin ich einer von wahrscheinlich Hunderttausenden, die den Traum haben und davon auch so gut leben können. Das war die einzige Art und Weise, wie wir immer als kleiner Junge davon träumen, Fußballnationalspieler zu werden. Die Chancen sind nicht allzu groß, muss man auch sagen. Ich hatte meine Vision, ich habe gewusst, in welche Richtung das Ganze gehen könnte und ich kann jetzt die Grundlagen bauen, aber es war für mich definitiv klar, ich werde da jetzt in dem Job auch nicht alt werden. Du sagst, du kommst aus einer Abenteuerfamilie und ich gucke gerne auch in diesen Gesprächen, ob jetzt mit Martin Fry, der im Guinness-Buch steht, weil er die Seven Summits bestiegen hat und zusätzlich noch die sieben Weltmeere durchsegelt hat oder mit Hans Kammerlander, der jetzt 65, 66 Jahre alt ist und immer noch Rekordhalter ist für die schnellste Besteigung des Everest, vom Basislager und auf der anderen Seite dann mit Skiern abzufahren und das alles an einem Stück sozusagen. Nach diesem magischen Moment, nach dem Moment, wo der oder diejenige diese Entscheidung getroffen hat, mein Leben wird ein Stück weit anders aussehen. Dieses Bewusstsein, ja, ich bin in einer Abenteuerfamilie aufgewachsen, ja, ich habe das irgendwie im Blut, ja, das kommt irgendwie von außen auch auf mich rein und prägt mich, aber diesen Moment, wo du entschieden hast, mein Leben wird anders aussehen und es gibt für mich eine Richtung, die ich zwar jetzt vielleicht noch nicht ganz greifen kann, aber die anders aussieht als die, mit denen ich da auf sechs Universitäten vielleicht gerade studiere. Gab es bei dir diesen Moment im Leben, Jonas? Also gewissermaßen war es schon von klein auf so, dass ich Dinge anders gemacht habe. Das Studium hat mich sicherlich sehr verändert. Also ich habe ja eben in sehr vielen verschiedenen Ländern studiert und interessanterweise, ich bin im vierten Semester von meinem Bachelor, habe ich in Singapur ein Auslandssemester gemacht. Und ich habe dann aber nicht in Singapur gelebt, sondern ich habe am Strand auf einer kleinen paradiesischen Insel in Malaysia so eine Strandhütte gemietet und habe von da aus studiert und bin immer gependelt nach Singapur alle drei Wochen. Und das Ganze, davor hat auch jeder zu mir gesagt, wenn man versucht, so eine Lerngruppe im Paradies zu rekrutieren, und meine Mitstudenten haben alle gesagt, das geht doch nicht, du spinnst, wie soll das funktionieren, hat ja noch keiner gemacht. Aber was mir aufgefallen ist, die haben überhaupt keine Argumente gehabt. Das Argument war, das geht nicht, hat noch keiner gemacht. Aber es ist ja kein Argument. Und am Ende, ich habe dann vom Strand aus studiert und ich war am Ende von dem Semester der Beste von allen Austauschstudenten, habe weniger als die Hälfte von dem Geld ausgegeben, habe gut gespart und hatte einen praktischen Urlaub, eine super Zeit. Aber ich habe auch effizient studiert in der Hängematte, also man braucht Disziplin dafür. Aber das hat viel bei mir verändert, weil das hat mir nochmal ganz klar gezeigt, die meisten Leute sagen, wenn man ins Risiko geht, wenn man was anders macht, erstmal sagen wir, das geht ja nicht. Und ich bin der Frage, wo ist das Argument dahinter? Ist es einfach nur so, weil es außergewöhnlich ist, weil es ungewöhnlich ist, oder gibt es dahinter wirklich ein Argument? Und mein Master habe ich dann an der Copenhagen Business School gemacht. Ich bin nur insgesamt zwei Wochen in Kopenhagen gewesen, ansonsten habe ich von Teneriffa, Brasilien und Indien aus studiert, habe eine super Studienzeit gehabt und bin unter den Top 10 Prozent bei der Elite-Uni. Also auch hier, das System hat wieder funktioniert. Und mir war, ja, das verändert einfach extrem viel, weil seitdem es, wenn jemand sagt, da hat noch keiner gemacht, dann ist es, es geht nicht, dann ist es für mich einfach ein extra Grund, das zu hinterfragen und geht wahrscheinlich doch. Es gibt ja diesen Spruch, alle sagen, es geht nicht und dann kommt einer und der hat es einfach gemacht. Genau. Also ich stelle bei Vorträgen auch immer gerne so die Frage, wer von euch kann heute Abend in den Marathon rennen? Und dann gehen meistens so zwei, drei Hände hoch, erstaunlich wenige. Ich habe überhaupt nicht gefragt, kann jemand von euch in drei Stunden in den Marathon rennen? Ich habe nur gefragt, wer kann Marathon rennen? Und ich behaupte, jeder, der gesunde Mensch, der jetzt nicht im Rollstuhl sitzt, irgendeine andere körperliche Beeinträchtigung hat, der kann heute Abend im Marathon rennen. Vielleicht nicht in drei Stunden, aber dann in fünf oder sechs Stunden. Wenn er das will, dann geht es auch, es ist überhaupt nicht schwer. Aber die erste Frage, wenn wir Marathon rennen, dann kommt erst mal dieser Mechanismus, nee, kann ich nicht und das ist einfach komplett falsch, weil klar kann man das. Du bist viel auf Bühnen unterwegs, du hast Unternehmen vor der Brust, du hast die Abenteurer vor der Brust oder vor den Augen in der Audience, du hast sicherlich ganz unterschiedliche Berufsgruppen immer wieder da. Wir helfen Selbstständigen und Unternehmern zu wachsen, ihr Business nach vorne zu bringen. Bei dir blitzt immer wieder das Thema Mindset und so ein paar Botschaften raus. Welche Botschaften könntest du Selbstständigen und Unternehmern geben, die so ein Stück weit sagen, Jonas, 120 Triathlons, was soll ich damit jetzt? Ist das meins? Nee, wahrscheinlich nicht. Ja, ich könnte mal einen Marathon probieren, nehme ich mir eh mal vor. Aber so diese Transferleistung in, was du gelernt hast, jetzt mal auf eine Selbstständigkeit oder auf ein Business zu übertragen. Was wären so zwei, drei Botschaften, wo du sagst, die sind die Essenz oder die kann ich rauslösen aus dem, wie mein Leben so entstanden ist und was meine Projekte und Abenteuer ausmacht, hineingebend in Menschen, die in anderen Matrixen in Anführungszeichen unterwegs sind? Da gibt es extrem viel. Ich komme aus dem Vertrieb, habe viel mit Startups zu tun und es ist praktisch eins zu eins, was im Mindset, im Extremsport erfolgreich ist und auch im Business-Kontext. Wir hatten es eben von den kleinen Zielen, wenn man im Marathon läuft, dann läuft man keine 42 Kilometer, sondern man läuft ein. Wo ich durch Mexiko gerannt bin, da bin ich in meinem Kopf keine 120 Marathons gerannt. Das ist viel zu weit weg, das Ziel. Sondern ich schaue, wo kommt das nächste Restaurant, die nächste Tankstelle, da gibt es eine Schokoriegel und das ist nicht weit weg. Dann geht es weiter. 400 Schokoriegel später bin ich dann in Cancun gewesen. Das ist eben im Business-Kontext, wenn man gerade im Selbstständigen Nehmer für Startups, wo die Ziellinie weit weg ist kleine Ziele setzen. Klar eine große Vision haben, sich das auch zu visualisieren, das ist immer positiv. Aber im Tagesgeschäft kleine Ziele haben, herunterbrechen, sich mit etwas belohnen. Das ist eine unglaublich wichtige Message. Genauso, wir hatten es eben von Do Shit First. Wenn man weiß, ich liege im Zelt in Sibirien bei minus 15 Grad und draußen ist Schneesturm, da bleibe ich nicht liegen, sondern da stelle ich mir den Wecker und wenn der kommt, dann führe ich einfach aus. Das heißt, ich springe jetzt auf und radel los und bleibe nicht da liegen. Das ist genau dasselbe, wenn ich jetzt einen unangenehmen Kundenanruf habe. Wie viele Kaffee trinken wir vorher, bevor wir ans Telefon greifen? Aber das ändert ja überhaupt nichts. Im Gegenteil, das ist Zeitverschwendung und man hat diese negative Grundhaltung, negative Energie noch vor sich. Daher, ich beginne meinen Tag mit den unangenehmsten Aufgaben. Wenn ich einen unangenehmen Kundenanruf habe, wo ich keine Lust drauf habe, dann mache ich das jetzt sofort. Dann ist es abgehakt und kann mich auf die schönen Dinge konzentrieren. Die allerwichtigste Botschaft, die ich aber gerade Unternehmern, Selbstständigen, ETC geben möchte, ist einfach machen. Das Schwerste ist immer an die Startlinien zu kommen. Die meisten großen Projekte scheitern vorher. Den perfekten Zeitpunkt für Dinge, den gibt es nicht. Aber er ist meistens nicht so weit weg. Für mich ein Scheitern ist nicht, wenn ich einen großen Traum habe, ein großes Projekt. Ich gebe mein Bestes und probiere es. Wenn ich mal nicht ankomme, dann bin ich stolz drauf und lerne aus meinen Fehlern und probiere es nochmal. Das wirkliche Scheitern ist, wenn ich nicht probiere. Ein selbstständiger Unternehmer wird auch mal mit irgendwas, aber das wirkliche Scheitern ist, wenn man es nicht probiert. Großartig, danke Jonas für die Zusammenfassung der Punkte, die wir auch in den letzten knapp 50 Minuten mittlerweile schon gestriffen haben. Du bist jetzt 35, Jonas, gerade in between Projects und da wartet ja noch einiges auf dich und es ist schon so viel hinter dir. Mich erinnert das manchmal so an diese Dokumentation, The Last Man on the Moon, die das dokumentiert, was so die letzten Astronauten gefühlt haben und wie es ihnen ging, die da oben auf dem Mond gestanden haben und jetzt hier wieder in das Weltliche zurückkommen und sich dann fragen What's next? Und du machst das, was next dran ist, nämlich Menschen wie uns zu inspirieren durch deine Geschichten, durch deine Erfahrungen, durch die Botschaften, die daraus so ein Stück weit die Essenz sind. What's next for you? Was ist das, was jetzt bei dir noch kommt, Jonas? Ich brauche immer ein neues, großes Projekt, auch um die Zwischenzeit in between Projects zu genießen, weil für mich war das ja jetzt die Weltumrundung, das war ja mit Vorbereitung zwei Jahre mein Leben und dann komme ich nach Hause und was mache ich denn jetzt? Man braucht ja irgendwie eine neue Herausforderung und ich finde die aktuelle Phase auch unglaublich spannend. Ich bin ja gewissermaßen auch Unternehmer, was jetzt gerade einfach extrem wächst und durch die Decke geht, das ist eine unglaublich spannende Zeit, aber in meinem Herzen bin ich natürlich auch Abenteurer und brauche da auch was. Ich habe eine lange Bucketlist mit zukünftigen Projekten. Fahrradfahren wird immer meine Lieblingsdisziplin bleiben, ist auch bei manchen Projekten natürlich mit dabei, aber nicht nur. Ich mache gerne Dinge, die so noch nicht gemacht wurden. Da geht es mal um Atlantikrudern oder mal einen Südpol oder mal meine eigene Hütte auf einer einsamen Insel bauen und so Sachen. Es geht nicht nur um die reine körperliche Leistung. Ich habe kein Interesse daran, einfach im Kreis rumzufahren und ein bisschen schneller zu sein, sondern ich möchte was Neues machen. Ich habe nächstes Jahr ein größeres Projekt geplant, da bin ich vier Monate unterwegs und dann geht es wieder einmal um die Welt auf eine neue Art und Weise. Das hat noch keiner gemacht. Ich kann nur so viel verraten, es wird sehr, sehr kalt und ansonsten streng geheim. Dann machen wir jetzt auch keine Vermutungen. Ich durfte Sarah Uten mal treffen persönlich mit meiner Tochter. Das war für sie ein einschneidendes Erlebnis, die mit London to London ihr Projekt vollzogen hat. Da ist sie gerudert und Rad gefahren und sowohl Rudern im Kajak als auch Rudern über den Atlantik und dann mit dem Fahrrad da, wo Land dazwischen gewesen ist. Einige andere, die mir da so einfallen, mit dem Ballon um die Welt, mit Picard und Richard Branson, da wird es sicherlich auch kalt. Ich bin gespannt, was es bei dir wird und wir werden dich dann sicherlich in dem ein oder anderen Vortrag erleben dürfen, wo du das dann auch wieder mit nach außen trägst. Vielleicht kommt dann auch wieder so ein wunderbares Buch bei raus wie Cape to Cape oder Das Limit bin nur ich. Wir freuen uns riesig darauf, dass du uns weiter mit deinen Geschichten und mit deinen Erfahrungen inspirierst, Jonas. Ich darf erst mal Danke sagen, dass du hier im Podcast gewesen bist und dich auf die Fragen eingelassen hast. Wir hatten kein großes Vorgespräch, wir hatten keinen Plan, weil, wie wir schon feststellen, der Plan hält eh nur so lange, bis er auf die reale Welt trifft. Danke für deine Ehrlichkeit, für deine Offenheit und auch das Vertrauen mir und allen Zuhörern gegenüber. Bei uns ist es so die Art, dass der Gast das letzte Wort geben darf, und zwar im Sinne der Botschaft, die vielleicht noch mal in die Welt zu senden ist. Es waren so viele grandiose Botschaften jetzt hier schon dabei, Jonas. Aber wenn du eine Botschaft an die Zuhörerinnen und Zuhörer senden dürftest, auf Basis 35 Jahre Lebenserfahrung mit magischen Momenten, die du dir und auch anderen ermöglicht hast, welche ist das? Danke, hat super Spaß gemacht. Ich habe meine allerwichtigste Botschaft eben schon gesagt. Es gibt viele Dinge, die wichtig sind, aber für mich das allerwichtigste ist, wenn man einen großen Traum hat, den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht, einfach machen. Super Schlusswort. Jonas, danke. Es war ein Traum. Hat viel Spaß gemacht. Toll, dich lächelnd zu sehen und dich in deiner Energie zu spüren. Ich wünsche dir noch viele, viele magische Momente auf den Bühnen. Wir haben gesagt, eine Stunde. Ich hoffe, das haben wir gut getroffen. Hast du schon gefrühstückt? Wahrscheinlich hast du schon 100 Kilometer gefahren. Weiß nicht, was jetzt kommt in Berlin. Genau, ich bin vorhin schon gefrühstückt und jetzt kommt so ein kleiner 25-Kilometer-Lauf. Heute Abend habe ich hier noch einen Vortrag in Berlin und dann geht's wieder in die Schweiz. Also bin nach wie vor unterwegs. Sehr geil. Ich freue mich, dich irgendwann zu sehen und dann stelle ich mich in die Schlange an, um dich dann mal zu Herzen, wenn ich darf. Danke, Jonas. Viel Spaß beim 25-Kilometer-Lauf, bei deinem Vortrag. Viel Spaß in der Schweiz und was alles noch kommt. Besonders das Projekt nächstes Jahr. Danke dir. Mach's gut. Es war eine Freude. Dankeschön. Bis dahin, Jonas. Ciao, ciao. Ciao. Tschüss. Was für ein wunderbares Interview. Ich bin immer noch erfüllt von dieser Authentizität, von dem Leben, von der Klarheit, von diesem Bewusstsein und von der Zuversicht, ich kann alles erreichen. Denn wenn dir alle sagen, das geht nicht, was soll das denn, dann bist du möglicherweise derjenige, der es einfach macht. Getreu dem Motto, alle haben gesagt, das geht nicht und dann kam einer und hat es einfach gemacht. Und dieses Interview war Sinnbild dafür. Es war Sinnbild für etwas, was Abenteuer mit uns auslösen können. Es war Sinnbild dafür, was ein Leben vor unserem Erleben möglich macht. Wie Prägungen eine Rolle spielen, aber auch die eigenen Entscheidungen, die dazu führen, das Leben zu leben, was wir möglicherweise leben wollen. Und dieses Einfach Machen, diese Abschlussbotschaft, die hat nochmal viel ausgelöst. Und ich bin sicher, dass die Selbstständigen und Unternehmer unter euch daraus unfassbar viel mitnehmen können. Das Thema Disziplin, Vorbereitung, sich einlassen auf das, was kommt, Risikomanagement zu betreiben, aber dann, wenn die Risiken eintreten, wenn es mal ungemütlich ist, das zu managen, was beherrschbar ist und sich darauf zu konzentrieren. So viele großartige Botschaften und ich bin so unfassbar dankbar, dass er bei uns im Podcast gewesen ist. Wenn du das hörst, lieber Jonas Deichmann, nochmal vielen Dank für diese Offenheit, für dein Vertrauen und für die Ehrlichkeit und dass du uns ein Stück weit den Einblick gegeben hast. Ja, und wenn du Unterstützung dafür brauchst, wie du einfach mal machen kannst, in deiner Selbstständigkeit und als Unternehmer, dann lass uns das gerne mal reflektieren. Denn auch wenn wir nicht so weit geradelt, geschwommen oder gelaufen sind, ist auch unsere Welt die der Natur und ähnliche Analogien dürfen wir darauf transportieren. Und wenn du Teil unserer Seilschaft werden möchtest und dich in deiner Selbstständigkeit und als Unternehmer begleiten lassen möchtest, wir konkrete Fragen stellen und auch beantworten dürfen, dann buch dir gerne einen Termin unter www.die-körtings.com slash Termin und dann werden wir mal über deine Situation sprechen, über deine Ziele und wie wir dich ins Machen bekommen. In diesem Sinne, der Thorsten von den Körtings, wir hören uns in einem der nächsten Folgen. Bis dahin und jetzt komme ich in die Umsetzung. Ciao, ciao. Untertitel der Amara.org-Community