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KI-Café #140 · 09.09.2026

Support-Mails automatisieren, Beratung bleibt persönlich

Live gelöst mit Andreas · aw-insektenschutz.ch · vor 300+ Selbstständigen und Unternehmern

Aus einem gesprochenen Gesprächsprotokoll und drei schlanken Dateien entstand live eine Anwendung, die Support-Mails liest, einordnet und fertige Antwortentwürfe vorschlägt – kein Lastenheft, kein Konzeptpapier, nur ein Gespräch als Grundlage.

▶ Teil 1 von 2
▶ Teil 2 von 2

Der Weg — von der Idee zum Ergebnis

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Die Ausgangslage

Andreas betreibt aw-insektenschutz.ch, einen Montagebetrieb für massgefertigte Insektenschutzlösungen im Aargau. Er kam mit dem Wunsch nach einem vollautomatischen System, das Kunden sofort Angebote liefert – von der ersten Anfrage bis zum Abschluss sollte alles laufen. Er wusste selbst nicht genau, was an Werkzeugen dafür nötig wäre, nur dass er im Alltag Zeit verliert. Sein Geschäft lebt aber stark von persönlicher Beratung vor Ort.

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Die Wendung

Im Vorgespräch zeigte sich anhand seines Funnels, dass der bestehende Vertriebsweg bereits sehr gut konvertiert – die persönliche Beratung ist genau der Grund dafür. Automatisiert man den Verkaufskontakt weg, verliert Andreas seinen stärksten Erfolgsfaktor. Der eigentliche Engpass lag ganz woanders: die Zeit, die er täglich mit dem manuellen Beantworten von Support-Mails verliert. Aus dem Wunsch nach einem Rundum-Automatisierungssystem wurde damit ein viel konkreterer, gezielterer Fall.

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Das Ergebnis

Andreas nimmt einen funktionierenden Prototyp mit, der ihm künftig Antwortentwürfe für Support-Mails liefert – während sein persönlicher Verkaufskontakt unangetastet bleibt. Die Teilnehmer sehen, dass nicht jeder Wunsch nach Automatisierung der richtige Hebel ist: Manchmal liegt die eigentliche Zeitersparnis woanders als ursprünglich gedacht. Und sie lernen, dass eine KI aus einem einzigen guten Gespräch und wenigen Dateien bereits eine einsatzfähige Anwendung bauen kann.

Live auf der Bühne

Auf der Bühne wurde live und ohne vorbereitetes Konzept eine Anwendung mit Claude Code gebaut, die eingehende Support-Mails ausliest, klassifiziert und auf Basis von Andreas' Fachwissen automatisch einen Antwortentwurf vorschlägt. Als Grundlage genügten zwei bis drei schlanke Dateien – Architektur, Design-Tokens, Styleguide – plus das gesprochene Gesprächsprotokoll aus dem Vorgespräch. Die KI leitete Design, Farben und Tonalität dabei komplett eigenständig aus Andreas' bestehender Webseite ab, ganz ohne dass jemand das im Detail vorgeben musste. Der Raum staunte, wie wenig Vorbereitung nötig war, um von einem Gespräch direkt zu einer funktionierenden Anwendung zu kommen. Parallel beantwortete der Gastgeber Publikumsfragen dazu, warum die KI auch frei gesprochene, unstrukturierte Sprache versteht und wie man das passende Modell für Konzeption versus Programmierung wählt. Der Bauprozess war so umfangreich, dass er über die offizielle Sessionzeit hinausging.

Was du daraus mitnimmst

  • Bevor du etwas automatisierst, prüfe: Ist das der Teil deines Business, der wegen Vertrauen und Persönlichkeit funktioniert – oder der Teil, der nur Zeit frisst?
  • Ein ausführliches Lastenheft brauchst du nicht: ein natürlich gesprochenes Gesprächsprotokoll reicht der KI oft als Grundlage
  • Wenige, gezielte Kontextdateien (Architektur, Design, Tonalität) steuern eine KI-Anwendung besser als ein überladenes Sieben-Dateien-Setup
  • Design und Tonalität einer neuen Anwendung lassen sich automatisiert aus deiner bestehenden Webseite ableiten – du musst nicht bei null anfangen
  • Frag die KI selbst, welches Modell für deine Aufgabe am besten passt – für Konzeption oft ein anderes als fürs eigentliche Bauen
„Andi: Meine ursprüngliche Idee war gewesen, alles zu automatisieren von der Kundenanfrage bis zum Abschluss, wobei ich da gemerkt habe, es ist ein persönliches Business und meine Beratung ist wichtig."
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