Ich rede dir dein KI-Projekt vor 400 Leuten aus
287 Euro Werbebudget, aus zehn Anfragen fünf Aufträge: an dieser Stelle rate ich vom KI-Einbau ab.
Freitagmorgen, 10:33 Uhr, Einzelgespräch zur Vorbereitung des KI-Cafés am Mittwoch. Vor mir sitzt ein Handwerksunternehmer, Insektenschutz für Fenster und Türen, im eigenen Umkreis unterwegs. Sein Wunsch für den Bautag, also die Stunden, in denen wir live etwas zusammenbauen: ein Chat, der die ersten Nachrichten mit Interessenten allein führt.
Ich rechne erst einmal seinen bestehenden Weg durch. 287 Euro Werbebudget im Monat. Daraus entstehen zehn Erstkontakte per WhatsApp, aus denen sieben Gespräche werden, aus denen fünf Aufträge. Aus zehn Anfragen also fünf Aufträge, die Hälfte. Und von jedem Euro Umsatz bleibt ihm die Hälfte als Bruttogewinn. Das ist schon ziemlich geil.
Also frage ich, was passiert, wenn er sein Werbebudget verzehnfacht, von 287 auf 2.870 Euro im Monat. Die Antwort kommt sofort: „Meine Gesundheit würde leiden im Moment."
Da war die Sache klar. Ihm fehlen Anfragen, und mehr Anfragen erträgt er gerade nicht.
Genau das legen wir am Mittwoch offen: „Es ist nicht immer unbedingt die KI, die wir jetzt brauchen, um ein Business zu wachsen."
Kurz davor hatte ich noch gedacht, mir fehlt der Anwendungsfall für Mittwoch. Ich habe nach der Stelle gesucht, an die KI passt, und dabei die beste Stelle seines Geschäfts angefasst. Die fünf Aufträge aus zehn Anfragen entstehen in seiner eigenen Handschrift im Chat.
Er braucht doppelt so viele Anfragen vorne. Er braucht einen Menschen, den er für die Chat-Gespräche ausbildet. Und er braucht ein Geschäft, das doppelt so viele Aufträge aushält, ohne dass seine Gesundheit dafür zahlt. Die E-Mails darf die KI danach vorbereiten.
Ich werde ihn live vor 400 Zuhörern im KI-Café davon abhalten, hier KI einzubauen. Weil es schon läuft.
Was in diesem Moment sichtbar wurde
Es ist nicht immer unbedingt die KI, die wir jetzt brauchen, um ein Business zu wachsen.
Was das für dich heißt
Such dir den Kanal heraus, der bei dir schon trägt, und rechne ihn von den Werbeausgaben bis zum Abschluss durch. Steht die Quote, erhöhe das Budget und bilde jemanden für die Gespräche aus. Die KI kommt an der nächsten Stelle dran.
Welche Stelle in deinem Vertrieb läuft so gut, dass jede Automatisierung sie verschlechtert? Und an welcher Zahl siehst du das?