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KI-Café #143 · 30.09.2026

Vom Automatisierungs-Wettlauf zum Freigabe-Partner werden

Live gelöst mit Falk · intelliExperts GmbH · vor 300+ Selbstständigen und Unternehmern

Eine Geschäftsführerin mit 35 Jahren Markterfahrung gesteht live vor 260 Zuschauern: „Ich habe keine Idee.“ Keine halbe Stunde später steht ein völlig neues Rollenbild für ihr Unternehmen im Raum – entwickelt nicht von einem Berater, sondern von vier KIs gleichzeitig.

▶ Die komplette Session

Der Weg — von der Idee zum Ergebnis

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Die Ausgangslage

Falk Janotta und seine Geschäftsführungskollegin Inge betreiben IntelliText, einen Sprachdienstleister mit 35 Jahren Markterfahrung – Fachübersetzungen, Lokalisierung, Untertitelung. Rund 40 Prozent der Mittelstandskunden sind an Tools wie DeepL verloren gegangen, weil Unternehmen Übersetzungen zunehmend selbst erledigen. Obwohl IntelliText längst mit KI-gestützter Übersetzung plus menschlicher Nachbearbeitung arbeitet, gehen Inge die Ideen aus, wie sie Kunden zurückgewinnen kann. Falk wollte die Zukunft der Branche direkt mit der Simulations-Software Mirofisch durchspielen lassen.

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Die Wendung

Im Gespräch am Institut wurde schnell klar: Eine Simulation direkt zu starten wäre der dritte Schritt vor dem ersten gewesen. Erst auf der Bühne zeigte die Live-Analyse den eigentlichen Denkfehler – Inge fragte sich, wie sie ihr Unternehmen „in Richtung Automatisierung attraktiv machen“ könne, und trat damit genau auf dem Feld an, auf dem DeepL immer gewinnt. Der echte Hebel lag woanders: nicht schneller automatisieren, sondern mehr Verantwortung übernehmen.

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Das Ergebnis

Falk beschrieb sich selbst als „geflasht“ – es gebe kein Emoji dafür. Er und Inge nehmen drei ausgearbeitete Zukunftsszenarien und den konkreten Ansatz Freigabe-Partner mit, den sie in Ruhe prüfen und weiterentwickeln wollen. Für die Teilnehmer blieb die größere Lehre: Bevor man ein Problem mit KI lösen will, lohnt sich die Frage, ob man überhaupt auf dem richtigen Spielfeld steht.

Live auf der Bühne

Auf der Bühne zeigte Torsten Koerting den kompletten Weg live: ein 20-seitiger Deep-Research-Prompt lief parallel in vier KIs (ChatGPT, Claude, zwei Perplexity-Varianten), danach eine Meta-Analyse, die Muster und blinde Flecken aus allen vier Ergebnissen herausfilterte. Daraus entstanden drei Zukunftsszenarien für IntelliText – ein evolutionäres, ein revolutionäres und ein disruptives. Das revolutionäre Szenario überraschte alle: IntelliText als Freigabe-Partner für mehrsprachige Produktinformationen, passend zu neuen Produkthaftungs- und Maschinenverordnungen, die 2026/2027 in Kraft treten. Dieses Szenario wurde direkt in die Simulations-Software Mirofisch überführt, die Stakeholder-Reaktionen als Agenten durchspielt. Der Aha-Moment im Raum: eine Analyse, für die früher sechsstellige Beraterhonorare fällig gewesen wären, lief in der Session in Echtzeit mit.

Was du daraus mitnimmst

  • Prüfe zuerst, ob du im Wettbewerb mit der KI antrittst oder ob es eine Rolle gibt, in der du der KI überlegen bleibst
  • Nutze mehrere KI-Systeme parallel für Recherchen – jede findet andere Quellen und Blickwinkel
  • Eine Meta-Analyse über mehrere KI-Ergebnisse hinweg deckt Muster und blinde Flecken auf, die eine einzelne Analyse übersieht
  • Schau, wie andere Unternehmen die gleiche Disruption schon durchlebt haben, bevor du bei null anfängst
  • Setze Simulationstools erst ein, wenn Analyse und Szenarien stehen – nicht den dritten Schritt vor dem ersten machen
„Inge: Wir überlegen schon seit Monaten, was wir machen könnten, um den Kunden da mehr zu begeistern. Ich habe keine Idee."
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